In der 2. Klasse Nord-Ost unterlag die Sportunion Greisinger Münzbach daheim der SPG St. Georgen/Langenstein mit 0:2. Das frühe 0:1 brachte die Hausherren aus dem Plan, nach der Pause warf Münzbach alles nach vorn – belohnte sich aber nicht. Trainer Martin Lindtner sprach von fehlender Durchschlagskraft und einem Risiko in der Schlussphase, das bestraft wurde: „Wir sind früh in Rückstand geraten und dem 0:1 bis zum Schluss hinterhergelaufen.“

Foto von Pedram Raz auf Unsplash
Der Start in Runde 19 ging für Münzbach daneben: Nach 17 Minuten traf Can Enez für die Gäste zum 0:1. Der Treffer fiel nach einer Ecke, wie Martin Lindtner bestätigte: „Das erste Tor kam aus einer Standardsituation, aus einer Ecke.“ Damit war die Marschroute der Hausherren dahin. „Wir sind früh in Rückstand geraten und dadurch ist das Spiel anders geworden, als wir uns das vorgestellt hatten“, erklärte der Coach. Bis zur Pause mühte sich Münzbach, fand aber keinen Weg durch das kompakte Abwehrbollwerk der SPG, zur Halbzeit stand es 0:1. Lindtner ließ auch durchblicken, dass über das 0:1 noch gesprochen wird: „Ob es Abseits war, müssen wir uns im Video anschauen.“ Unabhängig davon stand für ihn fest: Das frühe Gegentor gab dem Spiel eine Richtung, die seine Elf lange nicht mehr drehen konnte.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Münzbach das Risiko deutlich. Der Trainer stellte um und schob noch mehr Leute nach vorne. „Wir haben in der zweiten Halbzeit alles nach vorne gehauen“, sagte Lindtner, dem jedoch etwas Entscheidendes fehlte: „Uns hat bei den Angriffen ein bisschen die Durchschlagskraft gefehlt und am Ende der letzte Wille beziehungsweise die letzte Schlagkraft zum Tor.“ Chancen erspielte sich seine Mannschaft durchaus, doch die Gäste verteidigten kompromisslos. „Wir kamen zu guten Möglichkeiten, aber meistens war noch wer dazwischen. Der Tormann hat auch ein paar Mal sehr gut gehalten“, so Lindtner. Genau das war an diesem Nachmittag der Unterschied: Münzbach blieb am Drücker, ohne sich zu belohnen, während St. Georgen/Langenstein das 0:1 mit hoher Disziplin verteidigte – je länger die Gäste die Null hinten hielten, desto schwerer wurde es für die Heimischen.
Als Münzbach in der Schlussphase voll aufmachte, fiel die Entscheidung. „Wir haben auf Dreierkette umgestellt, sehr offensiv ausgerichtet. Aus dem Risiko heraus ist uns ein Fehlpass passiert, und so ist in der 92. Minute das 0:2 gefallen“, schilderte Lindtner den Schlusspunkt. Torschütze war Nicolas Frühwirth, der in der Nachspielzeit endgültig für klare Verhältnisse sorgte. Der Münzbacher Coach anerkannte die Stärke des Gegners ohne Umschweife: „St. Georgen hat eine gute Mannschaftsleistung gegen den Ball gezeigt und die drei Punkte mit Kampf verteidigt.“ Gleichzeitig merkte er an, dass sein Team spielbestimmende Phasen hatte: „Unser Tormann hatte nicht viele Bälle, außer bei den Toren.“ Diskutabel war für ihn das Zeitmanagement: „Die Partie ist immer wieder eingeschlafen, da hätte der Schiedsrichter schneller wegen Zeitspiels eingreifen können.“ Trotz der Niederlage richtet Lindtner den Blick nach vorne: „Ich möchte die Mannschaft trotz allem loben. Für das nächste Spiel sind wir gut gerüstet, wir wollen wieder auf drei Punkte spielen – und ich bin guter Dinge, dass wir das so umsetzen.“