In der 2. Klasse Nord-Ost trennten sich am 20. Spieltag die SPG St. Georgen/Langenstein und Union Bad Kreuzen 1:1. Nach dem 0:1 durch Johannes Fraundorfer (28.) sicherte Nicolas Frühwirth in Minute 71 das Remis. Michael Steininger, Trainer der Gastgeber, sah sein Team über weite Strecken vorne und haderte mit der Chancenverwertung: „Wir hätten das Spiel gewinnen müssen.“ Trotz „unglücklichem Gegentor“ konnte er mit dem Punkt leben, weil seine Elf „über neunzig Minuten die bessere Mannschaft“ war.

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Der Nachmittag begann aus Sicht der Hausherren mit einer kalten Dusche: In Minute 28 traf Johannes Fraundorfer für Bad Kreuzen zur Führung, ein Gegentreffer, den Trainer Michael Steininger als „unglücklich“ einordnete. Bis zur Pause stand es 0:1, und genau da lag die Geschichte des Spiels: St. Georgen/Langenstein hatte nach eigener Einschätzung mehr vom Spiel, lief aber dem Rückstand hinterher. „Wir waren über neunzig Minuten die bessere Mannschaft“, betonte Steininger, der seine Elf auch nach dem Seitenwechsel am Drücker sah. Der Lohn kam in der 71. Minute, als Nicolas Frühwirth den Ausgleich markierte und die Dominanz der Gastgeber wenigstens ergebnistechnisch sichtbar machte. Mehr passierte nicht auf der Anzeigetafel, am Ende blieb es beim 1:1, das die Kräfteverhältnisse an diesem Tag nur bedingt widerspiegelte.
In seiner Analyse kehrte Steininger immer wieder zu einem Punkt zurück: Der Fußball seiner Mannschaft war über lange Phasen sauber, nur die Konsequenz vor dem Tor fehlte. „Wir hätten das Spiel gewinnen müssen, aber leider haben wir bis zum Sechzehner super gespielt und dann die Torchancen nicht gemacht“, sagte der Coach. Er präzisierte das Bild: „Wir haben über neunzig Minuten guten Fußball gespielt, ab dem Sechzehner aber nicht konsequent genug fertig gespielt.“ Es war also nicht die Idee oder das Tempo im Aufbau, das hakte, sondern der letzte Ball, der Abschluss, die berühmte letzte Überzeugung. Und manchmal ist es simpler, wie Steininger nüchtern zusammenfasste: „Es hat uns das Glück gefehlt, dass der Ball ins Tor geht.“ Genau dieses fehlende Quäntchen zog sich wie ein roter Faden durch eine Partie, in der die Gastgeber viel investierten, sich aber nur einmal belohnten.
Dass es beim Remis blieb, hatte aus Steiningers Sicht auch einen klaren Grund auf der Gegenseite. „Der Tormann war heute sehr gut. Er hat viele Großchancen gehalten“, lobte der Trainer den Schlussmann von Bad Kreuzen. Eine faire Note verteilte er auch für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war grundsätzlich okay. Die eine oder andere Situation gehört beim Fußball dazu.“ In der Tabelle bleibt St. Georgen/Langenstein mit 25 Punkten nach 20 Runden im sicheren Mittelfeld (Rang 9), Bad Kreuzen hält bei 22 Zählern und rangiert auf Platz 11. Für die SPG ist die Richtung klar: an Auftritte wie diesen anknüpfen, vor allem aber die Effizienz schärfen. Gelingt es, die gute Spielanlage häufiger in Tore zu verwandeln, werden aus Unentschieden wieder Siege – und dann klettert man Schritt für Schritt weiter nach oben.