Für Markus Derntl Saffertmüller, Trainer der DSG Union HABAU Perg 1b, war der Auftritt seiner Mannschaft beim Auswärtsspiel gegen die SPG Pierbach/Rechberg in der 2. Klasse Nord-Ost vor allem eines: druckvoll, dominant und lange Zeit nervenaufreibend. Der Coach sprach von zahlreichen verpassten Möglichkeiten zu Beginn und einer Partie, in der sein Team das Geschehen weitgehend bestimmte. Zufrieden zeigte er sich mit der Performance vor allem vor der Pause, weniger mit der Chancenauswertung – und genau diese Mischung aus Kontrolle, Geduld und Beharrlichkeit prägte die Stimmung nach dem Spiel. Das entscheidende 1:0 fiel nach der Pause durch Matthias Derntl, doch im Mittelpunkt standen für ihn Intensität, Standards, Ballbesitz und der Blick nach vorne.

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Derntl Saffertmüller machte keinen Hehl daraus, dass sein Team die Partie früh hätte entscheiden können: „Der Sieg geht völlig in Ordnung. In den ersten 20 Minuten haben wir drei bis vier hundertprozentige Torchancen nicht genutzt – dann wäre das Spiel wahrscheinlich schon entschieden gewesen. So haben wir es uns unnötig schwer gemacht und dem Führungstor sehr lange nachlaufen müssen.“ Über die gesamte Distanz zählte er „sieben bis acht Topchancen“, die ungenutzt blieben. Auch bei ruhenden Bällen fehlte das letzte Quäntchen: „Wir hatten 15 bis 20 Standardsituationen – da muss irgendwann auch einmal ein Tor fallen. Es war immer ein Fuß des Gegners dazwischen oder der Ball wurde geblockt. Bei so vielen Ecken und Freistößen muss man irgendwann treffen; das müssen wir uns ankreiden.“
Sein Team kontrollierte die Partie vor allem über Ballbesitz und Intensität: „Wir hatten sicher 80 Prozent Ballbesitz und haben den Gegner speziell in der 1. Halbzeit regelrecht eingeschnürt, mit sehr vielen Standardsituationen am Stück. Jeder hat gesehen, dass wir deutlich überlegen waren.“ Strittige Momente sah er kaum: „Viele strittige Szenen gab es nicht. Der Schiedsrichter hat alles sehr gut entschieden.“
Das Tor zum 1:0 fiel in der 69. Minute durch Matthias Derntl, nachdem es zur Pause 0:0 gestanden hatte.
An der Ausrichtung wurde zur Halbzeit nichts verändert: „Wir haben alles gleich belassen. Der Auftrag für die 2. Halbzeit war, unsere intensive und druckvolle Spielweise wie vor der Pause wieder auf den Platz zu bringen – das ist uns gelungen. Der Plan hat sich nicht verändert.“ Den Blick nach vorne richtete er bereits auf das Heimderby gegen einen starken, gut organisierten Gegner: Aus dem Herbst habe man noch eine Rechnung offen, die man nächste Woche zu Hause begleichen wolle. Zum Abschluss unterstrich der Trainer die Moral seiner Mannschaft: „Ich spreche der gesamten Mannschaft ein Pauschallob aus, weil sie trotz vieler vergebener Chancen nie aufgesteckt, immer weitergemacht und sich schlussendlich belohnt hat.“