In der 2. Klasse Mitte feierte Union BMR Buchkirchen beim ESV Wels einen klaren 3:0-Auswärtssieg. Nach einer torlosen ersten Hälfte entschied die Aplak-Elf die Partie nach der Pause mit drei Treffern. Trainer Murat Aplak sprach von einem verdienten Erfolg und hob die stabile Abwehr sowie die Effizienz seiner Mannschaft hervor: „Wir haben defensiv gut gestanden und unsere Top-Chancen super ausgenutzt.“ Die Torschützen hießen Anton Kittinger, Uwe Milich und spät Luka Konta – der Lohn für einen reifen Auftritt.

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Der erste Durchgang endete 0:0, viel lief bei Buchkirchen aber schon in die richtige Richtung. Aplak blickte zufrieden zurück: „Es war ein verdienter Sieg. Uns war bewusst: Wenn das erste Tor fällt, wird es für uns leichter.“ Genau so kam es. Kurz nach Wiederbeginn traf Anton Kittinger zum 0:1 (50.). Der Coach beschrieb den Auftakt so: „Wir haben im Sechzehner gut kombiniert, Stanglpass, Abroller – und das Erste war drin.“ Acht Minuten später folgte das 0:2 (58.), notiert für Uwe Milich. Für Aplak war es „ein wunderschöner Freistoß von unserem Kapitän, rund 25 bis 30 Meter, genau ins Kreuzeck“ – ein Treffer, den man nicht alle Tage sieht. Den Deckel machte schließlich Luka Konta in Minute 88 drauf: „Über die linke Seite, eine Flanke, und per Kopf rein“, fasste der Trainer das 0:3 zusammen. Buchkirchen blieb nach dem Seitenwechsel am Drücker, nutzte die Chancen eiskalt und ließ hinten weiterhin wenig zu.
Der Trainer führte den Erfolg auf eine klare Marschroute und das Miteinander im Team zurück. „Der Zusammenhalt war heute super. Man hat das unter der Woche gespürt“, betonte Aplak. Er habe seiner Mannschaft auch mitgegeben, dass Konkurrenten Punkte lassen könnten – ein zusätzlicher Ansporn, konzentriert zu bleiben. „Entscheidend war, dass wir defensiv gut gestanden sind und unsere Top-Chancen super ausgenutzt haben. Über die ganzen 90 Minuten waren wir der klar verdiente Sieger.“ Auch taktisch ging der Plan auf: Buchkirchen presste zu Beginn bewusst nicht voll durch. „Wir haben sie am Anfang nicht angepresst, wir haben sie spielen lassen, weil wir genau gewusst haben, dass ihr Kapitän den Ball kriegt und oft den langen Ball spielt“, erklärte Aplak. Gegen die junge Welser Mannschaft, die solange die Kräfte reichten dagegenhielt, blieb Buchkirchen geduldig, wartete auf die Momente – und nutzte sie nach der Pause entschlossen.
Neben der eigenen Leistung fand Aplak respektvolle Worte für ESV Wels: „Sehr junge Mannschaft, Hut ab. Solange sie Kraft hatten, haben sie es uns ein bisschen schwer gemacht.“ Ein Sonderlob gab es für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hatte das super im Griff und hat gut gepfiffen. Auch die Karten waren zurecht.“ Eine diskussionswürdige Szene schilderte er nüchtern: Ein Welser Spieler sei seinem Stürmer hinten auf den Fuß gestiegen; Gelb sei korrekt gewesen, nicht Rot, „weil noch zwei Spieler in der Nähe waren“. Stark war auch die Kulisse: „Hut ab am Muttertag – so viele Frauen am Platz, bei 25 Grad, und unsere Buchkirchner Fans haben uns super unterstützt. Danke an alle Mamas“, sagte Aplak. Sportlich zahlt sich der Sieg aus: Buchkirchen hält nach 21 Runden bei 48 Punkten auf Rang zwei, ESV Wels bei 30 Zählern auf Platz acht. „Ein super faires Spiel, wir wurden gut aufgenommen“, schloss Aplak – und will den Schwung in die nächsten Aufgaben mitnehmen.