In der 2. Klasse Mitte hat die Union Stiftinger Bau Unterweitersdorf gegen die SPG Neue Heimat Linz/Edelweiss 1b nach einem wilden Verlauf noch ein 4:4 geholt. Die Gastgeber lagen zwischenzeitlich 1:3 und 2:4 zurück, kamen aber spät zurück. Obmann Jürgen Stiftinger sah vor allem zwei Gründe für den offenen Schlagabtausch: liegen gelassene Großchancen zu Beginn und eine starke Schlussphase seiner Mannschaft.

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Dass dieses Spiel am Ende so offen ausgehen würde, lag laut Jürgen Stiftinger nicht daran, dass Unterweitersdorf schlecht begonnen hätte. Im Gegenteil: Der Obmann sah seine Mannschaft zu Beginn sogar nahe an einer klaren Führung. „In den ersten Minuten haben wir fast zweihundertprozentige Torchancen gehabt, die wir verwerten müssen“, sagte er. Genau das war für ihn einer der Punkte, warum die Partie nicht früh in eine bestimmte Richtung ging. Statt eines komfortablen Starts stand nach 21 Minuten zwar das 1:0 durch Dominik Affenzeller, doch die Antwort des Absteigers ließ nicht lange auf sich warten. Lenny Pohlmüller stellte in der 26. Minute auf 1:1, ehe Luka Bakulic in der 34. Minute das Spiel drehte und Neue Heimat/Edelweiss 1b mit 2:1 in Führung brachte. Stiftinger beschrieb diese Phase so: „Es war ein spannendes Spiel, auf gleicher Augenhöhe und sehr interessant.“ Gerade weil Unterweitersdorf nach vorne zu seinen Möglichkeiten kam, wog der Umschwung bis zur Pause beim Stand von 1:2 entsprechend schwer.
Nach dem Seitenwechsel setzte sich zunächst das fort, was für Stiftinger den großen Unterschied ausmachte. „Neue Heimat hat die Chancen besser verwertet“, sagte er, und genau dafür stand das 1:3 durch Luka Bakulic in der 54. Minute. Trotzdem war das Spiel aus Sicht des Unterweitersdorfer Obmanns nie eine einseitige Angelegenheit. Er lobte den Gegner ausdrücklich und sprach von einem „starken Auftreten“ sowie von einem Team, das „spielerisch sehr stark“ gewesen sei und ein gutes Zusammenspiel gezeigt habe. Gleichzeitig hob er aber auch die eigene Mannschaft hervor: „Teamgeist, Einsatz und dass wir gut zusammengespielt haben, das war sehr positiv.“ Unterweitersdorf blieb also im Spiel und kam in der 71. Minute durch Lorenz Rudolf Hofer auf 2:3 heran. Dass Ricardo Karolyi nur zwei Minuten später das 2:4 für die Gäste nachlegte, passte wiederum zu Stiftingers Eindruck, dass die Linzer an diesem Nachmittag sehr effizient waren. Gerade deshalb sprach er nach dem Schlusspfiff auch von einem Match, in dem auf beiden Seiten viel los war und in dem kein Team klar über dem anderen stand.
Entschieden war die Partie mit dem 2:4 aber noch immer nicht. Die Union Unterweitersdorf stemmte sich in der Schlussphase noch einmal dagegen und bekam für diesen Aufwand auch etwas zurück. Lorenz Hofer verkürzte in der 83. Minute auf 3:4, ehe Dominik Affenzeller in der 88. Minute den viel umjubelten Ausgleich zum 4:4 erzielte. Für Stiftinger war genau diese Phase der eigentliche Knackpunkt auf Seiten seiner Mannschaft: „Entscheidend war trotzdem die Schlussstärke der Unterweitersdorfer. Sie haben voll gekämpft und sich das 4:4 verdient geholt.“ Insgesamt fiel sein Urteil deshalb klar aus. „Das Unentschieden war verdient für beide Mannschaften. Ein Sieger wäre vielleicht unfair gewesen“, meinte er. Zum Gesamtbild passte für ihn auch das Umfeld, das er ausdrücklich erwähnte: Das Spiel war gut besucht, die Atmosphäre war stark und auch das Wetter spielte mit. Mit Schiedsrichter Dizdarevic zeigte sich Stiftinger ebenfalls einverstanden, seine Leistung sei „voll in Ordnung“ gewesen. In der Tabelle steht Unterweitersdorf nach drei Runden nun bei vier Punkten, und auch wenn aus Sicht der Gastgeber vielleicht sogar mehr möglich gewesen wäre, bleibt vor allem hängen, dass die Mannschaft nach einem 2:4-Rückstand noch einmal zurückgekommen ist.