In der 2. Klasse Mitte-West hat die Union Linseder Hofkirchen/Trattnach beim ASV Raika Niederthalheim mit 4:1 gewonnen und schon vor der Pause klare Verhältnisse geschaffen. Sportchef Harald Linseder machte vor allem den frühen Doppelschlag zum Schlüssel des Freitagabends: „Ganz wichtig war, dass wir nach dem 1:0 gleich das 2:0 gemacht haben.“ Danach, so sein Eindruck, hatte Hofkirchen die Partie lange fest im Griff.

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Schon in den ersten Minuten lief der Abend ganz nach dem Geschmack der Gäste. Jakob Berndorfer brachte Hofkirchen in der 8. Minute mit 1:0 in Führung, nur fünf Minuten später folgte das 2:0 durch ein Eigentor von Jakob Schlager. Für Linseder war genau diese Phase der Punkt, an dem sein Team die Partie auf seine Seite zog. „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet und haben gleich früh das 1:0 gemacht“, sagte er. Noch wichtiger sei gewesen, dass seine Mannschaft sofort nachlegte. Danach, so schilderte es der sportliche Leiter, habe Hofkirchen das Spiel „richtig kontrolliert“. Bis zur Pause wurde diese Überlegenheit auch auf der Anzeigetafel deutlich: Csaba Varga erhöhte in der 32. Minute auf 3:0, Berndorfer machte in der 36. Minute seinen zweiten Treffer zum 4:0-Halbzeitstand. Linseder formulierte es klar: „Bis zum 4:0 haben wir das Spiel komplett dominiert, und Niederthalheim hat in der ersten Halbzeit keine richtige Torchance gehabt.“
Dass Hofkirchen aus dieser ersten Hälfte mit vier Treffern hinausging, war aus Sicht des Funktionärs kein Zufall. Er sah vor allem die Konsequenz vor dem Tor als großen Unterschied. „In der ersten Halbzeit haben wir die Chancen, die wir bekommen haben, auch genutzt“, sagte Linseder. Genau das spiegelte der Spielverlauf wider: Hofkirchen war das aktivere Team, blieb in den entscheidenden Momenten konsequent und ließ den Gastgebern zunächst kaum Luft. Nach der Pause veränderte sich das Bild laut Linseder zumindest ein Stück weit. Er sprach von einer ausgeglicheneren zweiten Halbzeit, in der Niederthalheim „die eine oder andere Torchance“ hatte. Der einzige Treffer der Heimischen fiel in der 77. Minute, als Amar Udovcic auf 1:4 stellte. Am Gesamteindruck änderte das aus Sicht der Gäste aber nichts. „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel einfach kontrolliert und dann nichts mehr anbrennen lassen“, sagte Linseder. Auch seine Einschätzung zum Gegner blieb dabei sachlich: Abgesehen vom Treffer und wenigen Möglichkeiten seien bei Niederthalheim „sonst Chancen eigentlich Mangelware“ gewesen.
Hinter dem klaren Auswärtssieg steckte für die Union Hofkirchen nicht nur ein guter Start, sondern auch die Art, wie die Mannschaft das Spiel gegen den Ball annahm. Linseder hob genau diesen Punkt mehrfach hervor. „Die Mannschaft hat die Zweikämpfe angenommen und sehr gut dagegengehalten“, sagte er. Für ihn war das ein wesentlicher Teil des Auftritts, weil Hofkirchen damit die Kontrolle nach dem frühen Vorsprung nicht mehr hergab. Bemerkenswert war für ihn außerdem, dass die Begegnung trotz allem Einsatz sauber blieb. „Es war eine ganz, ganz faire Partie. Zweikampfbetont, aber fair“, meinte Linseder. Auch mit der Leistung des Unparteiischen zeigte er sich einverstanden: „Schiedsrichter Lukic hat nichts vertan und eigentlich eine sehr gute Leistung geboten.“ Dazu kam aus Sicht der Gäste ein klarer Vorteil auf den Rängen. Obwohl es ein Auswärtsspiel war, fühlte sich die Unterstützung für Hofkirchen laut Linseder fast wie daheim an. „Von der Stimmung her war es eigentlich ein Heimspiel, weil sehr, sehr viele Fans von uns dabei waren und die Mannschaft kräftig unterstützt haben.“ Mit dem 4:1 hält Hofkirchen nach sechs Runden bei 13 Punkten und steht damit in der Spitzengruppe der Liga auf Rang drei.