In der 20. Runde der 2. Klasse Nord-West feierte der SK Kleinzell einen verdienten 3:1-Auswärtssieg beim TSU Kirchberg ob der Donau. Die Gäste legten einen Blitzstart hin und brachten die Führung diesmal ins Ziel. Sportchef Manuel Wolfmayr sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung und hob die frühe Führung sowie das 2:0 nach einem Standard hervor. Sein Fazit nach dem 3:1-Auswärtssieg: „Wir haben uns endlich belohnt und verdient gewonnen.“

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Der Fahrplan passte von Beginn weg: Schon in der 1. Minute stellte Rafael Sailer auf 0:1 und gab Kleinzell die Ruhe, die zuletzt oft gefehlt hatte. „Wir haben einen irrsinnig guten Start gehabt und sind früh in Führung gegangen“, sagte Manuel Wolfmayr, der zugleich daran erinnerte, dass seine Mannschaft in den vergangenen Wochen „nie schlecht mitgespielt“ habe, aber zu selten getroffen. Nach dem perfekten Auftakt wurde das Spiel in Hälfte eins kontrollierter. „Beide Teams haben nicht viel zugelassen, es ist ein wenig dahin geplätschert“, so Wolfmayr. Kirchberg fand gegen die kompakte Gäste-Abwehr kaum Mittel, Kleinzell blieb geduldig – und nahm den knappen Vorsprung mit in die Pause, beim 0:1 blieb es auch zur Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste die Weichen endgültig. In Minute 56 erhöhte Janis Würzl auf 0:2 – ein Treffer, der aus einem Standard fiel. Wolfmayr schilderte die Szene so: „Das war ein Eckball auf die lange Stange, dort ist der Jakub Kursa zum Kopf gekommen und Janis Würzl hat dann mit dem Kopf vollendet.“ Kirchberg musste öffnen, Kleinzell blieb aber zweikampfstark und setzte nach. Die Vorentscheidung fiel in Minute 75 vom Punkt: Michael Willnauer verwandelte zum 0:3. „Das 3:0 war ein Handelfmeter. Aus unserer Sicht war das klar“, erklärte Wolfmayr und verteilte zugleich Lob an den Unparteiischen: „Es war ein sehr junger Schiedsrichter, der hat das Spiel nie verloren, hat mit sich reden lassen – über den Schiedsrichter kann man nur Gutes sagen.“ Der späte Treffer von Jan Pötscher zum 1:3 in der 90. Minute blieb Ergebniskosmetik.
Den Unterschied machte an diesem Nachmittag vor allem das Kollektiv. „Es war eine mannschaftlich sehr geschlossene Leistung. Es hat keiner aufgegeben, jeder hat für den anderen geackert, wir waren irrsinnig zweikampfstark und haben in einem wichtigen Moment das 2:0 gemacht“, fasste Wolfmayr zusammen. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Kleinzell diesmal die Chancen nützte, die zuletzt liegen geblieben waren: „Wir haben das nötige Glück gehabt, dass wir die Tore gemacht haben.“ Über den Gegner sprach er mit Respekt: „Von Kirchberg weiß man, sie stehen hinten irrsinnig gut. Bei beiden Teams waren einige verletzt, und besonders in der Mitte hat Kirchberg Spieler wie Gregor Mühlparzer oder Jonas Tanzer nicht dabeigehabt.“ Sein Schlusswort war ein Ausblick: „Es ist ein Pauschallob an meine Mannschaft – darauf können wir in den nächsten Wochen aufbauen.“