Spielberichte

„Wir haben den Matchplan konsequent umgesetzt.“ – Union Steinerkirchen holt in Bad Wimsbach 3:0-Sieg

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Bad Wimsbach Juniors
FC Steinerkirchen

In der 2. Klasse Mitte-West haben die SK Wimsbach Juniors am Sonntagnachmittag gegen den FC Union Steinerkirchen mit 0:3 verloren. Aus Sicht von Neo-Trainer Branko Cvrtak war der Auswärtssieg die Folge eines klaren Plans: tief stehen, Räume eng machen und nach Ballgewinnen schnell umschalten. „Wir wussten, dass wir sie auskontern können“, sagte der neue Trainer, der vor allem das geschlossene Defensivverhalten des Absteigers hervorhob.

Pinker Fußball neben Torstange

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Klarer Plan trägt schon vor der Pause

Steinerkirchen ging die Partie laut Cvrtak bewusst anders an als sonst. „Entgegen unserer normalen Spielweise haben wir sehr viel auf Kontersituationen gesetzt“, erklärte der Trainer. Der Grund dafür war für ihn klar, denn Wimsbach sei „für mich die technisch beste Mannschaft der Liga“ und versuche mit vielen Kurzpässen Lücken zu finden. Genau das wollte Steinerkirchen mit einem tiefen Block verhindern. Nach Cvrtaks Eindruck ging der Plan in der ersten Hälfte voll auf: Wimsbach hatte zwar viel Ballbesitz, kam aber zu keinem zwingenden Abschluss. Steinerkirchen setzte immer wieder Nadelstiche nach vorne, nutzte einen dieser Ballgewinne in Minute 24 zum 0:1 durch Moritz Dickinger und legte in Minute 35 nach. „Wir waren nicht ganz unverdient 2:0 in Führung“, sagte Cvrtak. Den zweiten Treffer erzielte Jan Panholzer per Freistoß, den der Trainer als „phantastischen Freistoß per Latte zum 2:0“ beschrieb. "Beide Treffer waren technisch brillant.", meinte der Coach des Absteigers.


Mayr macht den Deckel drauf, Wimsbach bleibt trotzdem am Drücker

Auch nach der Pause änderte sich das Bild aus Sicht des Steinerkirchen-Coaches zunächst nicht grundlegend. Wimsbach trat noch aggressiver und noch dominanter mit dem Ball auf, Steinerkirchen blieb aber diszipliniert und ließ laut Cvrtak weiterhin wenig zu. „Sie haben keine richtig zwingende Torchance zum 1:2 vorgefunden“, sagte er über diese Phase. Dann fiel in Minute 56 das 0:3, das dem Spiel eine klare Richtung gab. Nach einem abgewehrten Eckball traf Fabio Mayr aus rund 25 Metern, Cvrtak sprach von einem „unglaublich schönen Tor“ ins Kreuzeck. Danach zog sich Steinerkirchen noch tiefer zurück. „Teilweise hatten wir neun Spieler hinter dem Ball“, erzählte der Trainer. Ganz vorbei war die Partie damit aber noch nicht, denn Wimsbach drückte weiter und kam laut Cvrtak ab der 80. Minute noch zu zwei oder drei guten Möglichkeiten. Ein Treffer fiel dennoch nicht mehr, weil Steinerkirchen die Schlussphase konsequent verteidigte.

Warum hinten die Null stand

Dass hinten die Null stand, führte Cvrtak nicht auf einen einzelnen Spieler zurück, sondern auf die Arbeit der gesamten Mannschaft. „Das Defensivverhalten der ganzen Mannschaft war extrem gut“, betonte er. Schon vorne habe Andreas Bauer als einzige Spitze viel gearbeitet, dahinter sei das Mittelfeld im Zentrum wie auf den Flügeln kompakt gestanden. Dazu, so der Trainer, gewann seine Elf viele zweite Bälle, attackierte aggressiv, ohne sich in unnötige Fouls zu verlieren, und stand auch in der Viererkette sehr sicher. Einen wichtigen Anteil schrieb er außerdem Torhüter Nico Schwarz zu, der „die nötige Sicherheit ausgestrahlt“ habe. Cvrtak sprach deshalb insgesamt von einer „extrem guten Mannschaftsleistung defensiv“, die gegen einen Gegner dieser Qualität nötig gewesen sei. Gerade weil Wimsbach viel über den Ball komme, sei diese Geschlossenheit für Steinerkirchen der Schlüssel gewesen.

Viel Respekt für Gegner und wichtiger Dreier für Steinerkirchen

Auffällig war nach dem Spiel auch, mit welchem Respekt Cvrtak über den Gegner sprach. Der SK Bad Wimsbach habe genau das gezeigt, was er erwartet habe: viele junge und technisch starke Spieler, die jedem in dieser Liga wehtun könnten. „Es hat Bad Wimsbach vielleicht das Quäntchen Glück oder auch das Quäntchen Erfahrung gefehlt, das meine Mannschaft hat“, meinte der Coach. Zugleich erinnerte er daran, dass seine Mannschaft mit vielen Verletzten antreten musste und sich gerade deshalb „durchgebissen“ habe. Auch die körperbetonte Partie ordnete er nüchtern ein: Es sei ein aggressives, zweikampforientiertes Spiel gewesen, Schiedsrichter Riegler habe die Begegnung aber „im Griff“ gehabt. Zum Schluss wollte Cvrtak deshalb vor allem eines loswerden: „Ich möchte meiner Mannschaft gratulieren - trotz extrem vieler Verletzter hat meine Mannschaft super gekämpft und nie aufgegeben. Auf diese Leistung und diesen Charakter werden wir aufbauen, denn obwohl wir heute relativ defensiv waren, macht es Spaß, mit dieser Mannschaft zu arbeiten.“ Nach einem 3:0-Derbysieg bei einem aus seiner Sicht so starken Gegner darf die Union Steinerkirchen diesen Dreier mitnehmen, während Cvrtak Wimsbach zutraut, seinen Weg weiterzugehen.

2. Klasse Mitte-West: Bad Wimsbach Jrs. : Steinerkirchen - 0:3 (0:2)

  • 56
    Fabio Mayr 0:3
  • 35
    Jan Panholzer 0:2
  • 24
    Moritz Dickinger 0:1