In der 2. Klasse Mitte trennten sich die SPG St. Georgen/Langenstein und die SPG Neue Heimat Linz/Edelweiss 1b am Samstagnachmittag mit einem 1:1-Unentschieden. Für Neo-Coach Amirarsalan Roshanpour fühlte sich der Punkt nach dem Spielverlauf eher wie zu wenig an. Vor allem nach der Pause sah er seine junge Mannschaft klar im Vorteil, gleichzeitig benannte er das Problem seiner Elf sehr offen: „Wir machen den Spielaufbau gut, aber wir können kein Tor schießen.“

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Dass zur Halbzeit schon beide Treffer gefallen waren, passte aus Sicht des neuen Trainers nicht unbedingt zur Qualität der ersten 45 Minuten. Roshanpour sagte klar: „Die erste Halbzeit war von beiden Mannschaften nicht gut. Wir haben zwar zwei Tore gesehen, aber die Spieler haben viele Szenen nicht richtig ausgespielt.“ Auf die Führung der Gastgeber durch Güngör Gül in der 34. Minute fand der Absteiger aber noch vor der Pause eine Antwort. Sandro Karolyi glich in Minute 40 zum 1:1 aus, mit diesem Stand ging es auch in die Kabinen. Gerade deshalb blieb beim Trainer der Linzer das Gefühl, dass in diesem Spiel noch deutlich mehr drinnen gewesen wäre, wenn seine Mannschaft schon früher mehr Ruhe und Klarheit in ihre Aktionen gebracht hätte.
Die zweite Hälfte sah Roshanpour dann klar auf der Seite seiner Mannschaft. „In der zweiten Halbzeit war das Spiel mehr auf unserer Seite“, sagte der Trainer, der seinen Spielern nicht nur mehr Ballbesitz, sondern auch ein sichtbar besseres Auftreten attestierte. Er sprach davon, dass seine Elf in dieser Phase bei ungefähr 60 bis 65 Prozent Ballbesitz gelegen sei und den Gegner mit genau diesem Mittel müde machen wollte. „Das war eigentlich unser Ziel, dass wir den Gegner durch Ballbesitz müde machen, und das haben wir geschafft“, meinte er. Ganz einseitig war die Partie aber trotzdem nicht, denn auch St. Georgen/Langenstein kam noch zu Möglichkeiten.“ Dass es am Ende trotzdem nur ein Punkt wurde, lag für ihn vor allem an der Chancenverwertung in der Schlussphase. „Wir hatten in der 85. Minute ungefähr zwei hundertprozentige Chancen innerhalb von 30 Sekunden, aber wir konnten sie leider nicht reintun“, schilderte er den Moment, in dem das Remis aus seiner Sicht endgültig zum verpassten Sieg wurde.
Roshanpour ordnete das 1:1 deshalb nicht als Rückschritt ein, sondern eher als weiteres Beispiel für die Entwicklung und zugleich für das derzeit größte Manko seiner Mannschaft. „Man merkt, dass die Entwicklung da ist. Wir haben eine ganz, ganz junge Gruppe“, sagte er und verwies darauf, dass mehrere Spieler erst 17, 18 oder 19 Jahre alt sind und für manche diese Saison die erste im Herrenfußball ist. Dazu kamen laut Trainer auch personelle Ausfälle, weil zwei wichtige Spieler nicht dabei waren. Trotzdem gefiel ihm, wie seine Elf kämpfte und über weite Strecken Fußball spielte. Genau daraus leitet sich aber auch sein Anspruch ab. „Ein Sieg wäre verdient gewesen, aber wir konnten ihn nicht schaffen“, sagte Roshanpour. Besonders deutlich wurde er beim Thema Effizienz: „Wir haben Ballbesitz, wir haben Chancen, aber wir können kein Tor schießen. Das ist im Moment unser Problem.“ Nach dem Abpfiff wollte er den Schwerpunkt aber auf seine Mannschaft legen. Den Tabellenstand will er jedenfalls nicht überbewerten. Für ihn passt die Ausbeute der letzten Wochen nicht ganz zu den gezeigten Leistungen. „Uns fehlt einfach die Giftigkeit im Angriff. Daran werden wir arbeiten“, kündigte er an. Mit Blick auf die nächsten Runden setzt der Trainer darauf, dass zur erkennbaren Entwicklung bald auch mehr Ertrag dazukommt.