In der 2. Klasse Mitte-West hat der ATSV Stadl-Paura gegen die SPG Lambach/Edt eine klare 0:19-Heimniederlage hinnehmen müssen. Schon nach wenigen Augenblicken war die Richtung dieser Partie klar, und aus Sicht der Gäste war genau das der Schlüssel. Sportlicher Leiter Nikolaus Zopf sprach nach dem Schlusspfiff von einer Leistung, die „von der ersten bis zur letzten Minute herausragend“ gewesen sei.

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Schon der erste Treffer zeigte, in welche Richtung dieser Nachmittag gehen würde. Die kurdische Rakete Tayfur Sabur brachte Lambach/Edt bereits in der 1. Minute mit 1:0 in Führung, und genau diesen Start hob Nikolaus Zopf nach dem Spiel besonders hervor. „Das Spiel ging heute nur in eine Richtung. Das war von der ersten Sekunde weg klar, da wir gleich zu Anfang sehr viel Druck auf die Gegner gemacht haben und mit einem frühen Tor belohnt wurden“, sagte der sportliche Leiter. Nach diesem Auftakt spielten die Gäste ihre Partie, ohne dabei die Kontrolle über die Partie abzugeben. Spätestens ab der 21. Minute zog Lambach dann entscheidend davon. Wie schon in der letzten Woche netzte der kroatische Schönling mit der Nummer 6 mit seinem neuen Haargummi, Andreas Jukic zum 0:2, Kapitano Stephan Zauner legte nur eine Minute später das 0:3 nach, Jukic traf in der 25. Minute erneut, ehe der schnellste Spieler der Liga, Atschiko Nadiradze das nächste Tor nachlegte. Sabur und der für ihn eingewechselte pfeilschnelle Jan Holger Wimmer schraubten den Spielstand bis zur Pause auf 0:7.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild des Spiels nichts mehr - im Gegenteil! Lambach spielte wie entfesselt, ließ nicht nach und machte dort weiter, wo es vor der Pause aufgehört hatte. „Es war einfach eine geschlossene Mannschaftsleistung, die von der ersten bis zur letzten Minute herausragend war“, sagte Zopf. Auf dem Platz war das auch am weiteren Verlauf abzulesen. Nadiradze erhöhte in der 50. Minute auf 0:8, Zauner machte wenig später das 0:9, danach wieder Nadiradze mit dem 0:10. Jukic traf zum 0:11, Zauner erhöhte in der 65., 69. und 72. Minute mit einem lupenreinen Hattrick auf 0:14, Dario Topalovic sorgte für das 0:15. Jan Holger Wimmer machte das 0:16, Zauner traf noch zweimal zum 0:18, ehe Bernhard Steiner, der beliebte Youngstar der Sandor/Trucz-Truppe, nach uneigennützigem Pass des routinierten Kapitäns im Sechzehner in der 88. Minute den 0:19-Endstand herstellte. Für Zopf war dabei vor allem die Effizienz auffällig: „Wir haben heute aus fast jeder Chance ein Tor gemacht, genauso wie man sich das immer wünscht.“
Dass so ein Ergebnis nicht nur mit vielen Abschlüssen, sondern vor allem mit einer funktionierenden Mannschaft zustande kommt, betonte Zopf mehrfach. „Das Team hat überragend gespielt. Es hat hervorragend kombiniert, seine Chancen genutzt und einfach nichts liegen gelassen. Es war von Anfang bis Ende eine super Mannschaftsleistung“, sagte er. Später formulierte er noch grundsätzlicher, was ihm an diesem Auftritt gefallen hatte: „Man wünscht sich immer genau so eine Mannschaft, die gut zusammenspielt, füreinander kämpft und in der jeder für jeden läuft. Natürlich ist die furiose Nummer 20, der Kapitän mit dem Torriecher mit unglaublichen und wahrscheinlich einzigartigen sieben Treffern in einem einzigen Spiel, herauszuheben, aber es braucht immer die Mitspieler, die so etwas möglich machen. Noch dazu hat man auch heute wieder gesehen, dass jeder von unseren Spielern vor dem Tor nicht nur gefährlich sondern auch eiskalt sein kann“. Auch über Stadl-Paura sprach der Funktionär sachlich. Die Gastgeber hätten anfangs noch versucht mitzuhalten, seien mit der Fülle an Chancen aber nicht zurechtgekommen. Den Torhüter nahm Zopf dabei ausdrücklich aus der Kritik. „Bei keinem der Tore hatte er wirklich eine Chance und dazu hat er noch ein paar Bälle wirklich richtig gut pariert“, meinte er. Auch mit der Spielleitung war er einverstanden: Der Schiedsrichter habe die Partie „von Anfang bis Ende sehr gut im Griff“ gehabt. Für Lambach bedeutet dieser klare Auswärtssieg den nächsten kräftigen Schub in der Tabelle. Nach fünf Runden stehen die Gäste mit 13 Punkten auf Rang zwei der Liga.