Zum Saisonauftakt der 2. Klasse Mitte-West trennten sich die ATSV Ammer Tank Sattledt Juniors und die SPG Taufkirchen/Michaelnbach 2:2. Nach einer 1:0-Pausenführung geriet das Heimteam durch zwei Gegentreffer in fünf Minuten plötzlich ins Hintertreffen, antwortete aber spät noch. Trainer David Zehetner sah genau in dieser Phase den Knackpunkt und lobte danach die Moral seiner Mannschaft, die sich den Punkt laut seinem Eindruck ebenso verdient hat wie der Auftaktgegner.

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David Zehetner erlebte eine Partie, die für ihn von Beginn an offen war. „Es war von Anfang an ein relativ ausgeglichenes Spiel“, sagte der Trainer der ATSV Ammer Tank Sattledt Juniors nach dem Schlusspfiff. Seine Mannschaft nutzte in der 21. Minute eine ihrer Möglichkeiten zur Führung, als Lukas Andreas Wirt das 1:0 erzielte. Damit hatte das Heimteam zwar den Start auf seiner Seite, wirklich klar war die Sache für Zehetner aber nie. „Wir konnten in der ersten Halbzeit schon in Führung gehen und hätten auch das zweite oder dritte Tor machen können“, erklärte er. Gleichzeitig blieb der Trainer in seiner Einordnung bewusst ehrlich. Auch die SPG Taufkirchen/Michaelnbach habe schon vor der Pause große Chancen vorgefunden. „Man muss auch sagen, dass die Gegner in der ersten Halbzeit ein, zwei tausendprozentige Chancen liegen gelassen haben“, so Zehetner. Deshalb passte die 1:0-Pausenführung zwar zum Spielstand, sie war für die ATSV Ammer Tank Sattledt Juniors aber noch keine Absicherung.
Die entscheidende Phase folgte kurz nach dem Seitenwechsel. In der 53. Minute glich Daniel Benjamin Linka für die SPG Taufkirchen/Michaelnbach zum 1:1 aus, nur zwei Minuten später legte derselbe Spieler das 1:2 nach. Genau diese kurze Phase blieb bei Zehetner hängen. „In der zweiten Halbzeit haben wir innerhalb von fünf Minuten zwei Gegentreffer kassiert. Das war sicher der Punkt, der das Spiel gedreht hat“, sagte er. Der Trainer machte dafür keine Einzelnen verantwortlich, sondern sprach von Fehlern, die aus dem Mannschaftsverhalten entstanden. „Das waren Unkonzentriertheiten. Wir haben die zwei Kämpfe nicht angenommen und hatten Ballverluste in der Offensivbewegung“, fasste Zehetner diese Minuten zusammen. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft danach nicht auseinanderfiel. Die ATSV Ammer Tank Sattledt Juniors blieben im Spiel und kamen in der 88. Minute durch Maximilian Strobl noch zum 2:2. „Starke Moral von meiner Mannschaft, dass sie nicht gebrochen ist und sich den Punkt noch erkämpft hat“, sagte Zehetner über die späte Antwort.
Trotz der zwei Gegentreffer sah Zehetner mehrere Dinge, auf denen sich aufbauen lässt. Vor allem im Umschalten gefiel ihm der Auftritt seiner Mannschaft. „Gut funktioniert haben unsere Umschaltmomente und das Tempo nach vorne. Das war schon in Ordnung“, meinte der Trainer. Auch das Defensivverhalten bewertete er nicht grundsätzlich negativ. „Unsere Verteidigung war sehr kompakt und hat wenig zugelassen, vor allem die beiden Innenverteidiger“, sagte Zehetner. Gleichzeitig schob er sofort nach, wo für ihn noch der größte Ansatzpunkt liegt. Nicht die letzte Linie allein, nicht das Zentrum allein und auch nicht die Offensive seien für die schwierigen Phasen verantwortlich gewesen. „Als gesamte Mannschaft haben wir teilweise noch zu große Abstände“, erklärte er. Für Zehetner ist deshalb klar, worauf es in den kommenden Wochen ankommt. „Das Wichtigste ist, dass wir als ganze Mannschaft kompakt stehen, damit die Zwischenräume nicht angespielt werden können.“ Genau dieser Punkt fehlte ihm vor allem in jener Phase nach der Pause, in der die Partie gekippt war.
Auch den Gegner ordnete Zehetner nach dem Auftakt als ernsthafte Aufgabe ein. Die SPG Taufkirchen/Michaelnbach sei „sehr, sehr motiviert“ gewesen und habe unbedingt mit einem Sieg starten wollen. Dass die Gäste in dieser Liga vorne mitspielen könnten, wollte der Trainer noch nicht endgültig bewerten, sprach aber von einem „starken Auftaktgegner“. Dazu passte für ihn auch, dass es auf beiden Seiten noch je eine strittige Szene gab. Beim 1:2 sah Zehetner eine Situation, in der man auch auf Elfmeter für die Gäste hätte entscheiden können. Nach dem 2:2 kurz vor Schluss erkannte er auf der anderen Seite ebenfalls eine Aktion, in der ein Strafstoß möglich gewesen wäre. Einen Aufreger wollte er daraus aber nicht machen. Sein Fazit fiel insgesamt ruhig aus: „Beide Mannschaften haben gekämpft, beide Teams haben sich den Punkt verdient.“ Für die ATSV Sattledt Juniors war es damit kein perfekter Start, aber ein Auftakt, aus dem sich laut Zehetner einiges mitnehmen lässt.