Spielberichte

Union Feldkirchen/Donau lässt zu viel liegen: „Punktgewinn in Eidenberg“

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Eidenberg/Geng
Feldkirchen/D.

In der 2. Klasse Nord-West kam die Union Feldkirchen/Donau bei der Union Eidenberg/Geng trotz klarer Ballbesitzvorteile nur zu einem 1:1-Unentschieden. Neo-Trainer Stefan Schmidt sprach nach dem Schlusspfiff von einem „gewonnenen Punkt“, weil der Ausgleich erst in der Nachspielzeit fiel. Gleichzeitig blieb bei ihm das Gefühl, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre, weil seine Mannschaft nach seiner Einschätzung lange das aktivere Team war, sich dafür aber viel zu selten belohnte.

Tormann beim Abstoß

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Viel Ballbesitz, aber kaum Zug nach vorne

Schmidt schilderte eine Partie, in der Feldkirchen von Beginn an viel den Ball hatte, daraus aber zu wenig Profit zog. „Wir hatten den Fokus, wir hatten viele Ballsequenzen und wir haben den Ball zirkulieren lassen, aber wir hatten viel zu wenig Raumgewinne“, sagte der Trainer. Gerade im Mittelfeld habe wenig funktioniert, dazu seien viele Fehlpässe nach vorne gekommen. Die Devise sei deshalb gewesen, geduldig zu bleiben und nicht hektisch zu werden. Auch der kleine Platz habe es seiner Mannschaft schwer gemacht, sich zu entfalten. Zur Pause stand es 0:0, was gut zu diesem ersten Durchgang passte: Feldkirchen hatte laut Schmidt zwar viel Ballbesitz, fand gegen die tief stehenden Gastgeber aber nur selten brauchbare Lösungen.


Eigenfehler bringt Eidenberg/Geng in Führung

Nach dem Seitenwechsel bekam das Spiel dann jenen Moment, der Feldkirchen lange hinterherlaufen ließ. In der 53. Minute brachte Daniel Köppl die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Für Schmidt war dieses Gegentor besonders bitter, weil er es klar der eigenen Mannschaft anlastete. „Das Tor zum 1:0 war ein eigener Fehler, der dem Gegner in die Karten spielte“, sagte er. Seine Beschreibung dazu fiel deutlich aus: Hinten habe es keinen Gegnerdruck gegeben, beim letzten Pass habe die Qualität gefehlt, Eidenberg/Geng habe den Ball übernommen und abgeschlossen. Weil der Gegner danach aus seiner Sicht weiter hinten dicht machte und vor allem auf Konter aus war, blieb Feldkirchen zwar am Drücker, musste dem Rückstand aber lange erfolglos nachlaufen.

Weinzierl rettet Punkt spät

Dass am Ende zumindest noch ein Zähler mitgenommen wurde, lag an einem Elfmeter tief in der Nachspielzeit. Tobias Weinzierl traf in der 90.+2. Minute zum 1:1 und rettete Feldkirchen damit den Ausgleich. „Ein Elfmeter in der 90. Minute rettet uns den einen Punkt gegen einen tief stehenden Gegner“, fasste Schmidt zusammen. Zugleich machte er keinen Hehl daraus, dass ihn der Verlauf ärgerte. Er sprach von „Ballbesitzphasen siebzig zu dreißig“ und „Torschüssen zehn zu drei“ und sah seine Mannschaft deshalb eigentlich klar vorne. Auch mit mehreren Entscheidungen des Schiedsrichters war er nicht einverstanden und schilderte unter anderem eine aus seiner Sicht nicht nachvollziehbare Gelbe Karte gegen einen seiner Spieler sowie weitere strittige Szenen im Strafraum.

Gewonnener Punkt, aber verpasste Chance

Trotz des späten Ausgleichs blieb Schmidts Einordnung insgesamt eindeutig. Das 1:1 sei am Ende zwar ein „gewonnener Punkt“, weil der Treffer erst ganz spät fiel, doch zufrieden klang der neue Trainer damit nicht. Immerhin fiel der Blick nach dem Schlusspfiff nicht nur auf dieses eine Spiel. Weil auch die Konkurrenz Punkte liegen ließ, bleibt die Union Feldkirchen in der Tabelle mit 24 Punkten weiter vorne dabei. Jetzt hat man es trotzdem weiterhin in der eigenen Hand“, so Schmidt. Genau deshalb schmerzte für ihn weniger der Rückstand als die Tatsache, dass seine Mannschaft aus viel Ballbesitz und klarer Feldüberlegenheit zu wenig machte. Jetzt heisst es, vollen Fokus auf das nächste Spiel, nochmal eine Schippe drauflegen und alles geben. "Wir sind eine geile und vor allem hungrige Truppe und wir werden es im nächsten Spiel zu 100% besser machen!"

2. Klasse Nord-West: Eidenberg/Geng : Feldkirchen/D. - 1:1 (0:0)

  • 92
    Tobias Weinzierl 1:1
  • 53
    Daniel Köppl 1:0