Im Spiel der 2. Klasse Mitte-West musste sich FC Union Steinerkirchen der SPG Taufkirchen/Michaelnbach mit 1:2 geschlagen geben. Nach einer starken Anfangsphase gerieten die Gastgeber früh in Rückstand, kamen erst in der Nachspielzeit zum Anschlusstreffer und standen am Ende erneut mit leeren Händen da. Trainer Branko Cvrtak sprach von einer „bitteren Niederlage“ und sah vor allem die bessere Effizienz der Gäste als Unterschied.

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Es war genau die Art von Niederlage, die Cvrtak nach dem Schlusspfiff besonders weh tat. „Es ist eine bittere Niederlage, weil meine Mannschaft alles gegeben hat“, sagte der Steinerkirchen-Trainer. Gerade deshalb ärgerte ihn, dass seine Mannschaft aus seiner Sicht ordentlich in die Partie gefunden hatte. „Wir waren gut in der Partie und haben uns gleich 2 aussichtsreiche Chancen erarbeitet.“, so Cvrtak. Umso schwerer wog das 0:1 in der 6. Minute, als Bernd Martl für Taufkirchen traf. Der Coach sprach von einem „Traumtor“ und sah darin einen Treffer, der nicht oft gelingt. Trotz dieses frühen Rückschlags blieb für ihn wichtig, dass seine Mannschaft die Ordnung nicht verlor. „Wir mussten uns nach dem 0:1 ein wenig sammeln, sind dann aber noch stärker in die Partie gekommen“, sagte er. Im Laufe der ersten Halbzeit ließ der FC Steinerkirchen zahlreiche gute Chancen liegen. Zur Pause lag Steinerkirchen dennoch mit 0:1 zurück.
Auch nach dem Seitenwechsel war das Spiel aus Sicht des Heimtrainers lange offen. Cvrtak sprach von einer Begegnung „auf Augenhöhe“ und schilderte, dass Taufkirchen zwar viele Konter gefahren, sich insgesamt aber auch sehr tief zurückgezogen habe, was den Spielaufbau erheblich erschwerte. Steinerkirchen habe weiter versucht, Druck aufzubauen und zu Chancen zu kommen, doch vor dem Tor habe das letzte Stück Entschlossenheit gefehlt. „Wir haben verpasst, den längst überfälligen Ausgleich zu erzielen“, sagte der Trainer. Genau darin lag für ihn einer der Knackpunkte des Nachmittags. Während die Gastgeber ihre Möglichkeiten nicht sauber zu Ende spielten, blieb Taufkirchen effizient. In der 78. Minute erhöhte Nermin Dzinic auf 0:2. „Nach dem 2:0 war die Partie quasi entschieden“, meinte Cvrtak. Dass Nico Mayr in der 93. Minute noch auf 1:2 verkürzte, änderte am Ausgang nichts mehr. Der Treffer fiel laut Cvrtak in der letzten Aktion des Spiels und kam damit zu spät, um noch etwas Zählbares mitzunehmen. "Es freut uns für Nico, denn er hat mit erst 16 Jahren seinen ersten KM-Treffer gemacht. Leider war nach dem Treffer das Spiel aus."
In seiner Analyse rückte Cvrtak die personelle Situation deutlich in den Mittelpunkt. Er sprach davon, dass Steinerkirchen derzeit nur ein sehr schmaler Kader zur Verfügung steht und bis zu acht Spieler aus Kampfmannschaft und erweitertem Aufgebot fehlen. Das sei in einer intensiven Partie über neunzig Minuten nicht leicht aufzufangen. Der Trainer machte seiner Mannschaft deshalb keinen Vorwurf, wohl aber beschrieb er eine Entwicklung, die mit zunehmender Spielzeit spürbar geworden sei. „Mit Fortdauer des Spiels ist uns immer mehr die Entschlossenheit, dieser unbedingte Wille, abhandengekommen“, sagte er. Dazu sei es immer schwieriger geworden, die Konzentration hochzuhalten und bis zum Ende zielstrebig zu bleiben. Gerade in solchen Phasenmacht sich fehlende Breite im Kader besonders bemerkbar.
Trotz der nächsten Niederlage wollte der Steinerkirchen-Coach die Leistung nicht kleinreden. „Die erste Halbzeit war sehr, sehr gut von uns“, sagte er und hob mehrere Punkte hervor, die ihm gefallen hatten. Seine Mannschaft sei im Angriff gut organisiert gewesen, aggressiv in die Zweikämpfe gegangen und habe eine hohe Laufbereitschaft gezeigt. Auch die Konter des Gegners seien über weite Strecken ordentlich verteidigt worden. „Die Leidenschaft, also der Kampfgeist, hat gepasst. Es sind sehr viele gute Sachen dabei. Nur das einzig nicht Gute daran sind die Ergebnisse zurzeit“, fasste Cvrtak zusammen. Über Taufkirchen sprach er mit Respekt und nannte die Gäste eine erfahrene, technisch sehr gute Mannschaft, die er schon zu Saisonbeginn zum Favoritenkreis gezählt hatte. Auch den Schiedsrichter beurteilte er klar positiv, selbst wenn für ihn ein bitterer Nachgeschmack blieb, weil Steinerkirchen seiner Meinung nach zumindest einen Handelfmeter hätte bekommen müssen in der ersten Halbzeit. Alles in allem eine bittere Niederlage gegen einen sehr guten Gegner aus Taufkirchen, den man auf Augenhöhe begegnet ist.