Bittere Schlussminuten für ASKÖ Schwertberg 1b gegen SPG Pierbach/Rechberg in der 2. Klasse Nord-Ost: Nach einer 1:0-Pausenführung drehte der Gegner die Partie spät auf 1:2. Für den Tenor nach Abpfiff sorgte Trainer Johann Aberl, der eine starke Phase seines Teams nach der Pause, ausgelassene Großchancen und die Wucht des Gegners in den Schlussminuten hervorhob. Aus seiner Sicht fehlten Glück und Kaltschnäuzigkeit, dazu kamen Standards und individuelle Fehler in der Endphase. Die Personalsituation mit wenigen Wechseloptionen und Ausfällen prägte den Tag zusätzlich. Der Blick geht dennoch nach vorne – mit der Überzeugung, dass die junge Mannschaft bald das ersehnte Erfolgserlebnis einfährt.

Image by Jörg Struwe from Pixabay
Die Einschätzung zum Spielverlauf fiel klar aus: „Die erste Halbzeit war okay, ziemlich ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit haben wir sehr gute Chancen liegen gelassen – theoretisch müssten wir 4:0 führen. Das Glück war nicht auf unserer Seite, unsere jungen Spieler haben die Möglichkeiten nicht verwertet. Deshalb haben wir die letzten 10 Minuten durch Abspielfehler beziehungsweise nach Standardsituationen verloren.“
Zur Chronologie: In der 40. Minute brachte sich ASKÖ Schwertberg 1b durch Tobias Wurm mit 1:0 in Führung, ehe die Gäste in der 84. Minute durch Julian Schmiedberger zum 1:1 ausglichen und in der 90. Minute durch Alexander Reiterer zum 1:2-Endstand trafen.
Auch beim Thema Kontrolle und Spielanteile blieb Aberl deutlich: „Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit hatten wir mindestens 60:40 Ballbesitz, und in den letzten 15 Minuten sind wir ein bisschen ins Wanken gekommen. Da war der Gegner wieder stärker.“ Die physische Komponente und ruhende Bälle waren für ihn entscheidend: „Standards sind für uns generell schwierig, weil wir nicht die robusten Spieler haben – wir haben viele junge Spieler. Aufgrund von Körpergröße und Körperlichkeit ist es gegen solche Gegner extrem schwer.“
Die Rahmenbedingungen spielten laut Aberl eine große Rolle: „Speziell in der zweiten Halbzeit wäre mehr möglich gewesen, aber mit dem Kader, den wir momentan haben, war es heute schwierig: Wir hatten nur drei Wechselspieler und einige Ausfälle.“ Sein Fazit: „Im Großen und Ganzen war es dennoch zufriedenstellend. Natürlich wäre mehr drin gewesen, wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten.“ Für die kommenden Wochen formuliert er eine klare Botschaft: „Wir müssen einfach weiter hart arbeiten. Wir sind eine sehr junge Mannschaft, und es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis wir den ersten Sieg erreichen – vor allem, wenn wir einmal vollzählig sind. Momentan sind wir das selten, daher gibt es Schwankungen.“