In der 2. Klasse Mitte hat der SV Lichtenberg am Freitagabend gegen die Union Stiftinger Bau Unterweitersdorf einen klaren 5:1-Heimsieg gefeiert. Schon die erste Halbzeit mit dem 3:0 zur Pause und der frühen Roten Karte für die Gäste lenkte den Abend in eine klare Richtung. Neo-Trainer Yannik Schicho sah den Grund dafür nicht bloß im Spielstand, sondern vor allem darin, "dass wir von Beginn weg unser Spiel am Platz gebracht haben" und über weite Strecken die bessere Mannschaft waren.

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Der Absteiger war von Beginn an druckvoll, hatte nach Schichos Einschätzung "extrem hohe Ballbesitzphasen" und ließ gar nicht erst offen, welches Team hier den Ton angeben wollte. In der 13. Minute wurde die Aufgabe für Unterweitersdorf noch schwerer, weil Manuel Riener die Rote Karte sah. Für Schicho war diese Szene klar zu bewerten: "Als letzter Mann war das für mich sehr eindeutig." Nur eine Minute später nützte seine Mannschaft die Situation sofort. Florian Schatzl traf nach einem Freistoß per Abstauber zum 1:0. Das 2:0 besorgte Daniel Wiesmayr in der 23. Minute vom Elfmeterpunkt, ehe er in der 29. Minute auch noch das 3:0 nachlegte. Damit war der starke Beginn der Lichtenberger auch auf der Anzeigetafel deutlich zu sehen.
Mit dem klaren Vorsprung im Rücken blieb Lichtenberg auch nach dem Seitenwechsel die bestimmende Mannschaft, auch wenn der Trainer diese Phase kritischer einordnete als die erste Hälfte. "Mit dem 3:0 zur Pause war in der zweiten Halbzeit ein bissl das Tempo weg", sagte Schicho offen. Genau das sei auch der Punkt, den man sich ankreiden müsse, weil aus seiner Sicht noch mehr Tore möglich gewesen wären. Ganz ohne weiteren Ertrag blieb diese Phase aber nicht. Alexander Riese erhöhte in der 54. Minute auf 4:0 und sorgte damit für die nächste klare Duftmarke. Dass Unterweitersdorf in der 75. Minute durch Lorenz Rudolf Hofer auf 1:4 verkürzte, gefiel dem Lichtenberger Trainer dagegen überhaupt nicht. "Unzufrieden bin ich natürlich, dass wir mit einem Mann mehr ein Gegentor gekriegt haben. Das ärgert mich schon sehr", sagte er. Den Schlusspunkt setzte dann Adrian Georg Durstberger mit dem 5:1 in der 80. Minute.
Der Trainer wollte den Erfolg danach bewusst nicht auf die Rote Karte reduzieren. Für ihn lag der Unterschied zwischen beiden Mannschaften tiefer und begann schon vor dieser Szene. "Wir waren klar die bessere Mannschaft", stellte Schicho fest und verwies darauf, dass seine Elf mit und gegen den Ball sehr viele Dinge richtig gemacht habe. Besonders zufrieden war er mit der Spielweise gegen einen tief stehenden Gegner. "Unser Spiel mit dem Ball hat sehr gut funktioniert. Wir haben immer wieder versucht, Lösungen zu finden und hatten auch noch weitere Chancen", sagte er. Dazu kam für ihn die Arbeit gegen den Ball. Lichtenberg sei sofort wieder in Ballgewinne gekommen und habe dem Gegner dadurch nur wenig Raum für eigene Aktionen gegeben. Deshalb fiel sein Urteil auch sehr deutlich aus: "Es ist ab Minute eins kein Zweifel aufgekommen, wer das Spiel gewinnen wird – sei es in Gleichzahl oder in Überzahl."
Trotz des klaren Resultats fand Schicho nach dem Schlusspfiff auch anerkennende Worte für den Gegner. Gerade der Auftritt nach der Pause imponierte ihm. "Mit einem Mann weniger und 3:0 Rückstand haben sie sich nicht aufgegeben", sagte der neue Coach und machte seinem Trainerkollegen ausdrücklich ein Kompliment. Dass die Union Unterweitersdorf sich gegen ein noch höheres Ergebnis stemmte, sei alles andere als selbstverständlich und zeige, "dass die Mannschaft absolut intakt ist". Auch mögliche Diskussionen rund um die strittigsten Entscheidungen wollte er klein halten. Beim Elfmeter zum 2:0 und bei der Roten Karte könne man zwar immer reden, "aber in dem Fall waren beide Situationen für mich sehr eindeutig". Die Leistung von Schiedsrichter Hametner bezeichnete er insgesamt als "absolut in Ordnung". Für den SV Lichtenberg blieb damit ein klarer Heimsieg in einem fairen Spiel und zugleich die Erinnerung daran, dass die Konzentration in Zukunft über die vollen 90 Minuten hoch bleiben soll.