In der 2. Klasse Mitte trennte sich der SV Urfahr 1912 vom ASKÖ Fußballschule Linz in der 26. Runde mit 3:3 (1:2). Gegen den klaren Tabellenführer lagen die Gastgeber bis zur 70. Minute 1:3 hinten, ehe sie sich mit zwei späten Treffern den Zähler schnappten. Trainer Amel Cehajic sprach von einem fairen, intensiven Spiel und hob den Charakter seiner Truppe hervor: „Gegen den Meister einen 1:3-Rückstand aufzuholen, darauf bin ich sehr stolz.“

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Urfahr erwischte den besseren Start und belohnte sich früh: Benjamin Sakdikun stellte in Minute 12 auf 1:0. Die Fußballschule antwortete nach einer knappen halben Stunde, als Edwin Skrgic zum 1:1 traf (29.). Kurz vor dem Pausenpfiff legten die Gäste nach: David Dukanovic drehte das Spiel in Minute 39 auf 1:2, zur Halbzeit lag Urfahr damit zurück. Nach Wiederbeginn hielten die Hausherren dagegen, doch als Gregor Neuböck in Minute 70 auf 1:3 stellte, schien vieles in Richtung Auswärtssieg zu laufen. Urfahr gab sich aber nicht geschlagen. In der 78. Minute verkürzte Mert Ahmet Cat auf 2:3, und sieben Minuten vor dem Ende glich Marlon Aschauer zum 3:3 aus (85.). Trotz des Rückschlags vor der Pause und des 1:3 fanden die Gastgeber spät noch die passende Antwort – Moral und Ausdauer zahlten sich aus.
Nach dem Schlusspfiff wirkte Amel Cehajic zugleich gelöst und realistisch. „Es war eine ganz gute Partie. Wir haben gekämpft. Es war ganz fair“, sagte der Urfahr-Coach. Beim Blick auf den Gegner sparte er nicht mit Anerkennung: „Die Qualität der Fußballschule muss man anerkennen, da muss man ein großes Lob aussprechen.“ Seine Marschroute fasste er klar zusammen: „Wir haben defensiv kompakt gestanden und versucht, über Umschaltmomente zu unseren Chancen zu kommen. Das hat relativ gut geklappt.“ Den Charakter seiner Elf hob er mehrfach hervor: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, dass wir gegen den aktuellen Meister einen 1:3-Rückstand aufgeholt haben.“ Zur Kräfteverteilung meinte er zudem: „Obwohl ihnen einige Spieler gefehlt haben, waren sie trotzdem sehr gut aufgestellt und im Prinzip dominanter.“
Im Schlusswort ging Cehajic über die einzelne Partie hinaus und band das Remis in eine sehr ordentliche Saison von Urfahr ein. „Ich bin sehr, sehr stolz auf die Leistung, die wir heuer die ganze Saison gezeigt haben" – Namentlich hervorheben wollte er niemanden: „Es bleibt beim allgemeinen Lob.“ Für die nahe Zukunft gab er eine klare Botschaft mit: „Ich hoffe, dass wir gemeinsam an diese Leistung anknüpfen und noch einen Schritt weitergehen können.“ Mit 44 Punkten auf Rang fünf passt das 3:3 gegen den Meister gut ins Gesamtbild: stabil, kämpferisch und bis zum Schluss mit Biss.