Nach dem Auswärtsauftritt seines ASV Mayr Bau Bewegung Steyr bei den SV Garsten Juniors in der 2. Klasse Ost ordnete Trainer Mirsad Sulejmanovic eine fordernde, aber faire Partie ein. Defensiver Matchplan, dünner Kader und Kräfteverschleiß prägten den Auftritt – am Ende stand ein aus seiner Sicht verdientes 0:5. Er sprach von deutlich mehr gegnerischen Chancen, wenigen eigenen Vorstößen, einer soliden Schiedsrichterleistung und einem klaren Arbeitsauftrag für die kommenden Wochen.

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Die heikle Ausgangslage gab den Kurs vor. „Wir hatten eigentlich nichts“, so Sulejmanovic, daher setzte sein Team auf Kompaktheit: „Wir haben versucht, defensiv zu stehen. Über neunzig Minuten ist das jedoch schwer durchzuhalten.“ Geriet man in Rückstand, wurde die Hypothek zu groß: „Dann ist es schwierig, zurückzukommen.“ Den Gegner beschrieb er als jünger, laufstärker und zweikampfstärker – Faktoren, die über die Distanz den Ausschlag gaben.
Phasenweise konnte Steyr den Ball halten und das Spiel verlagern, doch die Wucht der Gastgeber überwog. Garsten presste nicht durchgehend, aber über weite Strecken – gefühlt zu neunzig Prozent der Spielzeit. Die Juniors legten früh vor: In der 18. Minute traf Michael Kogler zum 0:1, fünf Minuten später erhöhte Sebastian Streicher auf 0:2. In der 29. Minute stellte Alexander Straßer auf 0:3 – mit diesem Rückstand ging es in die Pause. Steyr kam lediglich zu wenigen ruhenden Bällen: „Wir hatten, wenn überhaupt, einen, höchstens zwei Eckbälle sowie zwei bis drei Freistöße – das war’s“, so der Trainer selbstkritisch. Unnötige Ballverluste und die anschließenden Umschaltmomente blieben problematisch. Nach der Pause setzte Garsten die Akzente: In der 72. Minute traf Marvin Kreiner zum 0:4, in der 90. Minute sorgte Luca Kreiner für das 0:5 und den Endstand.
Individuelles Lob sparte Sulejmanovic nicht aus: „Unser Tormann Rene Sulak hat sehr viele Bälle gehalten und uns mehrfach gerettet – sonst hätte es nicht 0:5, sondern vielleicht 0:8 oder 0:9 geheißen.“ Auch die Spielleitung gefiel: „Im Großen und Ganzen war das vom Schiedsrichter eine gute Partie.“ Für die nächsten Schritte bleibt der Ansatz pragmatisch: gezielt auf den jeweiligen Gegner vorbereiten und die taktische Ausrichtung entsprechend anpassen.