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„Bis zur letzten Minute immer an der Kippe“ – Union Pabneukirchen hält in Unterweißenbach stand

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Unterweißenbach
Pabneukirchen

In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die Union Unterweißenbach gegen die Union Pabneukirchen einen offenen Schlagabtausch mit 2:3 verloren. Trainer Christian Schachenhofer sprach nach dem Auswärtssieg von einer Partie, die „bis zur letzten Minute immer an der Kippe“ war. Ausschlaggebend waren für ihn nicht einzelne Glanzmomente, sondern Siegeswille, konsequente Arbeit gegen den Ball und eine Mannschaft, die als Kollektiv auftrat.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Foto von Amr Taha™ auf Unsplash

Pabneukirchen legt zweimal vor, Unterweißenbach kommt zweimal zurück

Schachenhofer hatte genau das Spiel bekommen, das er erwartet hatte. „Wir haben gewusst, dass es in Unterweißenbach ein schwieriges und hartes Spiel wird aufgrund des kleinen Platzes und dass wir mit Siegeswillen und der richtigen Kampfeinstellung auftreten müssen“, sagte der Trainer. Seine Mannschaft setzte das aus seiner Sicht anfangs gut um und ging schon in der 3. Minute durch Manuel Gruber mit 1:0 in Führung. Ruhe brachte das allerdings nicht dauerhaft hinein, denn Unterweißenbach kam durch Tobias Lehner in der 17. Minute zum Ausgleich. Gerade in dieser Phase sah Schachenhofer bei seinem Team einen kurzen Bruch. „Wir waren da ein bisschen zu passiv“, meinte er. Pabneukirchen steckte das aber weg, fand wieder besser hinein und kam in der 32. Minute erneut voran, wieder war es Manuel Gruber, der zum 2:1 traf. Lange hielt aber auch diese Führung nicht. Noch vor der Pause fiel nach einem Missverständnis in der Defensive der Gäste das 2:2 durch Marcel Lindner, und damit war zur Halbzeit alles wieder offen.


Elfmeter bringt Entscheidung, danach beginnt Abwehrarbeit

Nach dem Seitenwechsel wollte Pabneukirchen laut seinem Trainer vor allem eines: dem druckvollen und kampfbetonten Spiel der Gastgeber standhalten und selbst dagegenhalten. Genau so beschrieb Schachenhofer auch die Vorgabe an seine Mannschaft. In dieser Phase holten die Gäste einen Elfmeter heraus, den Rene Kloibhofer in der 58. Minute sicher zum 3:2 verwandelte. Für den Trainer war dabei vor allem wichtig, dass seine Mannschaft nach der Pause wieder klare Antworten fand. „Wir haben uns vorgenommen, dem sehr druckvollen und kampfbetonten Spiel von Unterweißenbach entgegenzuwirken und gut dagegenzuhalten“, sagte er. Danach drängte Unterweißenbach auf den neuerlichen Ausgleich, doch Pabneukirchen brachte die knappe Führung über die Zeit. Schachenhofer hob deshalb ausdrücklich die Arbeit gegen den Ball hervor: „Da muss ich die Verteidigungsleistung meiner Mannschaft, auch die vom Tormann, herausheben, die diesen knappen Sieg festgehalten haben.“

Kein Spiel zum Durchatmen, aber eines mit viel Widerstandskraft

Dass dieser Auswärtssieg kein Nachmittag zum Zurücklehnen war, machte Schachenhofer sehr deutlich. Einen Moment, in dem die Partie endgültig auf die Seite seiner Mannschaft gekippt wäre, habe es aus seiner Sicht nicht gegeben. „Es war bis zum Schluss, bis zur letzten Minute immer an der Kippe“, sagte er. Gerade deshalb ordnete er den Erfolg weniger über einzelne Tore als über die Haltung seiner Mannschaft ein. Die Treffer seien nicht außergewöhnlich gewesen, erklärte er, aber sie seien klar und entschlossen zu Ende gespielt worden. Besonders die beiden Tore von Manuel Gruber seien nach schnellem Spiel in die Spitze gefallen, und auch beim Strafstoß gab es für ihn keine Diskussion. „Diesmal war das Glück auf unserer Seite, weil wir es uns auch erarbeitet und mehr gewollt haben“, sagte Schachenhofer. Genau dieser Satz erklärt den Auftritt seiner Mannschaft wohl am besten: nicht spektakulär, aber widerstandsfähig und im entscheidenden Moment konsequent genug.

Viel Lob für Kollektiv und Respekt vor Gegner

Obwohl die Union Pabneukirchen drei Punkte mitnahm, wollte Schachenhofer den Erfolg nicht dazu nützen, sein Team künstlich über den grünen Klee zu loben. Er blieb nah am Spiel und sah nur einen kleinen Punkt, den man ansprechen könnte: „Wenn wir in der ersten Halbzeit unsere Chancen noch effizienter genutzt hätten, wäre es vielleicht schon früher mehr in unsere Richtung gekippt.“ Gleichzeitig schob er aber sofort nach, dass man nicht aus jeder Möglichkeit ein Tor machen könne. Deutlich wichtiger war ihm etwas anderes. „Der unnachgiebige Einsatz“ sei wieder die größte Stärke gewesen, ebenso die Bereitschaft, „über die Grenzen jedes Einzelnen zu gehen“. Dazu kam aus seiner Sicht der geschlossene Auftritt der ganzen Gruppe. „Die Mannschaft tritt derzeit als Kollektiv auf“, sagte er, und er sprach auch davon, dass man nun wieder in einem Flow sei, solche engen Spiele zu gewinnen. Bemerkenswert war auch, wie respektvoll er die Union Unterweißenbach einordnete. Die Gastgeber seien „wirklich kampfbetont“, hätten ein gutes Mittelfeld und starke Drangphasen gehabt. Für Schachenhofer steht deshalb fest, dass der Tabellenplatz die Qualität von Unterweißenbach nicht ganz widerspiegelt. Für Pabneukirchen bleibt unter dem Strich ein 3:2-Auswärtssieg, der genau in die Kategorie fällt, die im Unterhaus oft besonders viel wert ist: eng, unangenehm und gerade deshalb ein echter Prüfstein.

2. Klasse Nord-Mitte: Unterweißenbach : Pabneukirchen - 2:3 (2:2)

  • 58
    Rene Kloibhofer 2:3
  • 43
    Marcel Lindner 2:2
  • 32
    Manuel Gruber 1:2
  • 17
    Tobias Lehner 1:1
  • 3
    Manuel Gruber 0:1