In der 2. Klasse Mitte-West hat sich die Union Meggenhofen gegen den ASV Raika Niederthalheim mit 2:0 durchgesetzt. Der Tabellenführer musste dafür nicht glänzen, war aber in den entscheidenden Szenen da und brachte den Vorsprung sauber ins Ziel. Gerade nach vorne reichte diesmal Effizienz statt Glanz. Obmann Tobias Malzer fasste den Unterschied treffend zusammen: „Wir haben die wenigen Chancen, die wir hatten, zu nutzen gewusst.“
Den Grundstein legte Meggenhofen in der 24. Minute, als Maximilian Lehner nach einer Standardsituation das 1:0 erzielte. Genau dort sah Malzer auch den wichtigsten Punkt des Nachmittags. „Ein entscheidender Moment für den Sieg war sicher das 1:0 aus einer Standardsituation. Das hat uns auch in den letzten Spielen schon geholfen“, sagte er. Viel spielerische Leichtigkeit wollte der Obmann seiner Mannschaft trotzdem nicht attestieren. „Spielerisch war es keine sehr gute Partie, eher eine sehr umkämpfte“, erklärte Malzer. Gerade deshalb hatte diese Führung Gewicht, weil sich die Partie nicht über viele klare Chancen definierte, sondern über Einsatz, Zweikämpfe und saubere Arbeit gegen den Ball.
Über weite Strecken hatte Meggenhofen die Partie laut Malzer unter Kontrolle, auch wenn es kein Spiel war, das von vielen Offensivaktionen lebte. „Wir haben vom Gegner wenig zugelassen“, sagte er und verwies nur auf eine Phase, in der seine Mannschaft kurz etwas die Ordnung verlor. Vor allem einige Minuten vor der Halbzeit habe Niederthalheim gedrückt und „den einen oder anderen Nadelstich“ gesetzt. Mit dem 1:0 zur Pause blieb die Ausgangslage dennoch aufseiten der Gastgeber. Die Entscheidung fiel dann erst spät: In der 86. Minute stellte Michael Gugeneder auf 2:0. Malzer beschrieb das zweite Tor so: „Das 2:0 gelang gegen Ende des Spiels nach einem Zuspiel, und unser junger Spieler Michael Gugeneder blieb vor dem Tor eiskalt und schob ein.“
Dass der Sieg am Ende in Ordnung ging, leitete Malzer weniger aus spielerischer Überlegenheit als aus der Art des Auftritts ab. „Die kämpferische Leistung war in Ordnung“, sagte er, und genau diese Ebene trug die Union Meggenhofen diesmal. Gleichzeitig sprach er offen an, wo seine Mannschaft noch zulegen muss. „Luft nach oben haben wir bei der spielerischen Komponente. Wir müssen wieder schauen, dass wir mehr Chancen herausspielen, so wie zu Beginn der Saison beziehungsweise auch in der Vorbereitung.“ Auch für den ASV Niederthalheim fand er anerkennende Worte und nannte die Gäste „wie zu erwarten sehr kampfstark“. Abgerundet wurde der Sonntagnachmittag durch Lob für den Unparteiischen: „Die Leistung des jungen Schiedsrichter Kranabitl war wirklich hervorragend. Er hatte das Spiel zu jeder Zeit im Griff.“ Mit dem 2:0 bleibt Meggenhofen nach neun Runden an der Tabellenspitze und nimmt aus diesem Spiel vor allem mit, dass auch eine zähe Partie drei Punkte bringen kann.