In der 2. Klasse Mitte-West hat sich SPG Lambach/Edt in einer engen Partie gegen die SK Wimsbach Juniors mit 3:2 durchgesetzt. Nach einem 1:2 zur Pause drehte Lambach die Begegnung noch spät. Die Moral habe den Ausschlag gegeben, weil seine Mannschaft auch nach Rückständen ruhig geblieben sei und bis zum Ende an das Spiel geglaubt habe, so der Sportliche Leiter Nikolaus Zopf.

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Der Beginn war nach Einschätzung von Zopf offen, auch wenn der erste gefährliche Moment zunächst aufseiten der Gastgeber lag. „Zu Anfang war das Spiel sehr ausgeglichen. Bad Wimsbach ist sehr gut ins Spiel gekommen, wobei in den ersten 10 Minuten die erste Torchance uns gehörte“, schilderte er. Danach kippte die Partie aber deutlich in Richtung der Gäste. Zopf sagte, dass Wimsbach in dieser Phase „klar mehr vom Spiel“ hatte und deshalb auch verdient in Führung ging. Das 0:1 durch Valentin Straub in der 21. Minute passte also zum Verlauf, weil die Juniors nach den Anfangsminuten mehr Zugriff bekamen und das Spiel stärker an sich zogen. Für Lambach kam der Ausgleich durch Tayfur Sabur in Minute 36 zwar genau zum richtigen Zeitpunkt, doch auch diesen Treffer ordnete Zopf nüchtern ein. „Der Elfmeter war etwas schmeichelhaft, aber wichtig für uns“, meinte er. Der Treffer brachte seine Mannschaft wieder zurück, änderte für ihn aber nichts am grundsätzlichen Eindruck der ersten Halbzeit. Kurz vor der Pause legten die Gäste durch Lukas Baumgartinger das 2:1 nach, und auch da fand der Sportliche Leiter deutliche Worte: „Auch das 2:1 hat Wimsbach aufgrund eines Eigenfehlers von uns eiskalt ausgenutzt und ging mehr als verdient mit 2:1 in Führung.“
Gerade weil Lambach mit einem Rückstand in die Kabine ging, bekam die zweite Hälfte aus Sicht der Hausherren besonderes Gewicht. „Nach der Halbzeit waren wir klar besser“, sagte er, und diese Aussage deckt sich mit dem späten Umschwung im Ergebnis. Es blieb zwar lange beim 1:2, gerade weil die Nummer 22 der Wimsbacher, Leon Winitzky, immer wieder bärenstark verteidigte, doch Lambach arbeitete sich zurück in die Partie und kam in der 80. Minute durch Andreas Jukic zum 2:2. Dieses Tor war für Zopf mehr als nur ein Ausgleich, weil es für ihn auch die Art und Weise zeigte, wie seine Mannschaft nach der Pause auftrat. „Das 2:2 war ein sehr schön herausgespieltes Tor von hinten bis vorne, das zu einem würdigen Abschluss kam“, sagte er. „Wir hätten schon vorher aufgrund der vielen Torchance das ein oder andere Tor machen können“. Dass Lambach in dieser Phase mehr investierte, war also nicht nur am Spielstand abzulesen.
Die Entscheidung fiel schließlich in der 88. Minute, als der in Bad Wimsbach wohnhafte Tayfur Sabur mit seinem zweiten Treffer des Tages das 3:2 erzielte. Für Zopf war genau das logischerweise der Schlüsselmoment der Begegnung. „Das Spiel hätte genauso gut 2:2 enden können“, sagte er. Gleichzeitig beschrieb er den Siegtreffer sachlich und ohne Überhöhung. „Das 3:2 war ein Fehler des Wimsbacher Torhüters, den unsere Nummer 14 eiskalt aus 30 Meter ins Tor einschob. Der Goali, der aber ansonsten wirklich alles gehalten hat, was zu halten war und der für sein Alter wirklich super gespielt hat, war in dieser Szene mehr als unglücklich.“ Gerade dieser Zusatz zeigt, wie eng die Partie aus seiner Sicht war. Zopf stellte deshalb nicht nur die eigene Widerstandskraft heraus, sondern auch die Qualität des Gegners. „Bad Wimsbach ist eine sehr starke Mannschaft. Sie sind spielstark, sie sind kämpferisch stark und weil sie alle sehr jung sind, sind sie vor allem läuferisch sehr stark“, sagte er. Dass Lambach trotz eines Pausenrückstands noch gewann, erklärte er vor allem mit der Haltung seiner Mannschaft. „Die Moral in diesem Jahr macht uns zu einer wirklich starken Mannschaft, die gerade vom Kopf her nie aufgibt.“ Besonders deutlich wurde er, als er den Unterschied zur Vorsaison beschrieb: „Im letzten Jahr haben wir uns in solchen Spielen davon noch etwas aus der Ruhe bringen lassen. Dieses Jahr spielen wir die Spiele über 90 Minuten und können sie dann meistens für uns entscheiden.“
Mit dem 3:2 bleibt Lambach an der Spitze der Tabelle und hat einmal mehr gezeigt, dass diese Mannschaft auch enge Spiele noch auf ihre Seite ziehen kann. Gerade deshalb dürfte dieser Sieg intern mehr gewesen sein als nur der nächste Dreier, denn er passte genau zu dem Bild, das Zopf von seiner Mannschaft zeichnete: nicht immer ohne Fehler, aber über die gesamte Spielzeit gefährlich und mental stabil. „Der Schiedsrichter hat sehr gut gepfiffen“, sagte er weiter und sprach insgesamt von einer Art „ausgleichender Gerechtigkeit“, weil es auf beiden Seiten eine Elfmeterszene gab, über die man diskutieren könne. Für Lambach überwog am Ende dennoch klar das Positive: ein spätes Comeback, zwei Tore von Tayfur Sabur, der wichtige Ausgleich von Andreas Jukic und das Gefühl, auch ein enges Spiel nach Rückstand noch drehen zu können, auch unter den Augen von Rotsünder und Defensivkoordinator Deisi Jan, der sich das ganze diesesmal von der Seite ansehen musste.