In der 2. Klasse Mitte-West hat Union GT Weibern gegen Union Meggenhofen zwar stark begonnen, am Ende aber ein deutliches 1:4 hinnehmen müssen. Für Markus Rader, den Sportlichen Leiter der Gäste, lag der Unterschied vor allem in der Effizienz: Seine Mannschaft fand zunächst schlecht hinein, nutzte dann aber ihre Möglichkeiten vor der Pause beinahe perfekt und legte damit früh den Grundstein für den Auswärtssieg.

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Rader machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft zunächst große Probleme hatte. „Die Weiberner Heimmannschaft ist sehr gut in die Partie gekommen, hat sehr engagiert begonnen und versucht, Torschancen zu kreieren“, sagte er. Meggenhofen sei mit dieser Anfangsphase „etwas überfordert“ gewesen und habe „ganz schlecht in die Partie“ gefunden. Nach seiner Einschätzung gehörten die ersten 20 Minuten klar den Gastgebern. Umso bemerkenswerter war aus Sicht der Gäste, wie rasch sich das Bild auf der Anzeigetafel drehte. Mit einzelnen Nadelstichen schlug Meggenhofen plötzlich zu und ging noch vor der Pause mit 3:0 in Führung. Den Anfang machte Michael Past in der 22. Minute, ehe nur vier Minuten später ein Eigentor von Dominik Wieländer das 0:2 brachte. In der 31. Minute legte Mario Gaubinger nach und stellte schon früh auf 0:3.
Gerade diese Phase stellte Rader in seiner Analyse in den Mittelpunkt. „Die ersten drei Tore innerhalb von gut zehn Minuten waren eigentlich spielentscheidend“, sagte der Sportliche Leiter. Das erste Tor sei „sehr schön herausgespielt“ gewesen, mit einem Steilpass und dem „perfekten Abschluss“ von Michael Past. Beim zweiten Treffer habe eine Drucksituation dazu geführt, dass der Ball von Dominik Wieländer ins eigene Tor geklärt wurde. Das dritte Tor fiel laut Rader nach einer Standardsituation, bei der Mario Gaubinger noch entscheidend verlängern konnte. Für Meggenhofen war das eine Phase, in der aus wenigen Offensivaktionen maximaler Ertrag entstand. „Wir haben unsere wenigen Situationen eiskalt ausgenutzt und dementsprechend eine komfortable Führung erzielt“, fasste Rader zusammen. Genau darin lag aus seiner Sicht auch der größte Unterschied an diesem Nachmittag.
Nach dem Seitenwechsel sah Rader zunächst keinen Bruch im Spielverlauf. „Nach der Pause ging es ähnlich weiter“, erklärte er. Meggenhofen habe nun zwar auch bessere Aktionen gehabt, diese aber vorerst nicht in weitere Tore ummünzen können. Weibern blieb engagiert und suchte weiter nach Möglichkeiten, kam nach Einschätzung des Meggenhofen-Funktionärs aber nur zu einigen Halbchancen und zu wenig wirklich Zwingendem. In der 65. Minute wurde es durch das Eigentor von David Gruber noch einmal etwas enger, weil Weibern auf 1:3 verkürzte. Rader ordnete den Treffer aber klar ein: „Der Anschlusstreffer hat am Spielverlauf generell nichts bewirkt.“ Seine Mannschaft sei in der Defensive „größtenteils stabil und sicher gestanden“, auch wenn die Null am Ende nicht gehalten werden konnte. Den Schlusspunkt setzte schließlich erneut Mario Gaubinger, der in der 86. Minute mit dem 1:4 alles endgültig entschied.
Neben dem klaren Auswärtssieg nahm Rader noch einen zweiten positiven Punkt aus Weibern mit. „Sehr erfreulich war auch, dass wir die Verletzungen und Sperren mit eigenen Leuten ersetzen konnten“, sagte er. Es habe einige Veränderungen gegeben, dennoch hätten alle eingesetzten Spieler „eine gute Leistung abrufen“ können. Auch deshalb blickt man in Meggenhofen optimistisch auf die nächsten Wochen. Der Auftritt war laut Rader spielerisch zwar nicht über die gesamte Distanz überzeugend, in den entscheidenden Szenen aber sehr erwachsen und vor allem konsequent. Dass die Partie insgesamt fair geführt wurde und der Schiedsrichter laut Rader „eine grundsätzlich sehr solide Leistung“ zeigte, passte ins Bild eines Auswärtsspiels, das die Gäste nach dem schwierigen Start sauber auf ihre Seite brachten. In der Tabelle bleibt Meggenhofen nach der achten Runde damit mit 21 Punkten auf Rang zwei und hält den Kontakt zur Spitze.