2. Klasse Nord-West

TSU Kirchberg/Donau: Offensivminimalisten überraschend knapp an der Spitze dran

Die TSU Kirchberg ob der Donau hat in der 2. Klasse Nord-West einen bemerkenswerten Herbst hingelegt. Nach Rang zwölf in der Vorsaison überwintert das Team von Trainer Andreas Eder mit 23 Punkten auf Tabellenplatz drei, nur zwei Zähler hinter Herbstmeister St. Veit/Mühlkreis. Besonders auffällig: Für diese Ausbeute reichten 19 erzielte Tore, was die defensive Stabilität und Effizienz der Kirchberger unterstreicht.

Punkteausbeute überzeugt, Offensivspiel mit Luft nach oben

Der sportliche Leiter, Samuel Koblmüller, zieht insgesamt ein sehr positives Fazit, sieht aber durchaus Entwicklungspotenzial. „Punktetechnisch war es auf alle Fälle eine absolut zufriedenstellende Herbstsaison“, hält er fest. Gleichzeitig spricht er offen an, dass die Torbilanz ausbaufähig ist. „Ein paar Tore mehr würden uns helfen, uns auf längere Sicht oben festzusetzen.“

Die Basis für den starken Tabellenplatz sieht Koblmüller klar in der mannschaftlichen Geschlossenheit. Defensiv präsentierte sich Kirchberg über weite Strecken sehr stabil, auch wenn es einzelne Ausreißer nach unten gab. „Wir hatten zwei richtige Ausrutscher, wo wir mehrere Gegentore bekommen haben. Das sind genau die Spiele, aus denen wir lernen müssen.“ Für das Frühjahr sei daher klar definiert, „diese Ausreißer einzudämmen und gleichzeitig vorne effizienter zu werden“.

Keine Rede vom Aufstieg, aber realistische Ambitionen

Trotz der hervorragenden Ausgangsposition will man in Kirchberg die Erwartungen bewusst niedrig halten. „Es wäre vermessen, nach fast 30 Jahren in dieser Spielklasse jetzt zu sagen, wir müssen sofort nach oben, wenn wir mal vorne dran sind“, betont Koblmüller. Vielmehr gehe es darum, die aktuelle Position zu bestätigen. „Wir wollen erst einmal beweisen, dass wir uns dort oben festsetzen können. Wenn wir die Punkteausbeute aus dem Herbst im Frühjahr wiederholen, dann wird sich zeigen, was möglich ist.“ Der Druck liege dabei klar nicht auf einem sofortigen Aufstieg. „Sollte uns das Glück in die Karten spielen, nehmen wir das natürlich mit. Aber wir bleiben bewusst bescheiden und schauen von Spiel zu Spiel“, so Koblmüller, der den Fokus klar auf Kontinuität und Entwicklung legt.

Stabiler Kader und bewährte Kooperation

Personell setzt die TSU Kirchberg auf Kontinuität. Größere Veränderungen im Kader sind nicht geplant, Abgänge oder spektakuläre Zugänge sind momentan nicht absehbar. Ein wichtiger Baustein bleibt weiterhin die Kooperation mit Lembach, die für beide Seiten große Bedeutung hat. „Diese Zusammenarbeit funktioniert seit Jahren sehr gut und hilft uns enorm“, erklärt Koblmüller offen. Gerade für einen kleinen Ort sei das essenziell, um sowohl Kampfmannschaft als auch 1b langfristig stabil führen zu können.

Der Trainingsstart ist für 23. Jänner angesetzt, als Höhepunkt der Vorbereitung ist erneut ein Trainingslager in Slowenien (Moravske Toplice) geplant. „Die Bedingungen dort sind top – sportlich wie organisatorisch. Training, Regeneration und Teambuilding passen perfekt zusammen“, sagt Koblmüller. Mit einem großen Teil des Kaders wolle man dort den Feinschliff für eine intensive Frühjahrssaison holen.