In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die Union Kefermarkt gegen die SPG Windhaag/Leopoldschlag mit 1:2 verloren. Trainer Manuel Hauser sah genau die Partie, die seine Mannschaft annehmen wollte: weniger Ballbesitz, dafür viel Disziplin gegen den Ball und sauberes Umschalten. Nach einem torlosen ersten Durchgang entschieden zwei Treffer der Gäste die Begegnung, ehe Kefermarkt in der 90. Minute nur noch verkürzen konnte.

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Von Beginn an war für Hauser klar zu erkennen, wie sich die Partie entwickeln würde. „Von Anpfiff an hatte Kefermarkt mehr Ballbesitz. Wir haben sehr diszipliniert gespielt, sehr gut verteidigt und probiert, schnell umzuschalten und unsere Chancen durch Konter zu nutzen“, sagte der Trainer der Gäste nach dem Schlusspfiff. Genau dieses Bild zog sich auch durch die erste Halbzeit. Kefermarkt hatte mehr vom Spiel und war die Mannschaft, die häufiger den Ball in den eigenen Reihen hatte, Windhaag/Leopoldschlag hielt aber mit Ordnung und Konsequenz dagegen. Die Gäste ließen sich nicht aus der Struktur bringen, arbeiteten sauber gegen den Ball und brachten die Gastgeber damit immer wieder in jene Zonen, in denen es eng wurde. So ging es mit einem 0:0 in die Pause, das aus Sicht der Gäste zur Spielanlage passte.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann jenen Verlauf, den Hauser im Rückblick als entscheidend hervorhob. „Der wichtigste Moment war das 1:0 von uns und dass wir nachlegen und noch ein zweites Tor machen konnten“, sagte er. In der 55. Minute brachte Philipp Haiböck die Gäste in Führung, und auch die Entstehung dieses Tores blieb dem Trainer im Kopf. „Das erste Tor war ein Freistoß aus ungefähr 30 Metern. Der Tormann konnte ihn abwehren, aber der Ball fiel ihm unglücklich ins Tor“, schilderte Hauser die Szene. Mit diesem Treffer war Windhaag/Leopoldschlag vorne, und die Gäste konnten auf ihrer stabilen Grundlage aufbauen. In der 82. Minute folgte dann das 0:2 durch Robin Schinagl. Hauser sprach dabei von „einem perfekt vorgetragenen Angriff und einem perfekten Abschluss“. Dass Kefermarkt in der 90. Minute durch Maximilian Irndorfer noch auf 1:2 verkürzte, änderte am Ausgang nichts mehr.
Für den Trainer stand nach dem Spiel vor allem die Arbeit gegen den Ball im Mittelpunkt. „Die Defensivleistung war sehr gut. Wir konnten nahezu alles verteidigen, ließen kaum Torchancen zu und machten auch die nötigen Tore“, sagte Hauser, und damit lieferte er zugleich die Erklärung für diesen Auswärtssieg. Die Union Kefermarkt war für ihn zwar „spielbestimmend“ und hatte mehr Ballbesitz, im letzten Drittel aber fehlte aus seiner Sicht die Durchschlagskraft. „Sie kamen nicht durch unsere Abwehr durch und kamen zu wenigen zwingenden Torchancen“, meinte der Coach. Dass es darüber hinaus keine Aufregung gab, passte zum nüchternen Gesamtbild des Sonntagnachmittags: „Es gab keine strittigen Szenen, über die man diskutieren konnte. Die Leistung von Schiedsrichter Bindeus war sehr gut.“ In der Tabelle stehen beide Mannschaften nach vier Runden bei vier Punkten, für die SPG Windhaag/Leopoldschlag ist dieser Sieg aber vor allem deshalb wichtig, weil die eigene Idee über weite Strecken klar zu sehen war.