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2:5-Pleite in Eidenberg: „Wir haben uns sehr schwergetan“ – SV Urfahr fand offensiv zu selten Lösungen

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Eidenberg/Geng
SV Urfahr

In der 2. Klasse Nord-West setzte sich die Union Eidenberg/Geng am Sonntagnachmittag gegen die SV Urfahr 1912 mit 5:2 durch. Für Co-Trainer Mahir Hamzakadic lag der Unterschied nicht nur im Ergebnis, sondern vor allem in der Effizienz. Seine Mannschaft habe sich „sehr schwergetan“, Chancen herauszuspielen und zu verwerten, während die Gastgeber ihre Möglichkeiten deutlich besser nutzten und defensive Lücken konsequent bestraften.

Spieler in grünem Trikot führt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Doppelschlag vor der Pause bringt Urfahr auf schiefe Bahn

Aus Sicht der Urfahrer nahm die Partie kurz vor der Pause eine Richtung, aus der man nicht mehr richtig herauskam. Markus Reiter brachte Eidenberg/Geng in der 39. Minute in Führung, und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte legte Daniel Köppl noch das 2:0 nach. Damit gingen die Gäste bereits mit einem klaren Rückstand in die Kabine. Nach Wiederbeginn wurde die Aufgabe noch schwerer: Daniel Köppl traf in der 53. Minute erneut, Florian Reiter erhöhte in der 62. Minute auf 4:0. Urfahr antwortete zwar durch Mert Cat, der nur drei Minuten später das 4:1 erzielte, doch Markus Reiter stellte in der 80. Minute den alten Abstand wieder her. Dass in der 82. Minute noch ein Eigentor von Elias Schmidinger zum 5:2 dazukam, änderte am Ausgang nichts mehr, machte das Ergebnis aus Sicht der Gäste aber zumindest etwas freundlicher.


Co-Trainer Hamzakadic benennt Probleme ohne große Umschweife

Nach dem Schlusspfiff wurde Hamzakadic bei der Ursachenforschung sehr deutlich. „Unsere Mannschaft hat sich sehr schwergetan, Chancen herauszuspielen und auch zu verwerten, wobei es der Gegner viel besser gemacht hat“, sagte der Co-Trainer. Den Knackpunkt machte er nicht an einem einzelnen Zufall fest, sondern an der Art, wie die Heimelf zu ihren Treffern kam. „Das waren wirklich sehr gut herausgespielte Aktionen, und bei fünf Gegentoren kann man schwer noch einen Punkt holen“, so Hamzakadic. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Urfahr in der Abstimmung gegen den Ball nicht sauber genug war. „In der Gesamtabwehr gab es ein paar Kommunikationsprobleme. Dadurch haben sich Lücken gebildet, und der Gegner konnte diese Fehler ausnutzen“, erklärte er. Gerade diese Mischung aus zu wenig Gefahr nach vorne und zu vielen offenen Räumen hinten zog sich aus seiner Sicht durch den ganzen Nachmittag.

Trotz Rückstand weitergespielt, aber Eidenberg nutzte seine Vorteile

Ganz ohne positiven Punkt wollte Hamzakadic die Partie trotzdem nicht stehen lassen. Er hob hervor, dass seine Mannschaft auch beim hohen Rückstand nicht aufsteckte. „Ein großes Lob an unsere Mannschaft, weil sie trotz des hohen Rückstands weitergespielt und probiert hat, noch Tore zu schießen und zumindest einen Punkt zu holen“, sagte er. Gleichzeitig sprach er den Gastgebern ein starkes Spiel zu. „Im Großen und Ganzen war es ein sehr starkes Auftreten vom Gegner“, meinte der Co-Trainer und verwies auch auf die Rahmenbedingungen: „Der Heimvorteil hat sich widergespiegelt, auch aufgrund des kleineren Platzes, als wir gewohnt sind.“ In der Tabelle steht die SV Urfahr nach acht Runden bei zwölf Punkten auf Rang acht, während die Union Eidenberg/Geng mit 14 Zählern auf Platz sechs vorgerückt ist. Für die Gäste bleibt nach diesem 2:5 vor allem die Aufgabe, im Offensivspiel klarer zu werden und die Abstimmung in der Defensive schneller zu verbessern. 

Abschließend räumt der Co-Trainer die Leistung von Schiedsrichter Schauer wie folgt ein: „Leider sehr enttäuschend. Es geht nicht um die 2:5-Niederlage – der Gegner war besser. Aber bei Fragen zu nicht korrekt ausgeführten Regeln, etwa einer Gelben Karte ohne Spielunterbrechung oder den Zeitregeln wurde unserem Trainer gesagt: 'Halt die Klappe, schau mal, es steht 5:2.' So sollte die Kommunikation zwischen Schiedsrichter und Trainer nicht aussehen. Kritik muss sachlich möglich sein – unabhängig vom Spielstand. Nach dem Spiel musste ich außerdem rund 30 Minuten warten, bis der Spielbericht fertig war. Währenddessen wurde in Ruhe noch ein Bier getrunken. Bei einigen Notizen konnte der Schiedsrichter anschließend sogar seine eigene Schrift nicht mehr lesen. Mir ist bewusst, dass es in Österreich einen Schiedsrichtermangel gibt. Trotzdem kann und muss man solche Dinge anders lösen. Respekt und Professionalität sollten immer gegeben sein. Gerade, weil der Verband und die Vereine das auch von den Spielern verlangen.“

2. Klasse Nord-West: Eidenberg/Geng : SV Urfahr - 5:2 (2:0)

  • 82
    Eigentor durch Elias Schmidinger 5:2
  • 80
    Markus Reiter 5:1
  • 65
    Mert Ahmet Cat 4:1
  • 62
    Florian Reiter 4:0
  • 53
    Daniel Köppl 3:0
  • 47
    Daniel Köppl 2:0
  • 39
    Markus Reiter 1:0