In der 2. Klasse Mitte lieferten sich die Gunskirchner Juniors und der SV Pasching 16 am Freitagnachmittag ein offenes Spiel, in dem die Gastgeber beim 2:3 am Ende ohne Zählbares blieben. Neo-Trainer Sascha Einzinger sah seine Mannschaft über weite Strecken gut im Spiel, sprach von mehr Ballbesitz und höherer Laufarbeit, machte nach dem 2:3 aber vor allem die fehlende Effizienz vor dem Tor als Knackpunkt aus.

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Die Partie nahm früh Fahrt auf, allerdings zunächst aus Sicht der Gäste. In der 14. Minute brachte Beniamin Chiorean Pasching mit 1:0 in Führung. Die Antwort der Juniors ließ aber nicht lange auf sich warten, denn nur fünf Minuten später stellte Matthias Kogler auf 1:1. Damit war auch der Eindruck bestätigt, den Einzinger nach dem Schlusspfiff schilderte. „Die erste Halbzeit war sicher ausgeglichen. Wir hatten einige Möglichkeiten und waren aus meiner Sicht die bessere Mannschaft. Mit dem 1:1 in die Pause zu gehen, war nicht so schlecht“, sagte der Trainer. Dass es zur Halbzeit tatsächlich 1:1 stand, passte also zu einer Begegnung, die offen war und in der Gunskirchen nach Einschätzung des Trainers gute Phasen hatte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel eng, allerdings musste Gunskirchen erneut einem Rückstand nachlaufen. In der 64. Minute traf Amar Kostic zum 1:2 für die Gäste. Die Juniors kamen jedoch noch einmal zurück und glichen durch Ivan Josipovic in der 74. Minute zum 2:2 aus. Gerade deshalb war die Schlussphase aus Sicht der Gastgeber bitter, weil sie nach dem neuerlichen Rückschlag wieder auf Augenhöhe waren. Den letzten Treffer setzte aber Pasching: Mario Novakovity erzielte in der 81. Minute das 3:2, das zugleich der Endstand war. Gunskirchen hatte damit zweimal eine Antwort gefunden, konnte sich für den Aufwand aber nicht mit zumindest einem Punkt belohnen.
Einzinger suchte die Erklärung für die Niederlage nicht in Nebenthemen, sondern ziemlich klar in der eigenen Chancenverwertung. „Der Knackpunkt war sicher die Chancenauswertung, an der wir arbeiten müssen. Wir hatten mehr Ballbesitz, wir hatten viel mehr Pässe als der Gegner. Das müssen wir in den nächsten Spielen besser umsetzen, damit wir vor dem Tor effektiver werden“, sagte der Trainer. Gleichzeitig hob er hervor, dass sich in der Mannschaft trotzdem Fortschritte zeigen. „Man sieht, dass die Trainingseinheiten gut umgesetzt werden. Der Ballbesitz ist erhöht worden, die Laufleistung ist erhöht worden. Im Ganzen war ich mit dem Spiel sehr zufrieden, außer mit dem Endergebnis.“ Die Leistung an sich war für ihn also nicht das große Problem, wohl aber das, was seine Mannschaft daraus machte.
Ein weiterer Punkt, den der neue Trainer ansprach, betrifft das Verhalten gegen tiefe Bälle hinter die Abwehr. Schon gegen Alkoven sei das ein Thema gewesen, und auch diesmal habe man dort Probleme gesehen. „Diese Steilpässe in der Defensive klären wir nicht sauber genug, dazu kommt schlechtes Stellungsspiel. Daran müssen wir im Training arbeiten, damit es im nächsten Spiel funktioniert“, erklärte Einzinger. Auch den Unparteiischen nahm er bewusst aus jeder Diskussion heraus: „Die Leistung von Schiedsrichter Nuhanovic war sehr in Ordnung.“ Nach der 2:3-Niederlage bleiben die Juniors in der Tabelle bei sechs Punkten. Für Einzinger überwiegt trotzdem nicht nur der Ärger über das Resultat, sondern auch der Auftrag, die guten Ansätze endlich in Zählbares umzusetzen.