Spielberichte

„Mit dem 2:0 war mir klar: Das bringen wir drüber“ – SK Kleinzell fährt verdient drei Punkte ein

Kirchberg/Donau
SK Kleinzell

In der 2. Klasse Nord-West hat der SK Kleinzell am Sonntagnachmittag gegen die TSU Kirchberg/Donau einen klaren 3:0-Auswärtssieg gefeiert. Sportchef Manuel Wolfmayr sprach nach dem dritten Spieltag von genau der engen Partie, die man erwartet habe – mit einer heiklen Anfangsphase, einem wichtigen Führungstor und einer Mannschaft, die sich danach mit defensiver Kompaktheit und Teammentalität den Erfolg verdient habe.

Nahaufnahme der Beine eines Spielers mit blauen Fußballschuhen

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Frühe Warnung, dann trifft Schürz vor der Pause

Vieles begann so, wie Wolfmayr es im Vorfeld erwartet hatte. „Grundsätzlich war das genau das, was wir erwartet haben. Es wird ein enges Spiel“, sagte der sportliche Leiter nach der Partie. Und diese Einschätzung bekam schon in der Anfangsphase Gewicht, weil Kirchberg früh an der Führung dran war. Ein Kopfball der Gastgeber landete an der Stange, Kleinzell hatte in dieser Szene das nötige Glück und musste zunächst einmal durchatmen. Für die Gäste war das aber kein Bruch im Spiel, sondern eher ein klares Warnsignal. Danach arbeitete sich Kleinzell besser hinein, blieb ruhig und nutzte seine Chance noch vor der Pause. In der 37. Minute sorgte Felix Schürz für das 1:0, mit dem die Gäste auch in die Kabine gingen. Es war ein Treffer, der dem Spiel aus Kleinzeller Sicht eine klare Richtung gab, ohne dass damit schon alles entschieden gewesen wäre.

Doppelpack kippt die enge Partie endgültig

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung zunächst in jenem Rahmen, den man in Kirchberg erwarten durfte: umkämpft, körperlich und lange offen. Genau deshalb hatte das 2:0 in der 68. Minute ein besonderes Gewicht. Wieder war es Felix Schürz, der traf und damit nicht nur seinen Doppelpack schnürte, sondern Kleinzell auch jene Sicherheit gab, die Wolfmayr später deutlich ansprach. „Mit dem 2:0 war mir klar: Das bringen wir drüber“, sagte er. Nur eine Minute später legte Valentin Kroiß das 3:0 nach, und aus einer über weite Strecken knappen Partie wurde plötzlich eine klare Angelegenheit. Wolfmayr maß dabei keinem Treffer weniger Bedeutung bei als dem anderen. „Im Endeffekt waren alle drei Tore wichtig. Das 1:0 war der Türöffner für uns. Ganz wichtig, dass Felix getroffen hat. Als junger Stürmer hilft ihm das natürlich. Das 2:0 war dann die Draufgabe, und das 3:0 von Valentin Kroiß war natürlich ein Sensationstor.“ Damit war das Spiel binnen kürzester Zeit entschieden.

Hinten kompakt, vorne konsequent genug

Dass der Auswärtssieg am Ende nicht nur verdient, sondern auch in dieser Höhe möglich war, führte Wolfmayr vor allem auf zwei Grundtugenden zurück. „Unsere größte Stärke lag in der defensiven Kompaktheit und in der Teammentalität“, erklärte er. Gerade gegen Kirchberg war das für ihn der entscheidende Punkt, weil er den Gegner genauso erlebt hatte, wie man ihn in dieser Liga kennt: sehr körperlich und unangenehm zu bespielen. Kleinzell habe das aber gut angenommen und sich davon nicht aus dem Konzept bringen lassen. Vor allem nach der Führung bekam der Auftritt der Gäste immer mehr Stabilität. Wolfmayr brachte das sehr klar auf den Punkt: „Seit dem 1:0 haben wir eigentlich keinen nennenswerten Torschuss mehr zugelassen.“ Aus seiner Sicht hatte seine Mannschaft den Gegner damit gut im Griff. Auch rund um die Spielleitung sah er keinen Anlass für Diskussionen. Strittige Szenen habe es für ihn nicht gegeben, der Schiedsrichter habe die Partie „sehr souverän“ geleitet.

Viel Lob nach dem 3:0, aber kein Grund zum Zurücklehnen

Trotz des klaren Ergebnisses beließ es Wolfmayr nicht beim reinen Schulterklopfen. Der sportliche Leiter sprach zwar von einem „völlig verdienten“ Sieg und verteilte „pauschal Lob an die Mannschaft“, weil sie „super gekämpft und den verdienten Sieg heimgeholt“ habe. Gleichzeitig machte er aber auch deutlich, dass intern noch genug Themen auf dem Tisch liegen. „Im körperlichen Bereich können wir sicher noch ein bisschen zulegen, und mit den Chancen, die wir gehabt haben, müssen wir einfach sorgsamer umgehen“, sagte er mit Blick auf die Abschlussstärke. Gerade dieser Satz passt gut zu einem Spiel, das zwar mit 3:0 endete, in dem der SK Kleinzell aber nicht einfach nur auf das Ergebnis reduziert werden wollte. Der Erfolg in Kirchberg bringt die Mannschaft nach drei Runden auf sechs Punkte und damit auf Rang vier. Der Auftritt war also ein Schritt nach vorne, verbunden mit einer klaren Botschaft aus dem eigenen Lager: Die Basis stimmt, aber die Mannschaft sieht noch Reserven.

2. Klasse Nord-West: Kirchberg/D. : Kleinzell - 0:3 (0:1)

  • 69
    Valentin Kroiß 0:3
  • 68
    Felix Schürz 0:2
  • 37
    Felix Schürz 0:1