Der ASK Blaue Elf Wels hat sich in der 2. Klasse Mitte eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach Rang neun in der Vorsaison spielte die Mannschaft von Trainer Christoph Lauber eine äußerst erfolgreiche Hinrunde und überwintert mit 27 Punkten auf Tabellenplatz zwei, sechs Zähler hinter dem Spitzenreiter Fußballschule Linz. Neun Siege bei vier Niederlagen – ohne ein einziges Unentschieden – unterstreichen den klaren Kurs.
Auffällig ist vor allem die offensive Durchschlagskraft, während defensiv mit 33 Gegentoren noch Luft nach oben bleibt. Bester Torschütze ist Sebastian Rathmayr, der bereits 15 Treffer erzielte. Im ersten Test der Vorbereitung setzte man sich mit 5:3 gegen Schlüßlberg durch.
Sektionsleiter Michael Schrempf zeigt sich mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden. „Wir wollten nach Platz neun im Vorjahr ganz klar angreifen“, betont er. Nach dem 0:8 gegen den Spitzenreiter habe man aber selbst nicht damit gerechnet, dass man den Herbst nach diesem Match so konstant auf hohem Niveau durchzieht. „Mit Platz zwei sind wir absolut zufrieden. Unser Ziel war die Top drei – das haben wir erreicht.“ Gerade im Jubiläumsjahr – die Blaue Elf feiert ihr 80-jähriges Bestehen – sei diese Ausgangsposition etwas Besonderes.
Das sportliche Bild der Blauen Elf ist klar: viel Tempo nach vorne, Risiko im Spiel – mit allen Konsequenzen. „Wir sind offensiv extrem gut aufgestellt, das sieht man auch an den Ergebnissen und den Torquoten der Stürmer“, sagt Schrempf. Gleichzeitig räumt er ein, dass die hohe Anzahl an Gegentoren kein Zufall sei. Verletzungen, Umstellungen und eine nicht immer stabile Achse in der Defensive hätten ihren Teil beigetragen.
„Wir hatten in der Abwehr immer wieder Probleme. Wir haben für das Defensivzentrum vor der Saison einen Legionär geholt, der nicht gehalten hat, was wir uns von ihm versprochen haben“, erklärt der Sektionsleiter. Ziel sei es nun, hier mehr und mehr Stabilität hineinzubringen, ohne die offensive Qualität einzubüßen.
Mit sechs Punkten Rückstand auf Platz eins bleibt die Zielsetzung für das Frühjahr realistisch. „Wir wollen den zweiten Platz halten“, sagt Schrempf klar.
Im Winter gab es einige personelle Veränderungen. Mit Mario Tovaly und Petr Czedron (beide nach Tschechien) sowie Florim Sulimani (FC Attnang) verließen drei Spieler den Verein. Neu dazugekommen sind Erblind Nura (ASKÖ Dionysen/Traun) und Ivan Zeko (Union Bad Hall). Vor allem von Zeko erhofft man sich viel. „Er war schon einmal bei uns. Er kann für diese Liga ein absoluter Unterschiedsspieler sein.“ Darüber hinaus ist man sich noch mit zwei Verstärkungen für die Abwehr einig.
Der erste Test gegen Schlüßlberg endete mit einem 5:3-Erfolg und spiegelte das bisherige Saisonbild wider. „Offensiv waren wir wieder sehr stark“, so Schrempf. Die Gegentore relativiert er: „Im Tor stand bei uns ein Keeper, der fünf Jahre nicht gespielt hat. Ich bin ihm sehr dankbar fürs Einspringen, aber es ist klar, dass wir mit unserem Stammkeeper vermutlich weniger Tore bekommen hätten.“ Der Test habe dennoch wichtige Erkenntnisse geliefert.
Die Vorbereitung läuft seit letzter Woche. Ein klassisches Trainingslager ist nicht geplant. „Wir machen ein Home-Trainingslager mit mehreren Testspielen“, erklärt Schrempf.