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Union Meggenhofen: „Wir wollen wieder näher an die Aufstiegsplätze heranrücken“

U. Meggenhofen

Nach Rang 5 in der 2. Klasse Mitte-West versucht die Union Meggenhofen den Schwenk zurück in Richtung Spitzengruppe. „Für uns war es eher ein Lehrjahr“, sagt Sportchef Markus Rader im Gespräch mit Ligaportal. Nach einer Saison, in der Offensivabgänge nicht aufgefangen werden konnten, setzt der Verein nun auf drei erfahrene Neuzugänge, ein angepasstes Spielsystem und weiterhin auf den eigenen Nachwuchs.

Gelber Fußball im Tornetz

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Ein Jahr mit Dämpfern und einem klaren Lerneffekt

Die vergangene Saison hat in Meggenhofen vor allem sportlich Spuren hinterlassen. Eigentlich hatte man sich mehr ausgerechnet, doch schon im vorigen Sommer verlor die Mannschaft an Durchschlagskraft. „Es war eine eher durchwachsene Saison. Wir haben durch die Abgänge im vorigen Sommer zwei wichtige Offensivkräfte verloren, die wir leider nicht kompensieren konnten“, sagt Rader.

Dass die Union das Jahr trotzdem nicht nur als Enttäuschung abhakt, hat mit einer bewussten Schwerpunktsetzung zu tun. Der Verein nutzte die schwierige Saison, um junge Spieler näher an die Kampfmannschaft heranzuführen. Rader sagt dazu: „Wir haben versucht, dieses Jahr zu nutzen, damit wir junge Spieler Richtung Kampfmannschaft heranführen.“ Die Ambitionen, weiter vorne mitzuspielen, seien zwar da gewesen, mit einer sehr jungen Mannschaft aber nicht in dem Ausmaß umsetzbar gewesen, wie man es sich erhofft hatte.

Mehr Erfahrung im Kader, Änderungen im System

Genau an diesem Punkt setzt die aktuelle Kaderplanung an. Die Union Meggenhofen holt drei Spieler dazu, die Erfahrung und Stabilität bringen sollen: Daniel Knezevic, ein zentraler Mittelfeldspieler von Wilhering, Mario Gaubinger, ebenfalls fürs zentrale Mittelfeld, von Bad Wimsbach, und Innenverteidiger Philipp Spreitzer von Neumarkt Pötting. Für Rader ist klar, worauf es in den nächsten Wochen ankommt: „Diese Spieler gilt es zu integrieren.“

Dazu soll sich auch auf dem Platz etwas verändern. Der sportliche Leiter kündigt Anpassungen am Spielsystem an, gleichzeitig bleibt die körperliche Arbeit ein zentrales Thema der Vorbereitung. Ganz wichtig ist dabei, dass der Kader von langen Ausfällen verschont geblieben ist. „Gott sei Dank sind wir von Langzeitverletzungen verschont“, sagt Rader. Einige Spieler arbeiten zwar noch an ihrer Rückkehr, größere Rückschläge will man in Meggenhofen aber vermeiden, damit zum Saisonstart möglichst viele Optionen zur Verfügung stehen.

Kontinuität bei der Kampfmannschaft, Bewegung im Nachwuchs

Auf der Trainerbank der Kampfmannschaft bleibt alles beim Alten. Der bisherige Coach, Rene Erkner-Sacherl, führt das Team auch in die neue Saison, was dem kleinen Umbruch auf dem Feld zumindest abseits des Rasens Stabilität gibt. Bewegung gab es dafür im Nachwuchsbereich: Die 1b-Mannschaft wurde im Vorjahr Meister, der bisherige Trainer verabschiedete sich anschließend, um sich wieder stärker seinen beruflichen Tätigkeiten zu widmen.

Als Nachfolger hat der Verein ein Duo aus dem eigenen Ort gefunden. Für die Union ist das mehr als nur eine interne Lösung, weil die Nähe zu den jungen Spielern und der Übergang in Reserve- und Kampfmannschaft eine wichtige Rolle spielen. Gerade nach dem Lehrjahr der Kampfmannschaft passt diese Linie ins Gesamtbild: Der Verein will sportlich wieder weiter nach vorne, ohne die Entwicklung der eigenen Talente aus den Augen zu verlieren.

Das Ziel ist klar formuliert

Für die neue Saison formuliert Rader die Erwartung offen. „Grundsätzlich haben wir schon die Ambitionen, dass wir wieder näher an die Aufstiegsränge heranrücken und mit den Spitzenmannschaften mithalten können“, sagt der sportliche Leiter. Einen Aufstieg kündigt in Meggenhofen niemand an, zu viele Faktoren wie Fitness, Ausfälle und Spielglück spielen in dieser Liga mit hinein. Die Richtung ist dennoch klar: Nach einem Jahr des Lernens soll die Union wieder unangenehmer, stabiler und konkurrenzfähiger werden. Für die Fans bedeutet das eine Mannschaft, die jung geblieben ist, aber nicht mehr nur lernen will.