In der 20. Runde der 2. Klasse Nord-Ost traf Union Pabneukirchen zuhause auf SPG ASKÖ Perg/SU Windhaag – am Ende stand ein klares 1:4. Pabneukirchen hielt vor der Pause gut dagegen, vergab die große Chance zur Führung und kassierte kurz darauf das 0:1. Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste zu und nutzten ihre Möglichkeiten, auch der Anschluss durch Rene Kloibhofer änderte nichts am Ausgang. Trainer Christian Schachenhofer bilanzierte fair: "Der Sieg war verdient, in der Höhe vielleicht etwas zu viel." Zur Pause lag sein Team 0:1 zurück, danach fehlten Körner und Zugriff.
Die Partie begann offen, beide Teams suchten den Weg nach vorne. Pabneukirchen hatte den Plan, den Gegner im Aufbau früh zu stören – und das griff. "Wir konnten den Gegner im Aufbau stören und unser Konzept, ihn zu hohen Bällen zu zwingen, gut umsetzen", erklärte Schachenhofer. "Es gab Chancen auf beiden Seiten, mit leichter Überhand bei uns. Eigentlich müssten wir 1:0 führen."
Die wohl größte Möglichkeit blieb jedoch ungenutzt: "Unser Stürmer läuft allein aufs Tor, leider nicht verwertet." Fast im Gegenzug zeigte Perg/Windhaag, wie effizient es sein kann. "Mit zwei schnellen Pässen bekommen wir das 0:1 – das hat der Gegner sehr gut gemacht." In der 40. Minute besorgte Jonas Pilsl das Führungstor der Gäste, der 0:1-Pausenstand war damit amtlich und passte zum Gefühl des Heimteams, sich bis dahin nicht belohnt zu haben.
Aus der Kabine kamen die Gäste druckvoller, Pabneukirchen musste tiefer verteidigen. "Wir konnten das Tempo des Gegners nicht mitgehen und wurden in die Defensive gedrängt, dadurch fielen auch die Tore", sagte Schachenhofer. In der 56. Minute stellte Ermin Homovic auf 0:2. Pabneukirchen stemmte sich gegen die drohende Vorentscheidung – und meldete sich zurück: In der 66. Minute traf Rene Kloibhofer zum 1:2 und brachte noch einmal Hoffnung ins Spiel.
Doch Perg/Windhaag antwortete sofort und stellte nur drei Minuten später durch den zweiten Treffer von Homovic (69.) den alten Abstand wieder her. "In der zweiten Halbzeit waren die Gegentreffer zur Hälfte Eigenfehler. Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf, weil wir fünf verletzte beziehungsweise angeschlagene Spieler haben", betonte der Coach. In der 79. Minute setzte Diamant Katona mit dem 1:4 den Deckel drauf.
In seiner Analyse hob Christian Schachenhofer die Stärken des Auswärtsteams klar hervor. "Bei Perg/Windhaag war das zentrale Mittelfeld spielerisch sehr stark, mit schnellen Flügelspielern, die uns das Leben schwer gemacht haben", sagte er. "Der Unterschied war, dass Perg im Kollektiv stärker ist; da konnten wir nicht mithalten." Diskussionen über Entscheidungen blieben aus: "Es gab keine großartigen strittigen Szenen. Der Schiedsrichter hatte alles relativ klar unter Kontrolle – solide Leistung."
Ein Blick auf die Tabelle untermauert die Kräfteverhältnisse: Die Gäste halten bei 34 Punkten auf Rang fünf, Pabneukirchen bei 18 Zählern auf Platz zwölf. Für die nächsten Aufgaben setzt der Trainer auf Arbeit und Rückkehrer: Was vor der Pause funktionierte, soll stabilisiert werden, angeschlagene Spieler sollen wieder herangeführt werden. Zum Abschluss zeigte er Sportsgeist: "Ich gratuliere dem Gegner zum Sieg und wünsche eine verletzungsfreie weitere Saison."