In der 2. Klasse Mitte-West haben sich die ATSV Ammer Tank Sattledt Juniors und die Union GT Weibern am Samstagnachmittag mit einem 1:1-Unentschieden getrennt. Nach einem 0:1 zur Pause lief Sattledt lange einem Rückstand nach, kam aber noch einmal zurück. Co-Trainer Sali Aras sah am Ende ein gerechtes Remis, sprach aber auch klar an, was seiner Mannschaft im letzten Drittel gefehlt hat.
Sattledt fand nach den Worten von Aras von Beginn an nie richtig in die Partie. "Wir sind von der ersten Minute nicht wirklich ins Spiel reingekommen und haben uns schwergetan, Chancen zu kreieren", sagte der Co-Trainer nach dem Schlusspfiff. Damit war der Grundton des Nachmittags aus Sicht der Gastgeber schon früh gesetzt. Vieles blieb Stückwerk, weil im Aufbau die Leichtigkeit fehlte und nach vorne zu wenig Durchschlagskraft da war. Kurz vor der Pause kam dann jener Moment dazu, der die Lage weiter verschärfte. Ein Fehler in der Abwehr brachte Weibern in Führung, zur Halbzeit lagen die Juniors daher 0:1 zurück. Mit diesem Rückstand im Rücken wurde es nach dem Seitenwechsel naturgemäß noch schwieriger, weil Sattledt nun nicht nur mehr Spielanteile brauchte, sondern auch endlich zwingender werden musste.
Die Juniors kamen nach der Pause aber noch einmal zurück und schafften den Ausgleich, was Aras ausdrücklich positiv hervorhob. "Positiv war, dass wir den Rückstand aufgeholt und noch einmal den Ausgleich erzielt haben", sagte er. Gerade deshalb blieb die Partie in seiner Wahrnehmung bis zum Ende offen, auch wenn er insgesamt keine klar überlegene Mannschaft gesehen hat. "Wenn man ehrlich ist, war keine der beiden Mannschaften überlegen", meinte Aras. Nach dem 1:1 habe Weibern zwar noch ein paar Möglichkeiten auf den Sieg gehabt, gleichzeitig blieb aber auch Sattledt im Spiel und suchte weiter den Weg nach vorne. In der Schlussphase drückten die Gastgeber noch einmal stärker. "Wir haben noch mehr Druck ausgeübt und sind rund um den Sechzehner zu Halbchancen gekommen", sagte Aras. Für den späten Siegtreffer reichte es allerdings nicht mehr.
In seiner Analyse des Gegners wurde Aras dann sehr konkret. Weibern habe vor allem mit tiefen Pässen in die Schnittstellen und mit Tempo über die Flügel immer wieder unangenehme Situationen erzeugt. "Über die Seiten waren sie gefährlich, weil sie dort zwei schnelle Spieler gehabt haben", erklärte der Co-Trainer. Vor allem die Bälle hinter die Viererkette hätten seiner Mannschaft Probleme bereitet. Gleichzeitig wollte er den Spielverlauf aber nicht allein mit der Stärke des Gegners erklären. Aus seiner Sicht war entscheidend, dass Sattledt den Gästen durch eigene Fehler überhaupt erst Räume und Möglichkeiten eröffnet hat. "Durch einen Fehler von uns haben wir den Gegner in Führung gebracht. Generell sind die Chancen, die sie gehabt haben, trotzdem durch unsere Eigenfehler entstanden", sagte Aras. Das passt zu seiner Gesamtbewertung, wonach die Partie zwar hart umkämpft, aber auf keinem hohen spielerischen Niveau war.
Am klarsten wurde Aras bei der Frage, warum aus dem Heimspiel am Ende nicht doch mehr geworden ist. Für ihn lag der Knackpunkt im letzten Drittel, wo die Sattledt Juniors zu oft den einfachen Weg suchte und die gefährlichen Bälle nicht konsequent genug spielte. "Uns hat die Genauigkeit im letzten Spielfelddrittel gefehlt. Wir müssen die entscheidenden Pässe in die gefährliche Zone spielen und dürfen nicht immer auf Sicherheit gehen", sagte er. Wenn seine Mannschaft dort mutiger und schneller agiert, wäre seiner Einschätzung nach schon vor der Pause mehr möglich gewesen. Genau diesen Schritt fordert er nun auch für die nächsten Aufgaben ein. "Nächste Woche wollen wir noch einmal angreifen und wieder drei Punkte holen", stellte Aras klar. Trotz einiger Veränderungen im Kader will Sattledt den nächsten Sieg nun nicht mehr lange auf sich warten lassen.