In der 2. Klasse Nord-West feierte Union St. Veit im Mühlkreis bei den SK Admira Juniors einen späten 1:0-Auswärtssieg. Zur Halbzeit stand es 0:0, die Entscheidung fiel erst in Minute 84 durch Martin Bouchal. Trainer Manuel Fröhlich sprach von einem "hochverdienten Sieg" bei sehr warmen Temperaturen. St. Veit hatte über weite Strecken mehr vom Spiel, der starke Admira-Schlussmann hielt lange dagegen. Am Ende blieb der Tabellenführer geduldig und belohnte sich spät.

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Von Beginn an nahm St. Veit das Heft in die Hand und drückte die Juniors tief in die eigene Hälfte. Die Gäste erspielten sich schon vor der Pause mehrere klare Möglichkeiten, bissen sich aber am hervorragend aufgelegten Admira-Tormann die Zähne aus. Manuel Fröhlich brachte es so auf den Punkt: "Großes Lob an den Torwart. Er hat uns in der ersten Halbzeit vier bis fünf wirkliche Top-Chancen, wenn nicht hundertprozentige, vereitelt." Weil die Hausherren zudem diszipliniert verteidigten, blieb es beim 0:0 zur Pause. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild wenig: St. Veit blieb am Drücker, suchte geduldig den entscheidenden Moment – und fand ihn spät. In der 84. Minute war es dann so weit: Martin Bouchal traf zum 0:1 und bescherte den Auswärtssieg.
Nach dem Schlusspfiff blieb Fröhlich sachlich, aber klar in der Bewertung: "Wir waren feldüberlegen." Trotz des knappen Resultats sah er deutliche Vorteile bei Spielanteilen und Chancen: "Das Ergebnis sieht knapp aus, aber von den Spielanteilen her und von den Chancen her ist es eigentlich zu niedrig." Entscheidend war für ihn die Beharrlichkeit seines Teams: "Wir haben viel Druck ausgeübt und immer wieder versucht, Chancen zu kreieren. Ich hatte schon das Gefühl, dass es noch in unsere Richtung gehen kann." Dass es bis zur 84. Minute dauerte, führt der Coach vor allem auf den starken Gegner und den bärenstarken Keeper zurück – und auf die eigene Effizienz: "Heute war ganz klar die Chancenauswertung unser Problem, außerdem war der Platz sehr uneben und schwer zu bespielen."
Für die Juniors fand Fröhlich respektvolle Worte. "Die junge Mannschaft der Admira hat ihre Sache wirklich gut gemacht. Die defensive Kompaktheit ist hervorzuheben. Das haben sie bis zum Schluss konsequent durchgezogen." Chancen der Gastgeber blieben selten, aber es gab sie: "Die Admira hatte zwei bis drei gute Kontermöglichkeiten. Einmal war es knapp, da hat der Stürmer über das Tor geschossen." Unaufgeregt, aber deutlich äußerte er sich zur Leitung des Unparteiischen: "Ich beurteile ungern Schiedsrichterleistungen, aber mir ist vorgekommen, als hätte heute eine Überforderung des Schiedsrichters geherrscht. In der ersten Halbzeit muss ein klarer Elfmeter für uns sein. Es gab einige fragwürdige Entscheidungen, teilweise beidseits."
Der Lohn für den langen Atem: St. Veit bleibt ganz oben. In der aktuellen Tabelle führt seine Mannschaft die Liga mit 46 Punkten an, und der Trainer sieht sein Team auf Kurs – ohne abzuheben. Auch die jüngste Serie stimmt ihn optimistisch: "Bei uns heißt es jetzt einfach so weitermachen. Wir haben einundzwanzig Punkte aus sieben Spielen, das Maximum. Die Tabellensituation sieht gut aus, aber wir werden sicher nicht nachlassen und weiter hart arbeiten. Wenn man sich ausruht, ist die Gefahr groß, dass man sein Ziel nicht erreicht. Das werden wir sicher nicht zulassen." Die Marschroute ist damit klar: weiter punkten, weiter arbeiten, keine Geschenke.