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Union Weibern: „40 Punkte in der Meisterschaft sind unser Ziel“

Union Weibern

Nach einer Saison, die von Ausfällen und Improvisation geprägt war, will die Union GT Weibern in der 2. Klasse Mitte-West heuer ein anderes Gesicht zeigen. Im Gespräch mit Ligaportal erklärt Sportchef Mathias Premrou, warum Platz zwölf mit 26 Punkten nicht nur an Ergebnissen gemessen werden soll, weshalb vier Neuzugänge geholt wurden und warum der Verbleib des Trainers intern fast so wichtig ist wie jeder Transfer.

Eckball - Blick von der Eckfahne auf den fliegenden Ball und die Beine des Spielers

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Viele Ausfälle, wenig Spielraum

Die abgelaufene Saison ordnet Premrou vor allem über die personelle Situation ein. „Wir haben viele Probleme mit Verletzungen gehabt. Das war natürlich für unsere junge Mannschaft ausschlaggebend“, sagt der sportliche Leiter. Gerade für ein Team, das nicht auf einen breiten, routinierten Stamm zurückgreifen kann, machten sich diese Ausfälle spürbar bemerkbar. Die Union versuchte dennoch, mit der jungen Mannschaft das Maximum herauszuholen. „Im Endeffekt ist dann nur das herausgekommen, was möglich war“, sagt Premrou.

Ganz so eindeutig, wie es der Tabellenplatz auf den ersten Blick vermuten lässt, sieht er die Saison aber nicht. Auffällig war aus seiner Sicht, dass die Mannschaft gerade gegen starke Gegner immer wieder konkurrenzfähig war. „Obwohl wir gegen die Top-Fünf Punkte geholt haben, sogar einen Sieg“, erinnert Premrou an eine Phase, in der die Weiberner zeigten, dass sie mit höher eingeschätzten Teams mithalten können. Gerade diese Ausschläge nach oben nähren im Verein die Hoffnung, dass mit etwas mehr Stabilität deutlich mehr drinnen sein könnte.

Vier Neue sollen den Kader breiter machen

Genau dort setzt die Kaderplanung an. Mit Noel Huber für das rechte Mittelfeld, Leon Huber für das zentrale Mittelfeld, Vitor Emanuel Sousa-Oliveira ebenfalls für das Zentrum und Enes Dikbayir für das offensive Mittelfeld hat die Union vier neue Spieler dazubekommen. Premrou betont dabei weniger den Einzeltransfer als den Gesamteffekt: mehr Möglichkeiten im Training, mehr Konkurrenz und vor allem mehr Breite für eine Mannschaft, die im Vorjahr zu oft improvisieren musste.

„Natürlich sind das auch junge Spieler, eine Verstärkung für die Kaderbreite“, sagt Premrou. In der Vorbereitung soll das Team nun so abgestimmt werden, dass es „aggressiv und spielerisch“ auftritt. Der Ansatz ist klar: Die Union will nicht nur robuster werden, sondern mit den neuen Optionen auch fußballerisch mehr Lösungen finden. Große Umbrüche bleiben dennoch aus. Mit Denis Bosnic verlässt nach aktuellem Stand nur ein Innenverteidiger den Verein, weitere Abgänge gibt es laut Premrou offiziell nicht.

Vertrauen in den Trainer, erfahrene Kräfte nur punktuell

Im Vereinsumfeld setzt die Union auf Kontinuität. Im Trainerstab ändert sich nichts, und genau das wird intern als wichtiges Signal gewertet. Premrou spart nicht mit Lob für Coach Patrick Wiesinger, der in Weibern seine erste Station als Trainer absolviert. „Mit unserem jungen Trainer ist es sehr wichtig, dass er hier bleibt. Wir sind sehr froh, dass er hier ist“, sagt der sportliche Leiter. Dazu kommt, dass der Coach laut Premrou nicht nur intensiv mit der Mannschaft arbeitet, sondern auch bei der Verpflichtung einzelner Spieler mitgeholfen hat.

Bei der personellen Lage gibt es daneben nur ein Thema, das die Union im Alltag begleiten dürfte: Einige Spieler denken an ein Karriereende und stehen nur mehr fallweise zur Verfügung, wenn Not am Mann ist. Ansonsten sieht Premrou derzeit keine größeren personellen Sorgen.

Die Tabelle ist zweitrangig, die Punkte nicht

Für die neue Saison formuliert die Union Weibern kein Ziel über einen konkreten Tabellenplatz. Das hängt auch damit zusammen, dass sich laut Premrou in der Liga bei mehreren Vereinen personell einiges getan hat. Weibern wählt daher einen anderen Maßstab. „Unser Ziel ist es nicht, auf die Tabellensituation zu schauen“, sagt Premrou. „Unser Ziel sind 40 Punkte in der Meisterschaft.“

Damit ist die Richtung vorgegeben: weniger Schwankungen, mehr Substanz im Kader und ein Team, das aus seiner Jugend mehr Konstanz entwickeln soll. Wenn die Neuzugänge einschlagen und die Verletzungsprobleme nicht wieder zum bestimmenden Thema werden, will die Union in der kommenden Saison über längere Strecken punkten.