Spielberichte

"Der unbedingte Wille zum Sieg": SV Sandl trifft nach 3:3 in der Nachspielzeit

Union Bad Kreuzen
SV Wimberger Sandl

In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die Union Bad Kreuzen gegen den SV Wimberger Sandl eine spektakuläre 3:4-Niederlage hinnehmen müssen. Nach einem 3:2 zur Pause glichen die Gäste aus und schlugen in der Nachspielzeit noch einmal zu. Neo-Trainer Markus Satzinger sprach von einem offenen Schlagabtausch und führte den Auswärtssieg vor allem auf "Kampfgeist und Wille zum Sieg" zurück.

Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Fünf Tore in einer wilden ersten Hälfte

Wer in Bad Kreuzen auf einen vorsichtigen Beginn gehofft hatte, bekam spätestens ab der 26. Minute das genaue Gegenteil geboten. Da brachte Patrik Vanek die Gäste mit 1:0 in Führung, doch lange hielt dieser Vorsprung nicht. Manuel Buchberger glich nur zwei Minuten später für Bad Kreuzen aus und drehte die Partie in der 33. Minute sogar auf 2:1. Sandl ließ sich davon aber nicht aus der Spur bringen. Tomas Lestina stellte in der 41. Minute wieder auf 2:2, ehe Lukas Fröschl kurz vor der Pause noch das 3:2 für die Heimelf besorgte. Es war eine Halbzeit, in der das Spiel ständig die Richtung wechselte und in der kein Team die Partie wirklich beruhigen konnte. Satzinger fasste diesen Verlauf nach dem Schlusspfiff passend zusammen: "Es war von Anfang an ein offener Schlagabtausch mit dem glücklicheren Ende für den Tüchtigeren."

Nach dem 3:3 blieb Sandl am Drücker

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen, nur der nächste Treffer fiel diesmal auf der anderen Seite. Daniel Granov traf in der 55. Minute zum 3:3 und stellte damit wieder alles auf Anfang. Genau dieses Hin und Her meinte der Sandl-Trainer, als er sagte: "Bis zur 70. Minute war das Spiel auf Augenhöhe und es ging immer hin und her." Danach sah Satzinger seine Mannschaft immer entschlossener. Während die Partie lange keinen klaren Besitzer hatte, wurden die Gäste in der Schlussphase zielstrebiger. "Die letzten 20 Minuten haben wir auf den unbedingten Siegtreffer gedrückt", sagte der Trainer. Dass dieser Treffer dann tatsächlich noch fiel, passte zur gesamten Dramaturgie dieses Nachmittags. In der 90+3. Minute sorgte Marcel Felbermayer schließlich für das 4:3 und damit für den späten Auswärtssieg. Satzinger nannte es treffend: "Zum Schluss war es ein Lucky Punch von Marcel Felbermayer."

Kampfgeist als Erklärung für drei Punkte

Für den neuen Coach lag die Erklärung für diesen Erfolg nicht in einer einzelnen Szene, sondern in der Haltung seiner Mannschaft über die gesamte Spielzeit hinweg. "Was heute besonders gut funktioniert hat, waren Kampfgeist und Wille zum Sieg", sagte Satzinger, und genau so ordnete er auch das Ende dieser Partie ein. Trotz des späten Treffers wollte er den Sieg nicht als bloßen Zufall verstanden wissen. "Der Sieg geht aufgrund des unbedingten Willens zum Sieg in Ordnung", hielt er fest. Dass es in einem so engen und torreichen Spiel auch Diskussionen geben kann, verschwieg er nicht. "Es waren ein paar strittige Entscheidungen dabei, aber auf beiden Seiten gleich", meinte Satzinger und nahm damit bewusst jede größere Debatte aus dem Spiel. Für den SV Sandl zahlt sich dieser späte Treffer auch tabellarisch aus: Nach vier Runden halten die Gäste bei acht Punkten und liegen auf Rang vier. Die Union Bad Kreuzen bleibt nach der bitteren Heimniederlage vorerst bei drei Zählern.

2. Klasse Nord-Mitte: Bad Kreuzen : SV Wimberger Sandl - 3:4 (3:2)

  • 93
    Marcel Felbermayer 3:4
  • 55
    Daniel Granov 3:3
  • 43
    Lukas Fröschl 3:2
  • 41
    Tomas Lestina 2:2
  • 33
    Manuel Buchberger 2:1
  • 28
    Manuel Buchberger 1:1
  • 26
    Patrik Vanek 0:1