In der 2. Klasse Nord-Mitte teilten sich am Samstag DSG Union Gutau und SPG Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau beim 1:1 die Punkte. Nach einer chancenarmen ersten Hälfte (0:0) brachte David Schatzl die Gäste in Minute 57 in Führung, ehe Mario Stütz in der 88. für Gutau ausglich. Co-Trainer Jonas Höller sprach von einem gerechten Remis: "Über 90 Minuten geht das Unentschieden auf jeden Fall in Ordnung."

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Die Partie brauchte lange, um Fahrt aufzunehmen. Beide Teams agierten zunächst vorsichtig, suchten die Sicherheit und ließen vor der Pause kaum klare Szenen zu. Das torlose 0:0 zur Halbzeit passte zum Bild, denn es war eine chancenarme Angelegenheit, in der die Abwehrreihen auf beiden Seiten ihren Job machten. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start: In der 57. Minute traf David Schatzl zum 0:1 und belohnte damit die Phase, in der Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau etwas mehr vom Spiel hatte. "Weitersfelden hatte etwas mehr vom Spiel", bestätigte Gutau-Co-Trainer Jonas Höller. Seine junge Truppe ließ sich davon aber nicht unterkriegen, blieb im Spiel, verteidigte aufmerksam – und kam spät doch noch zum Ausgleich: Mario Stütz besorgte in Minute 88 das 1:1, das den umkämpften Verlauf treffend widerspiegelt.
Der Schlüssel aus Gutauer Sicht lag im disziplinierten Arbeiten gegen den Ball. Höller hob die Leistung seiner ganz jungen Mannschaft hervor und ordnete sie klar ein: "Mit einem Altersdurchschnitt unter 20 spielt bei uns fast eine U18. Dafür haben die Jungs große Moral gezeigt und gegen den Ball sehr diszipliniert gearbeitet." Dieses beherzte Verteidigen hielt die Partie offen, auch als die Gäste führten. Gleichzeitig blieb der Co-Trainer realistisch: "Mit dem Ball ist auf jeden Fall noch Verbesserungspotenzial." So fiel die Gutauer Analyse aus. Dadurch entwickelte sich ein Duell, das eher vom Kampf als von Chancen lebte – und am Ende leistungsgerecht unentschieden ausging.
Nach den letzten Wochen war der späte Ausgleich mehr als ein Strohhalm. Höller erinnerte an die personell schwierige Phase und bewertete das Remis entsprechend: "In der aktuellen schweren Phase mit vielen Ausfällen können wir mit dem 1:1 gegen eine starke Mannschaft sehr zufrieden sein."
Das passt auch zur Tabellenlage: Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau mischt mit 36 Punkten vorn mit, während Gutau bei 20 Zählern auf Rang zehn liegt – jeder Zähler zählt. Die Botschaft für die nächsten Runden ist klar: Auf die stabile Defensive aufbauen, die kämpferische Linie beibehalten und mit Ball mutiger werden. "Wir haben uns den Ausgleich am Ende verdient", sagte Höller – ein Satz, der dem Abend in Gutau den passenden Schlusspunkt gibt.