Die 20. Runde der 2. Klasse Nord-Mitte brachte einen echten Kraftakt: Der SK St. Magdalena 1b drehte daheim gegen Union Stiftinger Bau Unterweitersdorf ein 0:2 noch in ein 3:2. Trainer Sascha Köglberger sprach von zwei frühen Eigenfehlern, aber auch von viel Moral. „Wir haben 90 Minuten gekämpft und uns am Ende das 3:2 verdient“, hielt er fest. Der Anschlusstreffer vor der Pause legte den Grundstein, nach dem Ausgleich blieb der Gastgeber hartnäckig – und traf in der Nachspielzeit zum viel umjubelten Heimsieg.

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Der Start lief dem Heimteam aus der Spur: Unterweitersdorf schlug zweimal binnen kurzer Zeit zu, beide Male traf Markus Krajinovic – in Minute 18 zum 0:1 und nur zwei Minuten später zum 0:2. „Wir waren eigentlich im Ballbesitz und verlieren den Ball leichtfertig. So haben wir dem Gegner zwei Tore geschenkt“, ärgerte sich Sascha Köglberger über die Entstehung. Doch seine Elf blieb dran. Der Anschluss kam in der 35. Minute: Paul Stefan Schinnerl verkürzte auf 1:2 – laut Köglberger „per Freistoß, bei dem der Tormann der Gäste mithilft“. Mit diesem Lebenszeichen ging es in die Kabine. Nach der Pause arbeitete Magdalena konsequent am Ausgleich, den Max Fries in der 56. Minute besorgte – „schön herausgespielt“, wie der Trainer betonte. Das Spiel blieb offen, beide Teams suchten die Entscheidung. Als vieles schon auf ein Remis hindeutete, stach Magdalena in Minute 90+3: Simon Gschwandtner stellte auf 3:2. „Ein bisschen glücklich“, gab Köglberger zu – aber unterm Strich der späte Punch nach viel Arbeit.
In der Analyse blieb Köglberger klar: „Grundsätzlich war's okay von meiner Mannschaft, aber mit zwei Fehlern haben wir dem Gegner zwei Tore geschenkt. Dann ist es natürlich schwer, einem 0:2 hinterherzulaufen.“ Entscheidend war für ihn, dass sein Team nicht vom Plan abwich. „Wir haben Moral bewiesen und 90 Minuten gekämpft“, sagte er und hob den psychologischen Effekt des 1:2 hervor: „Im Endeffekt war's wahrscheinlich der Anschlusstreffer kurz vor der Halbzeit.“ Der Ausgleich nach der Pause gab zusätzlichen Schub. „Das 2:2 war schön herausgespielt“, so der Coach, der den Lucky Punch zum 3:2 zugleich einordnete: „Ein bisschen glücklich – aber verdient.“ Für den Gegner fand er respektvolle Worte: „Unterweitersdorf war defensiv kompakt und vorn effektiv.“ Auch der Schiedsrichter bekam Lob. „Der Schiedsrichter hat das Spiel gut geleitet“, meinte Köglberger, der das Comeback vor allem als Ergebnis von Haltung und Glauben seiner Truppe verstand.
Der Abend passte aus Sicht der Hausherren in die größere Geschichte dieser Saison: Nach Rückschlägen nicht hängen lassen, dranbleiben, Chancen nutzen. Dass der entscheidende Treffer erst in der Nachspielzeit fiel, spricht für die Hartnäckigkeit, auf die Köglberger baut. „Wir haben nicht aufgegeben und bis zur letzten Minute gekämpft“, sagte er – eine Aussage, die zum gesamten Spielverlauf passt. In der Tabelle der 2. Klasse Nord-Mitte steht der SK St. Magdalena 1b nach 20 Runden mit 31 Punkten auf Rang fünf, Unterweitersdorf hält bei 19 Zählern.
Das direkte Duell zeigte aber auch: Die Gäste sind unangenehm, wenn sie ihre Kompaktheit auf den Platz bringen. Für Magdalena bleibt nach diesem 3:2 nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem das Gefühl, einen langen Weg gegangen zu sein – vom frühen 0:2 bis zum letzten Jubel in Minute 90+3. Genau diesen Rückenwind will man nun mitnehmen.