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„Bis zur 60. Minute hatten wir das Spiel sehr gut in der Hand“ – Münzbach holt spät noch das 1:1

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Union Münzbach
Union Kefermarkt

In der 2. Klasse Nord-Mitte hat sich Sportunion Greisinger Münzbach am Sonntag gegen Union Kefermarkt nach Rückstand noch ein 1:1 gesichert. Nach torloser erster Hälfte brachte Jonas Rauch die Gäste in Minute 66 voran, ehe Laszlo Lengyel in der Nachspielzeit ausglich. Münzbachs Trainer Martin Lindtner sah dennoch viel Positives, weil seine Mannschaft lange stabil stand und das Spiel über weite Strecken kontrollierte.

Blauer Fußball und blauer Fußballschuh

Foto von Janosch Diggelmann auf Unsplash

Guter Start, aber ohne die Belohnung

Dass die Gastgeber mit dem Remis am Ende noch leben konnten, hatte für Lindtner viel mit der Anfangsphase zu tun. „Wir hatten einen sehr guten Start“, sagte der Münzbacher Trainer und verwies vor allem auf den klaren Plan vor dem Spiel. Nach zuletzt zu vielen Gegentoren sollte seine Mannschaft defensiv wieder sauberer auftreten, enger zusammenstehen und dem Gegner weniger anbieten. Das setzte Münzbach aus seiner Sicht zunächst gut um. Dazu kamen schon in den ersten 15 Minuten ein, zwei gute Gelegenheiten, doch der Treffer blieb aus. So ging es mit einem 0:0 in die Pause, das sich für Lindtner „ein bisschen zu wenig“ anfühlte, weil seine Elf in dieser Phase mehr vom Spiel hatte und sich für den Aufwand nicht belohnte.


Nach einer Stunde kippt die Partie

Auch nach dem Seitenwechsel sah der Trainer sein Team zunächst weiter im Vorteil. „Bis zur 60. Minute hatten wir das Spiel sehr gut in der Hand“, meinte Lindtner. Er sprach von gutem Ballbesitz, von einer Mannschaft, die mit Ball ordentliche Lösungen fand und gegen den Ball aggressiv arbeitete. Dann änderte sich der Verlauf. Kefermarkt kam in dieser Phase besser ins Spiel, und die Partie kippte ein Stück weit. In der 66. Minute gingen die Gäste durch Jonas Rauch mit 1:0 in Führung. Für Münzbach war das ein Bruch im eigenen Rhythmus, denn laut Lindtner brauchte seine Mannschaft danach „15 bis 20 Minuten“, um wieder zu den gefährlichen Aktionen zu kommen.

Lengyel trifft tief in der Nachspielzeit

Gerade diese Reaktion nach dem Rückstand hob der Trainer dann aber hervor. Münzbach blieb im Spiel, versuchte weiter nach vorne zu kommen und gab sich mit der Niederlage nicht zufrieden. „Ein Lob an die Mannschaft. Wir haben bis zur 90. Minute alles gegeben, alles probiert“, sagte Lindtner. Belohnt wurde das tief in der Nachspielzeit: Laszlo Lengyel erzielte in Minute 90+2 noch das 1:1. Lindtner ordnete auch diesen Treffer als verdient ein und nicht als Zufallsprodukt. „Dadurch ist auch das Tor nicht glücklich entstanden. Es war zwar ein Freistoßtor, aber wir wollten trotzdem noch das Tor schießen“, sagte der Trainer. Nach dem Ausgleich habe es sogar noch kurz weitere Situationen gegeben, aus denen vielleicht noch mehr möglich gewesen wäre.

Defensive stabiler, Abschluss noch mit Luft nach oben

Unterm Strich nahm Lindtner aus dem Remis vor allem die verbesserte Arbeit gegen den Ball mit. „Die Defensive war wirklich sehr in Ordnung“, betonte er und nannte dabei bessere Kommunikation, mehr Kompaktheit und wieder stärkere Pressingmomente als entscheidende Punkte. Dadurch habe Münzbach den Gegner früh unter Druck setzen können. Gleichzeitig zollte er Kefermarkt Respekt: „Kefermarkt hat eine gute Defensive. Es war nicht leicht, dass man da durchkommt.“ Weil seinen Spielern im Abschluss der letzte Wille und die letzte Konsequenz gefehlt hätten, blieb es bei nur einem Tor. Dass Lindtner das 1:1 am Ende dennoch als gerecht einstufte, passte zum Gesamtbild eines engen Duells, in dem Kefermarkt nach acht Runden bei 14 Punkten bleibt und Münzbach mit 13 Zählern nur einen Punkt dahinter liegt.

2. Klasse Nord-Mitte: Münzbach : Kefermarkt - 1:1 (0:0)

  • 92
    Laszlo Lengyel 1:1
  • 66
    Jonas Rauch 0:1