Klare Worte von Murat Aplak nach dem Auftritt in der 2. Klasse Mitte: Seine Union BMR Buchkirchen setzte sich gegen die Viktoria Marchtrenk Juniors souverän mit 3:0 durch, blieb ruhig am Ball und dominierte die Partie – ein Erfolg, den der Coach als hochverdient einordnete. Zwischen Anerkennung für den fairen Gegner und dem kritischen Blick auf den „letzten Pass“ zeichnete Aplak ein Bild von Kontrolle, Geduld und einem Team, das seinen Plan konsequent umsetzte.

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„Es war von Anfang an ein klares Spiel, wo wir dominiert haben, und ich muss den Gegner trotzdem respektieren.“ Buchkirchen kontrollierte den Ball, spielte bevorzugt durchs Zentrum auf die Flügel und fand dort regelmäßig Lösungen. Die Gäste standen tief und verzichteten weitgehend auf hohes Anlaufen – für die Heimelf die ideale Einladung, das Tempo zu bestimmen. „Die Gäste hatten keine wirklich gefährliche Szene, wir dagegen ließen einige Sitzer aus; der Torhüter der Viktoria hatte einen starken Tag.“ Den Auftakt setzte die Führung: In Minute 32 schob Patrick Hüttmayr zum 1:0 ein. Weitere Chancen blieben ungenutzt, doch der Eindruck blieb, dass sogar mehr möglich gewesen wäre.
Standards spielten insgesamt eine Nebenrolle, doch kurz vor der Pause fiel ein Schlüsselmoment: „Der Elfmeter war klar“, so Aplak. Uwe Milich übernahm Verantwortung und verwandelte in der 43. Minute sicher zum 2:0 – ein Pausenstand, der die Kräfteverhältnisse treffend widerspiegelte. Auch abseits der Tore verlief die Partie im besten Sinne unaufgeregt: „Es war eigentlich ein normales Spiel für den Schiedsrichter, er hatte nicht viel zu tun.“ Trotz unfreundlicher Witterung blieb die Atmosphäre positiv, und der Coach lobte ausdrücklich die Rahmenbedingungen: „Der Platz war wirklich auf Top-Niveau.“
Aplak stellte seine Analyse bewusst auf ein breites Fundament. Im Herzen des Mittelfelds überzeugte eine Schaltzentrale, die Wege machte, Zweikämpfe gewann und das Spiel lenkte: Edin Nurkic stach als zentraler Motor hervor. Dahinter arbeitete eine aufmerksame Abwehr, dazu ein sicherer Rückhalt im Tor – die Null stand verdient. Nach der Pause blieb Buchkirchen stabil, nutzte weiter die Flügel und setzte spät den Schlusspunkt: In der 76. Minute vollendete Heribelto Santos einen über die Seite herausgespielten Angriff zum 3:0. Bei allem Lob blieb der Trainer selbstkritisch: Es gelte, die Fülle an Chancen noch besser auszuspielen und den letzten Pass sauberer zu setzen, um in engen Spielen noch konsequenter zu sein.
Der Trend stimmt: „Zu null haben wir gespielt. Das ist der fünfte Sieg, und in vier der fünf Spiele blieben wir ohne Gegentor.“ Zuhause ist man weiterhin ungeschlagen. Für das anstehende, aus seiner Sicht schwierige Auswärtsspiel kündigte Aplak eine fokussierte Vorbereitung an – mit einem klaren Ziel: „Wieder zu null spielen, weil der Nuller sehr wichtig ist.“ Passend dazu sein Ergebniswunsch fürs Wochenende: mit „sechs Punkten nach Hause fahren“. Sportsmännisch endete Aplak mit einem Gruß an den Nachbarn und Genesungswünschen für den jungen Viktoria-Spieler, der sich wehgetan hatte – ein Schlussakkord, der die faire Grundstimmung des Tages noch einmal unterstrich.