In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die SPG Windhaag/Leopoldschlag am Samstagnachmittag gegen die DSG Union Gutau eine empfindliche 0:6-Heimniederlage hinnehmen müssen. Schon zur Pause lag die Mannschaft von Trainer Manuel Hauser 0:4 zurück, weil Benedikt Brunner früh und konsequent zuschlug. Hauser sparte nach dem Schlusspfiff nicht mit deutlichen Worten und sprach von einem Auftritt, bei dem seine Elf über die gesamte Spielzeit chancenlos gewesen sei.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Schon der Spielverlauf ließ wenig Raum für Hoffnung auf Seiten der SPG Windhaag bei Fr./Leopoldschlag. Nach neun Minuten brachte Benedikt Brunner die DSG Union Gutau in Führung, in der 19. Minute legte derselbe Spieler das 0:2 nach. Damit war früh klar, in welche Richtung sich dieser Abend entwickeln würde. Brunner blieb der entscheidende Mann der ersten Hälfte und erhöhte in Minute 25 auf 0:3, ehe er kurz vor dem Pausenpfiff auch noch das 0:4 erzielte. Damit war die Partie praktisch bereits entschieden. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Kräfteverhältnis zwischen der SPG Windhaag bei Fr./Leopoldschlag und der DSG Union Gutau nichts Grundsätzliches mehr. In der 71. Minute traf Philipp Pilgerstorfer zum 0:5, David Gusenbauer setzte in der 83. Minute den Schlusspunkt zum 0:6.
Der Trainer der SPG Windhaag bei Fr./Leopoldschlag fasste die 90 Minuten entsprechend hart zusammen. „Wir waren das ganze Spiel über chancenlos. Gutau hat gedrückt und wir haben kein Mittel gefunden, das unter Kontrolle zu bringen“, sagte Manuel Hauser. Die Deutlichkeit seiner Worte passte zum Ergebnis. Besonders störte ihn, dass seine Mannschaft in vielen Bereichen ständig zu spät kam und nie richtig in die direkten Duelle fand. „Wir waren jedes Mal drei Schritte zu langsam, konnten keinen Zweikampf gewinnen und keine Tore verteidigen“, so Hauser. Dass die Niederlage für ihn nicht an einem einzigen Abschnitt festzumachen war, sprach er ebenfalls offen an: „Die Verteidigung, die Offensive, heute hat gar nichts zusammengespielt. In Wahrheit hat gar nichts funktioniert.“ Viel eindeutiger lässt sich ein gebrauchter Nachmittag kaum zusammenfassen.
Ebenso offen sprach Manuel Hauser darüber, warum die DSG Union Gutau den Platz als klarer Sieger verließ. Auf die Frage, was der Gegner besser gemacht habe, antwortete er knapp: „Alles.“ Danach führte er seine Einschätzung noch genauer aus: „Sie hatten ein konsequentes Spiel nach vorne, waren zielstrebiger, haben die Tore gemacht und damit auch verdient gewonnen.“ Für ihn lag der Unterschied vor allem in der Präsenz und in der Entschlossenheit auf dem Platz. „Gutau war präsent. Sie wollten gewinnen. Wir waren nur Statisten und haben nur zugesehen“, sagte der Trainer. Eine Szene blieb ihm trotzdem hängen, weil seine Mannschaft in der Schlussphase aus seiner Sicht noch einen Elfmeter hätte bekommen können. Die Leistung des Schiedsrichters nannte er insgesamt „durchschnittlich“. Am Gesamteindruck dieses 0:6 änderte das für ihn aber nichts mehr.
Für die SPG Windhaag/Leopoldschlag bleibt damit schon früh in der Saison einiges aufzuarbeiten. Aus den Aussagen von Manuel Hauser sprach weniger die Suche nach Ausreden als eine sehr nüchterne Bestandsaufnahme. Dass er den entscheidenden Moment mit dem Satz „Gutau hat sechs Tore gemacht und wir keines“ zusammenfasste, zeigte noch einmal, wie eindeutig diese Niederlage aus seiner Sicht war. Nach einem 0:4 zur Pause und insgesamt sechs Gegentoren gibt es für die Gastgeber wenig schönzureden. Umso wichtiger wird es nun sein, die Deutlichkeit dieses Nachmittags rasch einzuordnen und in den nächsten Spielen eine Reaktion zu zeigen, während die DSG Union Gutau mit diesem klaren Auswärtssieg den starken Start in die Saison eindrucksvoll bestätigte.