In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die Union Neumarkt/M. gegen die Union Unterweißenbach einen klaren 4:0-Heimsieg gefeiert, auch wenn das Ergebnis lange nicht so deutlich ausgesehen hatte. Zur Pause stand es noch 0:0, ehe die Gastgeber nach dem Führungstor aufdrehten. Sektionsleiter Dominik Kastl sprach danach von einem „Dosenöffner“ und sah vor allem die Geduld seiner Mannschaft als Schlüssel für diesen Erfolg.

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Das 0:0 zur Pause passte zu einer ersten Hälfte, in der nur selten flüssiger Fußball aufkam. Kastl beschrieb die Partie als körperbetont und von vielen Zweikämpfen geprägt. Auf beiden Seiten schlichen sich zudem einige Fehler im Mittelfeld ein. „Es waren viele Zweikämpfe, viele Fehlpässe und insgesamt eine sehr umkämpfte erste Halbzeit“, fasste der Neumarkter Sektionsleiter die ersten 45 Minuten zusammen. Unterweißenbach kam zwar zu guten Möglichkeiten und traf einmal die Latte, ein Tor fiel vor der Pause aber auf keiner Seite. Neumarkt ging somit mit einem 0:0 in die Halbzeit und hatte noch nicht jene Kontrolle, die später den Unterschied ausmachen sollte.
Nach dem Seitenwechsel sah Kastl seine Mannschaft dann klar verbessert. Neumarkt war nun mehr am Drücker, blieb in seinem Spiel und erhöhte den Druck auf die Gäste Schritt für Schritt. Entscheidend wurde schließlich die 72. Minute, als Harald Pinsker das 1:0 erzielte. „Das 1:0 war der Dosenöffner für die weiteren Tore und auch für den weiteren Spielverlauf“, sagte Kastl. Fünf Minuten später legte Andreas Danner zum 2:0 nach, wobei der Sektionsleiter von einem großen Fehler des Unterweißenbacher Tormanns sprach. Spätestens damit war die Partie in die Richtung gekippt, die die Gastgeber sich erhofft hatten. David Fischer erhöhte in der 86. Minute auf 3:0, ehe Danner in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer den 4:0-Endstand herstellte.
Kastl führte den klaren Heimsieg vor allem darauf zurück, dass seine Mannschaft auch in der zähen Phase nicht ungeduldig wurde. „Wir haben nicht aufgehört zu spielen, wir haben unser Spiel durchgezogen, wenig Chancen zugelassen und den Gegner immer mehr unter Druck gesetzt“, erklärte er. Genau darin lag aus seiner Sicht die größte Stärke am Sonntagnachmittag. Schon vor dem Anpfiff war der Glaube an drei Punkte da, wie Kastl sagte: „Ich habe von Anfang an geglaubt, dass wir heute wieder drei Punkte machen.“ Ganz ohne Kritik wollte er den Auftritt aber trotz des 4:0 nicht stehen lassen, denn „die Chancenverwertung ist sicher ein Punkt, bei dem wir uns verbessern können“. Mit dem Sieg rückt die Union Neumarkt wieder auf Rang vier vor und hält den Anschluss an die Spitzengruppe.