In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die Union Bad Kreuzen gegen die Union Neumarkt/M. trotz einer späten Aufholjagd 2:3 verloren. Nach einem 0:3 zur Pause kam Bad Kreuzen erst in der Schlussphase noch einmal heran, für Zählbares reichte es aber nicht mehr. Trainer Marcel Hirnschrott machte vor allem den Start für die Niederlage verantwortlich: „Die ersten zwei Tore waren sicher der Knackpunkt.“

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Der Nachmittag begann für Bad Kreuzen genau so, wie man ihn aus Sicht der Gastgeber nicht haben wollte. Schon in der 10. Minute brachte Dominik Weidinger die Gäste mit 1:0 in Führung, nur drei Minuten später erhöhte Elias Grabner auf 2:0. Hirnschrott sprach danach von einem ganz unglücklichen Beginn. „Wir sind ganz unglücklich in die Partie gestartet. Nach dem 1:0 und 2:0 war das für die Köpfe extrem schwierig“, sagte der Trainer. Seine Mannschaft habe sich danach zwar wieder etwas aufgebäumt und den Weg zurück in die Partie gesucht, kurz vor der Pause fiel aber auch noch das 0:3 durch Sebastian Joe Reidinger. Gerade dieses dritte Gegentor wurmte ihn besonders. „Auch das 3:0 war komplett unnötig“, sagte Hirnschrott und verwies darauf, dass diese Situation aus seiner Sicht durchaus zu klären gewesen wäre.
Mit dem 0:3 zur Halbzeit war die Ausgangslage klar, entschieden fühlte sich die Partie aus Sicht der Gastgeber aber noch nicht an. Hirnschrott betonte, dass seine Mannschaft sich nie aufgegeben habe und vor allem in der Schlussphase noch einmal deutlich mehr Druck machte. „Die letzten 25 Minuten haben eigentlich uns gehört“, sagte er. In dieser Phase kam Bad Kreuzen dann auch noch heran: Manuel Buchberger verkürzte in der 82. Minute auf 1:3, Michael Aschauer legte in der 90. Minute das 2:3 nach. Der Trainer sah davor und danach noch die Chance, das Spiel ganz offen zu machen. „Wir haben dann wirklich super Spielzüge gehabt und sind zu guten Chancen gekommen. Wir haben gekämpft und gerackert, aber leider sind wir nicht belohnt worden“, so Hirnschrott, der bis zum Schlusspfiff auf den späten Ausgleich hoffte.
Entscheidend war für den Bad-Kreuzen-Coach deshalb weniger das nackte Endergebnis als die Art, wie die ersten Gegentore zustande kamen. „Die ersten zwei Tore waren sicher der Knackpunkt“, hielt Hirnschrott fest. Auch darüber hinaus sparte er nicht mit Selbstkritik. Aus seiner Sicht fehlte seiner Mannschaft in manchen Situationen etwas Glück, vor allem aber in der ersten knappen Stunde die volle Konzentration. „In den ersten 50 bis 55 Minuten waren wir auf gewissen Positionen nicht zu hundert Prozent mit dem Kopf da“, sagte er. Neumarkt habe es dagegen ordentlich angelegt, in der Defensive anfangs stabil gestanden und über die Seiten gute Umschaltmomente gehabt. Trotzdem blieb Hirnschrott bei seiner Einschätzung, dass die drei Gegentore grundsätzlich zu verteidigen gewesen wären und genau dort der größte Ärger über diese Niederlage liege.
Bei aller Enttäuschung nahm der Trainer aus dem Finish dennoch etwas Positives mit. Dass seine Mannschaft nach dem 0:3 nicht auseinanderfiel, sondern bis zum Schluss an einem besseren Ergebnis arbeitete, wertete er als wichtigen Punkt für die kommenden Wochen. „Wir haben uns auch nach dem 0:3 nie aufgegeben. Wir haben alles versucht, damit wir noch zu einem Punkt kommen“, sagte Hirnschrott. Streitpunkte abseits des Spiels wollte er keine aufmachen, auch den Unparteiischen fand er „über 90 Minuten sehr in Ordnung“. Unter dem Strich bleibt für die Union Bad Kreuzen in Runde sechs die knappe Heimniederlage, die Gastgeber halten damit weiter bei drei Punkten. Die Union Neumarkt nimmt dagegen drei Zähler mit und steht nun bei zehn. Für Hirnschrott ist die Richtung trotzdem klar: Wenn man die vermeidbaren Fehler abstellt, „werden auch die Ergebnisse kommen und die Punkte werden wir in Bad Kreuzen wieder einfahren“.