Der Hebel für eine bessere Saison ist in Neumarkt schnell gefunden: Nach Rang zwölf in der 2. Klasse Nord-Mitte will die Union Neumarkt im Mühlkreis vor allem vor eigenem Publikum wieder verlässlicher punkten. „Eher negativ“, sagt Sektionsleiter-Stellvertreter Leopold Krempl im Gespräch mit Ligaportal über die abgelaufene Spielzeit. Verletzungen, eine sehr junge Mannschaft und schwache Heimauftritte haben den Verein gebremst. Der Sommer bringt deshalb keinen großen Umbau, sondern die Hoffnung, dass das vorhandene Team stabiler wird.

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Die Analyse fällt in Neumarkt knapp, aber eindeutig aus. Der zwölfte Platz entsprach nicht den Vorstellungen des Vereins, wobei Krempl zwei Gründe sofort nennt: „Verletzungen und eine junge Mannschaft.“ Gerade diese Kombination machte die Saison schwierig. Fielen Spieler aus, mussten jene viel Verantwortung übernehmen, die sich noch entwickeln. Das ist zwar Teil des eingeschlagenen Weges, kostet in einer langen Meisterschaft aber oft Punkte.
Entsprechend liegt in der Vorbereitung ein Schwerpunkt nicht nur auf der Arbeit am Platz, sondern auch auf der Entwicklung innerhalb des bestehenden Kaders. Krempl formuliert das ohne Umschweife: Es gehe darum, „dass sich die jungen Spieler weiterentwickeln“. Vieles deutet darauf hin, dass genau dieser Punkt auch in der kommenden Saison entscheidend sein wird. Neue Gesichter kommen keine dazu, also muss die Steigerung aus der eigenen Mannschaft heraus entstehen.
Am deutlichsten wurde das Problem in der heimischen Arena. Während die Auftritte in der Fremde aus Sicht des Vereins weitgehend in Ordnung waren, blieb Neumarkt zu Hause zu oft hinter den Erwartungen zurück. „Bei den Heimspielen haben wir sehr schlecht abgeschnitten. Auswärts hätte es gepasst“, sagt Krempl. Damit ist auch das zentrale Thema für die neue Spielzeit benannt.
Die Union will wieder mehr aus ihren Heimpartien machen, denn dort ließ die Mannschaft in der vergangenen Saison zu viel liegen. Krempl bringt das Ziel auf einen einfachen Nenner: „Wir wollen daheim wieder stärker werden.“ Eine spektakuläre Ansage ist das nicht, für die Neumarkter aber eine sehr konkrete. Wenn sich an diesem Punkt etwas verbessert, dürfte sich auch das Gesamtbild der Saison ändern.
Wer im Sommer große personelle Veränderungen erwartet hat, wird in Neumarkt nicht fündig. Laut Krempl gibt es keine Neuzugänge. Auch im Trainerstab oder im Vereinsumfeld stehen keine Änderungen an. Der Verein setzt also auf Kontinuität und darauf, dass das bestehende Gerüst mehr Konstanz entwickelt als noch in der vergangenen Saison.
Bei den Abgängen spricht Krempl lediglich von einem Tormann und einem Verteidiger. Auf der anderen Seite kehren mit Lukas Gstöttenbauer und Luca Lengauer zwei Spieler zurück, die dem Kader wieder mehr Breite geben sollen. Viel mehr Bewegung ist im Sommer nicht zu erkennen. Für die Fans bedeutet das: keine neue Mannschaft, sondern ein Team, das an bekannten Baustellen arbeitet und intern Lösungen sucht.
Genau das prägt den Sommer in Neumarkt. Der Verein setzt darauf, dass weniger Verletzungsprobleme, reifere junge Spieler und bessere Heimauftritte den Unterschied machen. Die Vorgaben sind damit klar umrissen: Die Union muss nicht neu erfunden werden, sie muss im Alltag verlässlicher werden.