In der 2. Klasse Mitte-West hat die SPG Taufkirchen/Michaelnbach am Freitagabend mit einem 4:1-Erfolg gegen die SPG Lambach/Edt ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Die Gastgeber lagen schon zur Pause 4:0 vorne und setzten damit genau jenen Plan um, den Trainer Christoph Weidenholzer nach dem Schlusspfiff hervorhob: kompakt verteidigen, tief stehen, schnell umschalten und die Räume hinter der Gästeabwehr konsequent nutzen.

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Christoph Weidenholzer musste nach dem Abpfiff nicht lange überlegen, als es um den Schlüssel zum Heimsieg ging. „Meine Mannschaft ist von der ersten Minute an kompakt in der Defensive gestanden. Lambach ist offensiv eine sehr starke Mannschaft, wir haben auf Konter gespielt und das ist gleich aufgegangen“, sagte der Trainer. Genau so begann die Partie auch. Bereits in der 5. Minute brachte Bernd Martl die Hausherren in Führung. Weidenholzer schilderte den Treffer als langen Einwurf von Michael Jukic auf David Glaser, der querlegte, sodass Martl nur noch einschieben musste. Das frühe 1:0 spielte Taufkirchen/Michaelnbach natürlich voll in die Karten, weil die Gastgeber ihren Plan danach nicht ändern mussten.
Was danach folgte, war aus Sicht der Gastgeber eine erste Halbzeit, in der fast jeder Umschaltmoment gefährlich wurde. In der 12. Minute erhöhte David Glaser auf 2:0. Weidenholzer beschrieb die Szene als Ballgewinn mit anschließendem tiefen Pass aus der eigenen Hälfte, bei dem Glaser allein auf den Tormann zulief, ihn überspielte und sicher einschob. In der 20. Minute legte Glaser seinen zweiten Treffer nach. Dieses Mal kam der tiefe Ball von Manuel Wiesinger, ehe der Angreifer laut seinem Trainer einen Verteidiger mitnahm und den Ball „mit dem linken Fuß in den Winkel hinaufgeschlagen“ habe. Spätestens mit dem 4:0 in der 30. Minute durch Viktor Benedek war der Abend klar in Richtung der Heimelf gekippt. Auch dieses Tor gefiel Weidenholzer besonders, weil Bernd Martl mit einem Seitenwechsel auf Nermin Dzinic den Angriff einleitete und danach quergelegt wurde. „Traumtore eins nach dem anderen. Schöner kann man es nicht spielen. Und uneigennützig von meiner Truppe“, sagte der Trainer. Zur Pause stand es damit bereits 4:0.
Dass die Gäste insgesamt mehr vom Ball hatten, verschwieg Weidenholzer dabei gar nicht. „Lambach hat mehr Spielanteile gehabt. Wir sind tief gestanden, haben gut gegen den Ball gearbeitet. Jeder ist für jeden gerannt, also kämpferisch und auch spielerisch eine Topleistung von meiner Mannschaft“, erklärte er. Damit brachte er den Verlauf dieses Abends recht klar auf den Punkt, ohne sich dabei etwas schönzureden. Lambach war nach vorne durchaus gefährlich und kam in der 56. Minute durch Leonard Sulejmani noch zum 4:1, mehr änderte sich am Ergebnis aber nicht mehr. Weidenholzer ordnete auch den Gegner fair ein und sagte: „Offensiv sind sie brutal stark, aber vielleicht sind sie um ein paar Meter zu hoch gestanden. Dadurch haben wir einfach die Konterchancen gehabt.“ Genau diese Konterchancen nutzte seine Mannschaft in der ersten halben Stunde beinahe ideal.
Zum Gesamtbild dieses Abends passte für den Trainer auch, dass die Partie ohne große Diskussionen über die Bühne ging. „Es war eine komplett faire Partie und Schiedsrichter Hüttler hat ganz solide gepfiffen. Es war aber nichts zu pfeifen“, meinte Weidenholzer. Noch deutlicher fiel sein Urteil über die eigene Mannschaft aus. „Perfekt hat das Umschaltspiel funktioniert und die kämpferische Leistung. Heute gibt es eigentlich nichts Negatives zu sagen von meiner Mannschaft.“ Dazu kam für ihn vor allem die Haltung seiner Elf: „Wir waren einfach fokussiert. Wir wollten das Spiel heute unbedingt gewinnen.“ Mit dem 4:1 gegen den Tabellenführer bleibt die SPG Taufkirchen/Michaelnbach in Runde neun jedenfalls ganz vorne dran und hat gezeigt, wie gefährlich eine Mannschaft werden kann, wenn der Plan vom Anpfiff weg aufgeht.