In der 2. Klasse Nord-Mitte hat sich Union Unterweißenbach nach einer starken Rückrunde noch auf Rang fünf vorgeschoben. Trainer Stephan Mayrhofer blickt vor allem auf die Arbeit seit dem Winter positiv zurück, weil die Mannschaft defensiv deutlich stabiler geworden ist und in der Frühjahrstabelle mit 28 Punkten sogar Zweiter war. Weil es weder Abgänge noch Neuzugänge gibt und Tobias Lehner wieder in den Kader rückt, setzt der Verein nun ganz bewusst auf Kontinuität.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Mayrhofer macht keinen Hehl daraus, worauf er seinen positiven Rückblick stützt. "Ich bin mit der Entwicklung der Mannschaft vor allem seit der Wintervorbereitung sehr zufrieden", sagt der Trainer und nennt auch sofort den Punkt, an dem in Unterweißenbach besonders gearbeitet wurde. "Wir haben in der Wintervorbereitung ein Hauptaugenmerk auf unsere Defensive gelegt. Das hat sich im Frühjahr auch bezahlt gemacht." Genau darin sieht er den entscheidenden Unterschied zur ersten Saisonhälfte. "Wir haben nur mehr halb so viele Gegentore bekommen wie noch in der Herbstsaison. Wir haben zwar nicht mehr so viele geschossen, aber viel mehr Punkte gemacht." Dass diese Entwicklung nicht nur ein Gefühl ist, sondern sich auch in den Ergebnissen niedergeschlagen hat, zeigt der Blick auf den Schlussspurt. Aus den letzten fünf Partien holte Unterweißenbach vier Siege, gewann gegen Union Kefermarkt mit 2:0, in Unterweitersdorf mit 3:1, gegen SK St. Magdalena 1b mit 2:1 und zum Abschluss gegen Union Neumarkt i.M. mit 6:4. Dazwischen stand nur das 0:2 bei Union Alberndorf. Für Mayrhofer ergibt sich daraus ein stimmiges Bild: "Letztendlich haben wir mit 28 Punkten in der Frühjahrstabelle auf dem zweiten Platz abgeschlossen und das freut uns alle im Verein sehr."
In Unterweißenbach soll dieser Aufschwung nicht mit großen Änderungen begleitet werden, sondern mit Ruhe. Mayrhofer sagt klar: "Es hat kein Spieler den Verein verlassen." Ebenso eindeutig fällt seine Antwort bei den Neuzugängen aus. "Es gibt auch keine Neuzugänge. Wir vertrauen der bestehenden Mannschaft." Diese Linie passt zu dem Bild, das der Trainer von seiner Gruppe zeichnet. Er will nicht einzelne Spieler herausheben, sondern das Gefüge als Ganzes betonen. "Ich möchte das Mannschaftsgefüge als Ganzes hervorheben", sagt er und erklärt auch, warum ihm dieser Punkt so wichtig ist. "In Unterweißenbach herrscht eine sehr gute Stimmung unter den Spielern. Wir haben eine sehr junge Mannschaft und die Jungs unternehmen auch privat viel gemeinsam." Für einen Verein in dieser Liga ist das mehr als nur ein angenehmer Nebenaspekt, weil daraus oft auch Verlässlichkeit und Zusammenhalt über eine lange Saison entstehen. Ein kleiner personeller Impuls kommt dennoch aus dem eigenen Bestand: "Tobias Lehner kommt nach seiner Verletzung im Frühjahr wieder zurück in den Kader." Auch das stärkt den Eindruck, dass Unterweißenbach im Sommer nicht neu anfangen muss, sondern auf einer funktionierenden Basis aufbauen kann.
Dass in Unterweißenbach derzeit nicht nur sportlich einiges zusammenpasst, zeigt sich auch rund um den Fußballplatz. Mayrhofer verweist auf zwei Termine, die im Vereinsumfeld bereits für Bewegung sorgen. "Dieses Wochenende gibt es den Plattl-Cup in Unterweißenbach. Mit über fünfzig Mannschaften wird das eine super Veranstaltung am Fußballplatz", sagt er. Lange durchatmen ist danach ohnehin nicht angesagt, denn "in zwei Wochen findet bereits der Mühlviertler Alm-Cup in Unterweißenbach statt". Auch solche Veranstaltungen unterstreichen, dass beim Fünften der abgelaufenen Saison etwas in Bewegung ist. Interessant ist zudem, dass Mayrhofer den Blick nicht nur auf den eigenen Verein richtet. "Besonders beeindruckt hat mich die Entwicklung der Spielgemeinschaft aus Leopoldschlag", sagt er über einen Konkurrenten aus der Liga. Für die eigene Mannschaft leitet er daraus aber keinen Zweifel, sondern Zuversicht ab. "Ich traue dieser Mannschaft in Zukunft noch sehr viel zu", betont der Trainer und ergänzt mit Blick auf die neue Saison: "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir nächstes Jahr wieder ein gewaltiges Wörtchen in dieser Klasse mitreden können." Nach dem starken Frühjahr ist das in Unterweißenbach keine laute Ansage, sondern eine, die sich aus den vergangenen Monaten nachvollziehbar ableiten lässt.