2. Klasse Ost

Herbstmeister Maria Neustift mit Bodenhaftung: An Zielsetzung „Top 4“ wird nicht gerüttelt

Nach Rang vier in der Vorsaison hat die Union Maria Neustift im Herbst den nächsten Entwicklungsschritt gesetzt. Mit 31 Punkten holte sich das Team von Trainer Mario Wittmann den Herbstmeistertitel in der 2. Klasse Ost – fünf Zähler vor Verfolger Garsten Juniors. Besonders bemerkenswert: Mit nur 10 Gegentoren stellt Maria Neustift gemeinsam mit Garsten die beste Defensive der Liga. Bester Torschütze war Niklas Schweighuber mit neun Treffern.

„Erfolg nicht in der ausgeprägten Form erwartet“

 Im Gespräch mit Ligaportal ordnet Sektionsleiter Martin Steinparzer den starken Herbst ein – und bremst gleichzeitig allzu große Erwartungen. Die Tabellenführung kommt für die Verantwortlichen durchaus überraschend. Steinparzer macht klar, dass der erste Platz kein erklärtes Saisonziel war.
„Dass wir Erster werden, war zwar durchaus im Bereich des Möglichen, aber natürlich haben wir das nicht erwartet“, sagt der Sektionsleiter offen. Vor der Saison habe man die Situation bewusst realistisch eingeschätzt. Das Ziel sei klar definiert gewesen – und daran halte man auch weiterhin fest. „Unser Ziel war und ist Top-Vier. Das haben wir letztes Jahr erreicht und das wollen wir bestätigen“, so Steinparzer. Der aktuelle Vorsprung ändere daran nichts: „Nein, nein – das verleitet mich nicht zu einer Kampfansage.“

Defensive als Fundament der Entwicklung

Auffällig ist vor allem die defensive Stabilität. Nur zehn Gegentore sprechen eine klare Sprache – auch wenn Maria Neustift offensiv nicht mehr Treffer erzielt hat als im Vorjahr. Steinparzer sieht darin eine logische Entwicklung: „Wir schießen nicht mehr Tore als letzte Saison, eher sogar weniger. Aber wir kriegen halt auch kaum welche.“ Genau hier habe die Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Die stabile Defensive sei kein Zufall, sondern Ergebnis von Konstanz und Weiterentwicklung im Kollektiv.

Junge Eigenbauspieler tragen Verantwortung

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg ist der Ansatz, dass nur mit Eigenbauspielern gearbeitet wird. Im Kader sind viele junge Talente, die in den vergangenen Jahren den Sprung in die Kampfmannschaft geschafft haben – und dort sofort Verantwortung übernommen haben und teilweise gleich Leistungsträger wurden. „Wir haben einige richtig Gute Jungs – jetzt müssen wir nur hoffen, dass sie bleiben“, sagt Steinparzer mit Blick auf die Zukunft, zeigt sich aber diesbezüglich aufgrund der Stimmung im Team optimistisch.

Kaum Bewegung im Kader

Große Kaderveränderungen gibt es in Maria Neustift traditionell nicht – auch heuer bleibt man dieser Linie treu. Mit Rafael Maderthaner kehrt ein Eigenbauspieler zurück, der zuletzt in Haidershofen aktiv war. „Er ist ein Neustifter, hat den ganzen Nachwuchs bei uns durchlaufen. Die Bezirksliga ist halt schwieriger – jetzt ist er wieder da. Das ist sicher eine Verstärkung für die Außenbahn“, so Steinparzer. Zusätzlich kehrt mit Florian Langegger (Jahrgang 2010) ein sehr junger Spieler aus einer Leihe zurück. „Ein talentierter Bursche, den wir langsam an die Kampfmannschaft heranführen wollen“, erklärt der Sektionsleiter.

Vorbereitung läuft – Trainingslager in Wiener Neustadt

Die Vorbereitung auf die Rückrunde läuft bereits. Seit vergangenem Mittwoch wird wieder trainiert – dreimal pro Woche. In den Semesterferien steht zudem ein viertägiges Trainingslager in Wiener Neustadt auf dem Programm. Neben dem sportlichen Feinschliff spielt auch der mannschaftliche Zusammenhalt eine Rolle – wobei Steinparzer schmunzelnd anmerkt: „Mit so vielen Eigenen ist das Teambuilding bei uns keine Herausforderung. Die Burschen kennen sich ja seit Ewigkeiten und sind eine ‚richtige Mannschaft‘.“