Spielberichte

„Durch die zwei strittigen Situationen ist meine Mannschaft gebrochen“ – SV Sandl-Coach Satzinger über den Bruch nach dem 2:2

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Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau
SV Wimberger Sandl

Im Top-Duell der 2. Klasse Nord-Mitte musste sich der SV Wimberger Sandl bei der SPG Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau klar mit 2:6 geschlagen geben. Neo-Trainer Markus Satzinger sah seine Mannschaft über längere Phasen dennoch auf gutem Niveau und machte vor allem zwei Fehlentscheidungen vom Linienrichter als Knackpunkte aus. Gleichzeitig sprach er den Gastgebern Respekt aus, lobte deren Offensive und gratulierte am Ende fair zum Sieg.

Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

Image by Phillip Kofler from Pixabay

Sandl legt vor, Weitersfelden dreht noch vor der Pause

Der Auftakt sprach zunächst für die Gäste. Sandl ging bereits in der 6. Minute durch Thomas Hofer mit 1:0 in Führung und hatte damit genau den Start, den man sich in einem Spitzenspiel wünscht. Satzinger war mit dem Beginn seiner Mannschaft auch inhaltlich einverstanden und formulierte das sehr deutlich: „Meine Mannschaft hat die ersten 20 Minuten Weitersfelden an die Wand gespielt.“ Auf der Anzeigetafel blieb dieser starke Einstieg aber nicht lange stehen, weil Daniel Urban in der 14. Minute zum 1:1 ausglich. Noch vor der Pause legte Maximilian Gutenbrunner in der 19. Minute das 2:1 für die Heimelf nach. Aus Sicht des Sandl-Trainers war gerade dieser Treffer eine jener Szenen, über die er sich nach dem Spiel besonders ärgerte. „Das Tor zum 2:1 war mindestens einen halben Meter abseits“, sagte Satzinger. Mit dem 2:1 ging es schließlich auch in die Kabinen.


Nach dem 2:2 kippt Partie innerhalb weniger Minuten

Nach dem Seitenwechsel kam Sandl noch einmal stark zurück. Patrik Vanek traf in der 48. Minute zum 2:2 und stellte damit das Spiel wieder auf Anfang. Auch diese Phase sah Satzinger klar bei seiner Mannschaft. „In der zweiten Hälfte waren die ersten 25 Minuten wieder dasselbe Bild“, erklärte der Trainer und meinte damit, dass seine Elf das Spiel in dieser Zeit erneut gut im Griff hatte. Dann folgte aus seiner Sicht jedoch der Bruch. Beim 3:2 durch Fabian Hackl in der 69. Minute reklamierte Satzinger einen Ball im Aus. „Dem Tor zum 3:2 ging ein Outball voraus, der mindestens zehn Zentimeter über der Linie war, wobei der Schiedsrichter der 5 Meter daneben stand nicht eingegriffen hatte“, sagte er. Innerhalb kurzer Zeit zog Weitersfelden dann davon: Armin Herzog erhöhte in der 71. Minute auf 4:2, Philipp Kreindl traf in der 78. Minute zum 5:2 und Dominik Hennerbichler setzte in der 84. Minute mit dem 6:2 den Schlusspunkt. Den Zusammenhang aus seiner Sicht brachte Satzinger auf eine knappe Formel: „Durch die zwei strittigen Situationen, das Abseitstor und den Outball, ist meine Mannschaft gebrochen.“ Gleichzeitig hielt er fest: „Der Schiedsrichter war ansonsten ein sehr guter Spielleiter.“

Viel Lob für eigene Mannschaft, Respekt für Gegner und Blick nach vorne

Trotz des klaren Ergebnisses wollte der neue Coach seine Mannschaft nicht kleinreden. Einzelne Spieler stellte er nicht heraus, stattdessen sprach er bewusst der gesamten Gruppe ein Lob aus. Das passt zu seiner Analyse, denn er sah über weite Strecken eine Leistung, auf die sich aufbauen lässt, auch wenn die Niederlage am Ende deutlich ausfiel. Gleichzeitig ordnete er die Qualität des Gegners klar ein: „Der Gegner ist in der Offensive die stärkste Mannschaft in der Liga. Sie haben meiner Meinung nach die beste Offensive, und darum haben sie gegen uns gewonnen.“ Deshalb fiel sein Schlusswort trotz aller Kritik an den strittigen Szenen fair aus. „Ich möchte trotzdem der SPG Weitersfelden/Kaltenberg zum Sieg gratulieren. Sie sind im Endeffekt als verdienter Sieger vom Platz gegangen“, sagte Satzinger. Für den SV Sandl richtet sich der Blick nun auf das nächste Duell mit Gutau. Dort erwartet der Trainer eine Reaktion: „Meine Erwartungen sind, dass wir wieder mit drei Punkten nach Hause fahren.“ Entscheidend werde sein, „dass wir das Spiel, das wir nur phasenweise zeigen, über 90 Minuten durchziehen.“

2. Klasse Nord-Mitte: Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau : SV Wimberger Sandl - 6:2 (2:1)

  • 84
    Dominik Hennerbichler 6:2
  • 78
    Philipp Kreindl 5:2
  • 71
    Armin Herzog 4:2
  • 69
    Fabian Hackl 3:2
  • 48
    Patrik Vanek 2:2
  • 19
    Maximilian Gutenbrunner 2:1
  • 14
    Daniel Urban 1:1
  • 6
    Thomas Hofer 0:1