In der 19. Runde der 2. Klasse Nord-Mitte lieferte sich die SPG Windhaag bei Fr./Leopoldschlag mit der Union Neumarkt im Mühlkreis ein 3:3, das vor allem von vielen Standards und einem zähen Ringen im Zentrum lebte. Manuel Hauser sprach von einer „sehr ausgeglichenen Partie“ mit wenigen klaren Chancen. Die Gäste legten dreimal vor, Windhaag fand jedes Mal die Antwort und glich kurz vor Schluss noch aus.

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Neumarkt erwischte den besseren Start: In Minute 20 stellte Sebastian Joe Reidinger auf 0:1. Windhaag brauchte nicht lange, um zurückzukommen. Fünf Minuten später traf Maximilian Herbert Wagner zum 1:1, womit es auch in die Pause ging. „Viele Standardsituationen, wenige Torchancen. Das meiste spielte sich im Mittelfeld ab“, beschrieb Trainer Manuel Hauser die erste Hälfte und erwähnte „ein, zwei nicht zwingende Chancen kurz vor der Halbzeit“. Gleich nach dem Seitenwechsel schlugen die Gäste wieder zu – Maximilian Spalt traf in der 48. Minute zum 1:2. Doch auch darauf fanden die Hausherren eine Antwort: Julian Manzenreiter glich in Minute 55 zum 2:2 aus. Als David Fischer in der 76. Minute das 2:3 erzielte, roch es stark nach Auswärtssieg. Windhaag blieb aber dran und belohnte sich spät: Robin Schinagl besorgte in Minute 86 das 3:3. Einer der Heimtreffer fiel nach einem ruhenden Ball. Hauser dazu: „Unsere Nummer acht hat den Freistoß schön ins lange Eck gezirkelt.“
In seiner Einordnung blieb Hauser nah am Kern dieses Spiels. „Die langen Bälle in die Tiefe haben gut funktioniert und die Standardsituationen“, sagte der Trainer. Gegen einen kompakten Gegner waren offene Räume rar. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, Neumarkt steht sehr kompakt, spielt schnell Bälle in die Tiefe“, erklärte er. Darin sah er aber auch den Grund, warum nicht mehr als ein Punkt heraussprang: „Es hat die letzte Konsequenz nach vorne gefehlt und die Mannschaft wirkte etwas müde.“ Windhaag kam dreimal zurück, das spricht für Moral und Organisation, doch die letzte Durchschlagskraft im Strafraum war nicht oft da. Die späten Antworttore zeigen dennoch, dass der Matchplan mit direkten Bällen hinter die Kette und scharfen Standards grundsätzlich griff.
Für Gesprächsstoff sorgte in der Schlussphase eine Szene, die Hauser klar kritisierte. „Die Gelb-Rote Karte ist sehr fragwürdig. Der Spieler war verletzungsbedingt draußen, hatte schon Gelb. Eine klare Handbewegung des Schiedsrichters Richtung Spieler deutet das Reinkommen an, nach dem Spiel sagte er, er hätte den Spieler noch kein Zeichen zum reinkommen gegeben– und gab dann Gelb-Rot (Michael Grossfurtner). Für mich sehr strittig“, schilderte der Coach die Situation rund um Minute 89. Am Ergebnis änderte das nichts mehr – auch, weil Windhaag kurz davor durch Schinagl das 3:3 fixiert hatte. In der Tabelle bleiben beide eng beieinander: Neumarkt hält nach 19 Runden bei 22 Punkten auf Rang acht, Windhaag mit 21 Zählern direkt dahinter. Der Punkt fühlt sich nach dem Spielverlauf verdient an. Hauser will daraus mitnehmen, was funktioniert hat: Standards und die Tiefe. Gleichzeitig bleibt die Hausaufgabe klar formuliert: mehr Durchschlagskraft im letzten Drittel, um solche engen Abende künftig in drei Punkte zu verwandeln.