In der 2. Klasse Nord-Mitte hat sich Union Arbing am Sonntag Union Neumarkt im Mühlkreis mit 1:3 geschlagen geben müssen. Nach torloser erster Hälfte zog Neumarkt die Partie binnen weniger Minuten auf seine Seite. Sportlicher Leiter und Torschütze Lukas Gstöttenbauer sah seine Mannschaft über weite Strecken im Vorteil und brachte es knapp auf den Punkt: „Wir haben großteils eigentlich auf ein Tor gespielt.“

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So klar, wie das Ergebnis nach 90 Minuten aussah, war die Partie auf der Anzeigetafel lange nicht. Zur Pause stand es 0:0, obwohl die Gäste laut Gstöttenbauer von Beginn an mehr vom Spiel hatten. „Grundsätzlich hat Neumarkt mehr gedrückt. Wir haben eigentlich mehr auf ihr Tor gespielt“, sagte er nach dem Spiel. Von Arbing habe es zwar „ein, zwei Aktionen“ gegeben, wirklich zwingend sei die Heimmannschaft bis dahin aber nicht geworden. Die heikelste Szene der ersten Halbzeit entstand aus Neumarkter Sicht erst kurz vor der Pause, als Arbing einen Elfmeter zugesprochen bekam. Gstöttenbauer sprach von einem „fragwürdigen Elfer“, der den Gastgebern letztlich aber nichts brachte, weil der Neumarkter Torhüter den Strafstoß parierte und das 0:0 festhielt.
Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Bild aus Sicht der Gäste fort, diesmal aber auch im Ergebnis. „Wir sind besser aus der Halbzeit gestartet, gleich mit zwei Großchancen. Die dritte Chance wurde dann verwandelt“, schilderte Gstöttenbauer die entscheidende Phase. In der 56. Minute war er selbst zur Stelle und brachte Neumarkt in Führung. Seinen Treffer beschrieb er als Abschluss nach einer verunglückten Ecke, die er ins rechte Kreuzeck setzte. Viel Zeit zum Durchschnaufen blieb nicht, denn nur zwei Minuten später erhöhte Sebastian Joe Reidinger auf 0:2. Auch dieses Tor fiel nach einem Steckpass durch die Mitte, den der Stürmer flach verwertete. In der 68. Minute traf Reidinger erneut, wieder nach einem Ball durch die Schnittstelle, diesmal zum 0:3. Damit hatte sich Neumarkt für eine lange dominante Phase endlich auch auf der Anzeigetafel belohnt.
Ganz ohne Reaktion der Heimelf blieb die Schlussphase nicht. Arbing drückte nach dem 0:3 noch einmal etwas mehr an und kam in der 78. Minute durch Lukas Nenning zum 1:3. Gstöttenbauer beschrieb den Treffer als gut herausgespielte Aktion über die linke Seite, bei der im Zentrum noch einmal quergelegt wurde und am Ende nur mehr ins leere Tor eingeschoben werden musste. Mehr ließ Neumarkt aber nicht mehr zu. „Am Schluss haben die Gastgeber noch etwas gedrückt, aber es war nichts Zwingendes mehr dabei“, sagte der sportliche Leiter. Auch die Leistung des Schiedsrichters bewertete er positiv. Abgesehen vom aus seiner Sicht nicht notwendigen Strafstoß habe der Unparteiische fair gepfiffen, die Fouls richtig bewertet und der Partie nach der Pause mehr Spielfluss gegeben.
Viel mehr wollte Gstöttenbauer über die eigene Leistung gar nicht ausführen. Auf die Frage, was bei Neumarkt besonders gut funktioniert habe und wo noch Verbesserungspotenzial liege, hielt er sich bewusst zurück. Seine Einordnung des Spiels ließ trotzdem eine klare Linie erkennen: Neumarkt war über weite Strecken das aktivere Team, musste sich bis zur Pause gedulden und entschied die Partie dann mit drei Treffern innerhalb von zwölf Minuten. In der Tabelle steht Neumarkt nach acht Runden nun bei 14 Punkten und bleibt im oberen Mittelfeld auf Rang sechs. Arbing hält nach der 1:3-Heimniederlage bei sechs Zählern und liegt auf Platz zwölf. Für die Gäste war es damit ein Auswärtssieg, der sich nach einer offenen ersten Hälfte verdient entwickelte.