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„Wenn wir am Anfang das 1:0 machen, läuft es anders“ – Union Hofkirchen/Trattnach holt im Derby 1:1-Remis

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Union Hofkirchen/Trattnach
Union Weibern

In der 2. Klasse Mitte-West hat sich die Union Linseder Hofkirchen/Trattnach im Derby gegen die Union GT Weibern mit einem 1:1-Remis begnügen müssen. Nach torloser erster Hälfte brachte Severin Oberndorfer die Gäste in Front, ehe Moritz Peham die Gastgeber in der Schlussphase noch zum 1:1-Ausgleich schoss. Für Hofkirchens Sportchef Harald Linseder war vor allem klar: Zu Beginn wäre für seine Mannschaft mehr drinnen gewesen, am Ende ging das Remis aber in Ordnung.

Blick auf die Beine eines Spielers, im Hintergrund der Schiedsrichter

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Hofkirchen lässt Start ungenützt

Der Punkt, an dem das Derby aus Hofkirchener Sicht vielleicht eine andere Richtung hätte nehmen können, lag für Harald Linseder ganz am Anfang. Der sportliche Leiter schilderte die ersten 45 Minuten so, dass seine Mannschaft besser in die Partie kam und die klareren Möglichkeiten hatte. „In der ersten Halbzeit hat Hofkirchen gleich am Anfang die besseren Chancen gehabt“, sagte er. Weil diese Möglichkeiten aber ungenützt blieben, ging es mit einem 0:0 in die Pause. Genau dort sah Linseder den Bereich, in dem für seine Mannschaft mehr möglich gewesen wäre. „Wenn wir am Anfang gleich das 1:0 oder das 2:0 machen, dann läuft es vielleicht anders“, erklärte er. So blieb das Derby offen, obwohl Hofkirchen nach seiner Einschätzung zunächst die besseren Karten hatte.


Weibern kommt nach der Pause besser ins Spiel

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild laut Linseder spürbar. „In der zweiten Halbzeit hat Weibern besser gespielt und auch mehr Chancen gehabt“, sagte er über die Phase, in der die Gäste mehr Zugriff bekamen. In der 64. Minute schlug sich das auch im Ergebnis nieder, als Severin Oberndorfer das 0:1 für Weibern erzielte. Hofkirchen musste danach reagieren und gab sich in diesem Derby nicht geschlagen. In der 83. Minute gelang schließlich noch der Ausgleich, als Moritz Peham zum 1:1 traf und den Gastgebern damit den Punkt sicherte. Für Linseder war dieses späte Tor wichtig, weil seine Mannschaft nach dem Rückstand noch einmal zurückkam. Gleichzeitig blieb seine Einordnung nüchtern: „Im Grunde war das Unentschieden ein gerechtes Ergebnis.“

Teamgeist als Plus, Chancenverwertung als Manko

Dass Linseder das Remis unterm Strich akzeptierte, lag nicht nur am späten Ausgleich, sondern auch an seiner Einschätzung des Gegners. „Weibern hat gut kombiniert und einige Torabschlüsse kreiert“, sagte er über die Gäste, die nach seiner Beobachtung in der zweiten Halbzeit stärker wurden. Gleichzeitig sprach er offen an, was seiner Mannschaft gefehlt hat. „Gefehlt hat vorwiegend die Chancenauswertung in der ersten Halbzeit“, meinte er, ergänzte aber ebenso, dass auch Weibern Möglichkeiten liegen ließ. Gerade deshalb passte für ihn das 1:1 am Ende. Was er bei seiner eigenen Mannschaft trotzdem hervorhob, war das, was Hofkirchen auch in schwierigen Phasen im Spiel hielt. „Besonders funktioniert bei uns immer der Teamgeist, der Kampf und der Zusammenhalt. Das ist eine eingeschworene Truppe.“ Diese Haltung war aus seiner Sicht mitentscheidend dafür, dass nach dem 0:1 noch einmal zurückgeschlagen wurde.

Derby mit Stimmung und fairem Rahmen

Zum Charakter der Partie passte auch alles rundherum. Linseder sprach von rund 300 Zuschauern und einem Rahmen, wie man ihn sich bei einem Nachbarschaftsduell erwartet. „Es war ein richtiges Nachbarschaftsderby“, sagte er und nannte eine „super Stimmung“ sowie bengalische Feuer. Wichtig war ihm aber auch, dass die Begegnung trotz der Rivalität fair geblieben sei. „Es war eigentlich fair“, so seine Einschätzung. Positiv beurteilte er außerdem den Unparteiischen: „Schiedsrichter Kabashi hat eine super Leistung gebracht und keine gravierenden Fehlentscheidungen gehabt.“ Selbst abseits des Platzes blieb der Ton laut Linseder passend zu diesem Derby. „Auch die Zuschauer sind nachher noch beisammen gestanden und haben gemeinsam getrunken.“ Für die Union Hofkirchen bedeutet das 1:1 in Runde fünf einen weiteren Zähler, mit 10 Punkten bleibt die Mannschaft damit im Spitzenfeld der Liga.

2. Klasse Mitte-West: Union Hofkirchen : Weibern - 1:1 (0:0)

  • 83
    Moritz Peham 1:1
  • 64
    Severin Oberndorfer 0:1