In der 2. Klasse Nord-West hat sich die SV Urfahr 1912 am Sonntagnachmittag in einer engen Partie mit 1:0 gegen die TSU Kirchberg/Donau durchgesetzt. Nach einem torlosen ersten Durchgang fiel die Entscheidung erst spät, als Victor Segura in der 83. Minute traf. Trainer Amel Cehajic sprach von einem ausgeglichenen Spiel, in dem seine Mannschaft die besseren Chancen hatte und sich für einen intensiven Auftritt belohnte.

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Viel trennte die beiden Teams über weite Strecken nicht. Schon der Halbzeitstand von 0:0 passte zu dem Bild, das sich über einen langen Zeitraum zeigte. Cehajic beschrieb die Partie als offen und umkämpft, sah seine Mannschaft dabei aber dennoch mit leichten Vorteilen. „Es war über neunzig Minuten ein ausgeglichenes Spiel mit Torchancen von beiden Seiten. Die besseren Chancen haben wir gehabt und wir waren auch grundsätzlich besser im Spiel“, sagte der Urfahr-Trainer. Dass seine Elf dabei nicht nur nach vorne Akzente setzte, sondern auch gegen den Ball stabil blieb, war für ihn ein wesentlicher Punkt. „Wir haben offensiv Akzente gesetzt, haben defensiv sehr gut gestanden und haben die richtige Antwort auf die Niederlage von letzter Woche gefunden“, so Cehajic. Genau diese Mischung aus Disziplin und Geduld trug Urfahr durch einen ersten Durchgang, in dem beide Mannschaften im Spiel blieben.
Die Entscheidung fiel erst spät, und gerade das passte aus Sicht der Gastgeber zur ganzen Partie. Lange blieb das Spiel offen, ehe Victor Benito Segura in der 83. Minute den einzigen Treffer des Nachmittags erzielte. Cehajic sah darin die Belohnung für den gesamten Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit mit dem Tor für die Leistung des ganzen Spiels belohnt“, sagte er. Besonders interessant war für ihn dabei auch die Entstehung des Tores, weil es mitten in einer Phase fiel, in der Kirchberg mehr Kontrolle hatte. „In einer Phase, in der Kirchberg offensiv besser gespielt oder das Spiel besser unter Kontrolle gehabt hat, haben wir auf unsere Chance gelauert“, erklärte der Trainer. Urfahr blieb in dieser Phase ruhig, ließ laut Cehajic defensiv wenig zu und schlug dann im richtigen Moment zu. „Wir haben mit einem schnellen Umschaltspiel das sauber zu Ende gespielt, trocken abgeschlossen und uns das somit auch verdient.“ Dass am Ende nur diese eine Szene den Unterschied machte, brachte Cehajic mit einem einfachen Satz auf den Punkt: „Das war das Glück des Tüchtigen.“
Nach dem Schlusspfiff sprach der Coach vor allem über die Art und Weise, wie seine Mannschaft diesen Heimsieg erarbeitet hat. Für ihn standen nicht einzelne Aktionen im Vordergrund, sondern die mannschaftliche Geschlossenheit. „Besonders gut funktioniert hat der Kampfgeist, die Laufbereitschaft. Wir haben als Mannschaft agiert. Wir haben die Köpfe nicht hängen lassen“, sagte Cehajic. Dazu kam, dass die Bedingungen laut dem Trainer alles andere als einfach waren und die Partie von Beginn an sehr intensiv geführt wurde. Umso zufriedener war er damit, wie seine Elf die Vorgaben umgesetzt hat. „Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft, dass sie die taktischen Ansätze, die wir vor dem Spiel besprochen haben, so gut umgesetzt hat.“ Gleichzeitig verteilte Cehajic auch Lob an den Gegner. Die TSU Kirchberg habe „sehr gut defensiv kompakt gestanden“, offensiv gute Momente gehabt und seiner Mannschaft „alles abverlangt“. Für ihn war es ein „Spiel auf Messers Schneide“. Der entscheidende Unterschied lag daher am Ende nicht in einem klaren Übergewicht, sondern in der Effizienz: „Der entscheidende Unterschied war, dass wir die eine Chance verwertet haben.“ Genau deshalb dürfte dieser 1:0-Erfolg für die SV Urfahr besonders wertvoll sein, weil er nach der Niederlage der Vorwoche nicht nur drei Punkte bringt, sondern auch die Bestätigung, dass Einsatz, Ordnung und Geduld in dieser Liga oft den Ausschlag geben.