In der 2. Klasse Mitte-West hat der FC Union Steinerkirchen am Sonntagnachmittag gegen die Union Meggenhofen mit 1:2 verloren. Die Gäste legten mit zwei Treffern nach Standards vor, verteidigten den Vorsprung danach mit viel Einsatz und überstanden auch eine stärkere Phase der Heimelf nach der Pause. Für Markus Rader war genau das der Kern dieses Auswärtssieges: Effizienz bei ruhenden Bällen und eine lange Zeit sehr kompakte Defensivarbeit.

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Markus Rader hatte nach dem Schlusspfiff schnell benannt, wo dieses Spiel seinen Anfang nahm. „Es war aus meiner Sicht ein sehr intensiver Beginn. Beide Mannschaften wollten unbedingt den ersten Akzent setzen“, sagte der sportliche Leiter. Diesen ersten Akzent setzten dann allerdings die Gäste. Schon in der 7. Minute fiel das 0:1 durch Stefan Kaser, und aus Sicht von Rader war genau dieser frühe Treffer ein erster wichtiger Schritt. „Wir konnten nach sieben Minuten durch eine Standardsituation das 1:0 erzielen, was uns schon einen gewissen Polster gegeben hat“, erklärte er. Meggenhofen blieb gerade bei ruhenden Bällen gefährlich und nutzte diese Stärke ein zweites Mal kurz vor der Pause. Jakob Berghammer sorgte in der 45. Minute für das 0:2. „Das 1:0 und auch das 2:0 kurz vor der Pause waren eigentlich die entscheidenden Situationen“, sagte Rader. Zum ersten Treffer schilderte er einen langen Freistoß Richtung Tor, der nach dem ersten Aufspringen per Kopf verlängert wurde und dann im Netz landete. Das zweite Tor fiel nach einem Eckball, der im kurzen Eck versenkt wurde. „Wir haben die Unachtsamkeiten des Absteigers ausgenutzt“, sagte Rader. „Wir haben unsere Standardsituationen gnadenlos genutzt.“
Mit dem 0:2 im Rücken hatte Meggenhofen das Ergebnis auf seiner Seite, spielerisch lief aus Sicht des Tabellenführers aber nicht alles nach Wunsch. „Offensiv waren wir nicht wirklich in der Lage, gute Akzente zu setzen“, räumte Rader offen ein. Umso wichtiger war, dass die Gäste gegen den Ball über weite Strecken sehr stabil blieben. Rader sprach von einer „eigentlich sehr kompakten“ Defensivleistung, mit der man dem Druck von Steinerkirchen lange standgehalten habe. Nach der Pause änderte sich das Bild dann aber spürbar. Die Heimelf wurde aggressiver, war laut Rader besser im Spiel und konnte auch spielerisch mehr Akzente setzen. Der Anschlusstreffer durch Andreas Bauer in der 78. Minute machte die Schlussphase noch einmal eng und gab der Partie aus Sicht der Gastgeber neue Hoffnung. Meggenhofen musste in dieser Phase deutlich mehr arbeiten als vor der Pause. „Mit etwas Glück und gutem Defensivverhalten konnten wir den knappen Sieg sichern“, fasste Rader diese Schlussphase zusammen. Damit blieb es beim 2:1 für die Gäste, obwohl Steinerkirchen nach dem Seitenwechsel klar mehr Druck machte als noch im ersten Abschnitt.
Rader stellte zugleich klar, dass der Sieg nicht darüber hinwegtäuschen solle, wie unangenehm der Gegner über weite Strecken war. Steinerkirchen sei in der ersten Hälfte etwas zurückhaltender gewesen und habe durch die zwei Gegentore einen Dämpfer bekommen, sagte er. Nach dem Seitenwechsel habe die Mannschaft dann aber „aggressiver gespielt und auch spielerisch überzeugt“. Dazu kam aus seiner Sicht, dass nicht viele klare Chancen zugelassen wurden, Steinerkirchen aber dennoch einige gute Situationen vorfand. „Es hat etwas das Abschlussglück gefehlt, aber grundsätzlich ist das eine gute bis sehr gute Mannschaft, die auf alle Fälle vorne mitspielen wird“, sagte Rader über den Gegner. Neben den Toren blieb dem sportlichen Leiter vor allem eine andere Szene in Erinnerung. Mitte der ersten Halbzeit verletzte sich ein Meggenhofner Spieler nach einem Zweikampf am Hinterkopf, musste wegen Schwindels ausgewechselt werden und wurde mit der Rettung abtransportiert. Rader betonte, dass es keine überharten oder unfairen Aktionen gegeben habe. „Wir sind sehr froh, dass er sich schon gemeldet hat und dass es nichts Schlimmeres ist“, sagte er.
Für die Union Meggenhofen hat dieser knappe Auswärtssieg jedenfalls auch tabellarisch Gewicht. Nach sechs Runden hält die Mannschaft bei 18 Punkten und bleibt damit an der Tabellenspitze, vor Lambach/Edt. Dass Rader die drei Punkte trotzdem als „glücklich“ bezeichnete, passt gut zu seiner Einordnung dieses Nachmittags. Meggenhofen war bei Standards sehr effizient, stand lange stabil und ließ hinten wenig zu, hatte aber selbst nach vorne nicht durchgehend die gewünschte Klarheit. Genau darauf wird es aus seiner Sicht schon im nächsten Spiel wieder ankommen. Am Freitag wartet das Spitzenspiel gegen Lambach/Edt, und Rader machte keinen Hehl daraus, dass dafür noch eine Steigerung nötig sein wird. „Wir freuen uns schon auf Freitag. Da gilt es, eine ähnliche Leistung zu bringen, aber spielerisch überzeugender aufzutreten, damit wir auch da erfolgreich den Platz verlassen können“, sagte er. So nahm Meggenhofen aus Steinerkirchen zwar einen knappen, aber sehr wertvollen Sieg mit.